Archiv der Kategorie ‘Weingut Neumeister‘

Alles Junker

Montag, den 5. November 2007

Die letzten Tage waren ganz dem Junker gewidmet und heute startet der Versand. Der erste Wein des Jahres zeigt auch immer schon etwas vom gesamten Jahr: Vielschichtige Frucht, Saftiger Gaumen, kompakter Trinkfluß. Ab 7. November geht es dann mit den Junkerverkostungen in ganz Österreich los, wir werden heuer in Graz die Junker der Steirischen Klassik präsentieren. www.steirischerjunker.at

Christoph Neumeister

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Grauburgunder Saziani 2007

Dienstag, den 9. Oktober 2007

Heute haben wir den ersten Teil vom Grauburgunder Saziani in die kleinen Holzfässer gefüllt. Die Trauben wurden in 2 Durchgängen gelesen und befanden sich beide Male hochreif im Auslesebereich. Die Grauburgunderreben am Saziani sind zwischen 25 und 40 Jahre alt, dementsprechend gering ist die Menge und umso konzentrierter werden die Trauben am Stock. Der Saft wird jetzt sehr langsam in 300 Liter Eichenfässer vergären und danach sehr lange auf der Hefe weiterreifen, bis Mitte 2009.

Aus den alten Reben, der schonenden Verarbeitung und dem langsamen Ausbau ergibt sich dann ein hochkomplexer Grauburgunder, der außer der Kraft immer auch Frucht und Elganz mitbringt und ein außerordentliches Lagerpotential hat.

Christoph Neumeister

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2. Halbzeit

Montag, den 8. Oktober 2007

Seit einigen Tagen sind wir in der zweiten Halbzeit angelangt. Die ersten Lagenweine – Sauvignon Blanc und Weissburgunder von der Riede Klausen – wurden eingebracht. Die Trauben sind voll ausgereift und haben sich trotzdem ihre fruchtige Finesse bewart.

Die letzten Wochen waren sehr anstrengend, einige Regengüsse haben uns die Arbeit erwschwert. Gute Nerven und mehrere Erntedurchgänge per Weingarten waren notwendig um nur die reifen und sauberen Trauben einbringen zu können.

Wir werden wie immer die letzten in unserer Region sein, die noch Trauben ‘draußen’ haben – dafür können unsere Kollegen jetzt schon länger schlafen.

Christoph Neumeister

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Sauvignon Blanc

Donnerstag, den 13. September 2007

Die erste Vorlese von den jüngeren Weingärten, die mit Sauvignon Blanc bestockt sind, wurde gestern eingebracht. Der Großteil der Weingarten für die Klassikweine wird zwei mal durchgelesen, dabei werden die schon reifen Trauben geerntet, der zweite Teil dann 10 bis 14 Tage später. So bekommen wir immer ausgereiftes Traubenmaterial und können sehr selektiv vorgehen. Bei den Lagenweinen kann dies in späten Jahren bis zu 4 mal geschehen.

Mittlerweile ist der erste Sauvignon Blanc in den Pressen, durch die Maischestandzeit über Nacht wurden auch die ‘tiefen’ Aromen aus der Beere ausgelaugt und schon der Saft präsentiert sich sehr fruchtig: Stachelbeer- und Johannisbeeraromen, würzig und elegant.
Christoph Neumeister, Weingut Neumeister

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Start im Keller, Star im Weingarten

Dienstag, den 11. September 2007

Die gestern gelesenen Müller Thurgau Trauben wurden heute morgen, nach einer 12-stündigen Maischestandzeit, gepresst. Die Aromen sind auch im heurigen Jahr wieder sehr ausgeprägt, was auf die doch recht kühlen Nächte zurückzuführen ist. Der Saft ruht mittlerweile schon in den Sedimentationstanks, wo sich die schwereren Trubteile im Laufe der nächsten 48 Stunden absetzen können – die schondendste Variante einer Vorklärung vor der Gärung. Später am Nachmittag werden noch die Traubenzustände in den einzelnen Weingärten kontrolliert, sowie unsere ‘Vogelabwehr’ (Drachen, die mit Heliumballons bestückt sind und so über dem Weingarten schweben) in Stand gehalten. Die ersten Schwärme von Staren sind seit gestern in der Südoststeiermark – vermutlich um uns bei der Lese zu unterstützen.

Christoph Neumeister, Weingut Neumeister

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Endlich Ernte

Dienstag, den 11. September 2007

Gestern haben wir bei schönem Wetter – nach etlichen Regentagen – mit der Müller Thurgau Ernte begonnen. Die Trauben waren trotz der Regentage davor zum größten Teil sauber, der Rest wurde schon im Weingarten händisch ausgelesen. Durch die Verwendung von 20-kg Erntekisten, konnten wir wie jedes Jahr die Trauben so schonend als möglich zur Traubenübernahme bringen. Am Rüttelpult haben wir die Trauben nochmals kontrolliert, 3 Arbeiter und mein Bruder ließen keine faule Beere an sich vorbei. Nach dem Rebler rutschten die Beeren in die Maischetanks, wo sie bis heute morgen Zeit hatten, zu macerieren (Inhaltstoffe die sich in der Beerenhaut und im Fruchtfleisch befinden auslaugen). Die Gradationen waren sehr gut, und bewegten sich zwischen 15,5° und 16,8° KMW. Die Arbeit über das Jahr scheint sich ausgezahlt zu haben. Den zweiten Teil für den Steirischen Junker werden wir am Donnerstag lesen.

Christoph Neumeister, Weingut Neumeister

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