Archiv der Kategorie ‘Weingut Hagen‘

Der 2008er – Ein Jahrgang erhält seine Persönlichkeit

Sonntag, den 25. Januar 2009

Zeit lassen,…
Die Jungweine liegen noch auf der Feinhefe und diese Trübung beeinflusst den Wein. Buketstoffe entwickeln und verändern sich, der Wein wird vielschichtiger, interessanter und komplexer, wenn man ihn nicht sofort nach abgeschlossener Gärung einer Klärung zuführt, sondern ihm noch Zeit zur Entwicklung lässt. Natürlich besteht auch die Gefahr einer negativen Entwicklung, denn noch nicht blankfiltrierte Weine sind nicht so stabil. Daher ist eine ständige Kontrolle durch Verkostung jetzt besonders wichtig.

kennen lernen,…
Neben den Familienmitgliedern entstehen so auch mit befreundeten Winzerkollegen Verkostungsrunden. Das Urteil anderer Winzer ist in diesem Stadium besonders wichtig. Wenn man selbst immer nur die eigenen Weine verkostet „trinkt man sich“ auf ein bestimmtes Geschmacksbild ein – man wird betriebsblind. Daher ist es wichtig andere Jungweine zu kosten und die eigenen durch andere Winzer beurteilen zu lassen. Durch mehrmaliges Verkosten wird beurteilt, wie sich der Wein entwickelt und wann er letztendlich durch Filtration von der Feinhefe getrennt wird.
Die gemeinsamen Runden sind sowohl Arbeit, als auch Vergnügen: Arbeit, weil man sehr konzentriert und gewissenhaft ans Werk gehen muss, um die nächsten oft entscheidenden Schritte im Keller zu fixieren. Vergnügen, weil sich das Ergebnis eines Jahres Arbeit positiv zeigt.

und die Vorfreude genießen:

So wird der 2008er
Die über zwei Monate verteilten Verkostungsdurchgänge und die Entwicklung der Weine stimmen uns sehr optimistisch: Klassische Komponenten zeigen sich beim Veltliner – Pfeffer und Kräuterwürze, fruchtig und pikant, durch reichlich Körper und Extrakt gut eingebundene Säure. Bei den Rieslingen spannt sich die Aromatik von Pfirsich- und Marillenkomponenten zu mineralisch geprägten Aromen mit ebenfalls schöner Säurestruktur. Weißburgunder gibt sich ganz typisch mit Nuß- und Mandelaromen. Durch die hohe Reife der Weintrauben ist er der kräftigste Wein im Sortiment.
Generell kann man von einem klassisch österreichischen Jahrgang sprechen. Fruchtig und pikant mit klassischen Sortenaromen, reife Säure und im Alkoholgehalt ein bisschen leichter als die vergangenen zwei Jahre.

Der Veltliner kann schon auf die Flaschenfüllung vorbereitet zu werden: Der erste Fülltermin für unsere Veltliner Sandgrube und Thurnerberg wird für den 24. Februar fixiert. Riesling, Chardonnay und Weißburgunder werden wir noch zwei, drei Wochen Zeit geben.

Herzliche Grüße aus dem Kremstal
Familie Hagen

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Blackjack!

Sonntag, den 2. November 2008

Die Lese ist arbeitsreich, aber interessant. Vor allem aber ist sie spannend. Jeden Tag heißt es Entscheidungen zu treffen, die wesentlich für die Qualität des neuen Jahrganges sein können. Wie so oft im Leben würde man sich bedeutend leichter tun, wenn man in die Zukunft blicken könnte. Denn vieles ist von einer einfachen Frage abhängig: Wie wird das Wetter?

Jeder schöne Sonnentag bringt eine Verbesserung an Fruchtigkeit, Zuckergrade und Geschmack. Jeder Regentag könnte aber bereits erreichte Qualität wieder etwas schwinden lassen.

Deshalb wird immer wieder kontrolliert, gemessen, geplant und umgeplant, am Kopf gekratzt, durch die Haare gefahren. Und zum Schluss geht man nochmals “nur schauen” durch alle Weingärten und stellt sich nochmals die immer gleichen Fragen:
Welche Trauben müssen rasch abgeerntet werden? Welche kann man noch hängen lassen? Wo soll man nochmal “durchlesen” – daher reife Trauben abernten, dem Rest nochmals etwas Sonne gönnen? Was ist jetzt am dringendsten?

Sicher kennen Sie das Kartenspiel Blackjack, auch bekannt unter 17 und 4. Man bekommt zwei Karten, die Kartenwerte werden addiert. Ziel ist es möglichst nahe an die 21 zu kommen. Dazu kann man immer wieder Karten nachbestellen. Aber Vorsicht: Wer über die 21 kommt, hat auf jeden Fall verloren.
Um zu gewinnen muss man also wissen, wann man aufhören muss. Gleichzeitig muss man sich aber auch etwas trauen, muss überlegen wie nahe man an den Idealzustand kommen kann. So ähnlich ist für uns diese Zeit. Und wie im Spiel kann man viel gewinnen, aber auch viel verlieren.

Deshalb ziehen wir immer wieder unsere Runden durch die Weingärten: Um möglichst nahe an diesen Idealzustand von optimaler Beerenreife und idealer Aromabildung heranzukommen, ohne die Nachteile des zu langen Wartens in Kauf nehmen zu müssen. Jeder gute Tag, den die Trauben noch draußen verbringen dürfen, bedeutet ein Mehr an Qualität und Geschmack im Glas.

Noch eine Karte bitte!
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Was Anton Hagen auf dem Foto macht, lesen Sie hier.

Herzliche Grüße aus dem Kremstal
Familie Hagen

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Das letzte Kapitel des Sommers

Sonntag, den 7. September 2008

Jetzt wo das Ende schon sichtbar wird, zeigt der Sommer nochmals, was er eigentlich schon die ganze Zeit gekonnt hätte: Sonne statt Wolken, Hitze statt Regen. Traumwetter wie dieses ladet natürlich zum Entblättern geradezu ein. Das ist an dieser Stelle ausnahmsweise einmal wörtlich zu nehmen. Denn wir haben in den letzten Wochen viel Zeit damit verbracht, Blätter, die die Weintrauben zu sehr beschatten zu entfernen. Einerseits damit Sonnenlicht zur Weintraube gelangen kann, andererseits damit nach eventuellem Regen die Trauben rasch abtrocknen und keine Fäulnis entstehen kann.
Mit dem Herbst wirft natürlich auch unsere ganz persönliche fünfte Jahreszeit ihre Schatten voraus: die Lese. Deshalb werden wir in den nächsten Wochen zuvor noch alle anstehenden Arbeiten wie zum Beispiel Abfüllen erledigen, um dann langsam mit den direkten Vorbereitungen zu beginnen: Kontrolle der Maschinen, Reinigen der benötigten Behältnisse usw. Gegen Ende September beginnt dann die Lese, die uns von den sonnen durchfluteten Tagen des Frühherbstes bis in die nebeligen, dunklen und feuchten Tage des November begleiten wird.
Aber daran sollte man jetzt noch nicht denken, zuerst sollten alle nochmal kräftig Sonne tanken – Trauben und Menschen.

Herzliche Grüße
Anton Hagen
Winzer

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Der Duft der Reben

Sonntag, den 15. Juni 2008

Die Rebblüte, die zur Zeit stattfindet, ist ein sehr wichtiges Ereignis auf dem Weg vom Austreib der Reben im Frühling bis zur Ernte im Herbst. Daher wird sie vom Winzer genau beobachtet, um Rückschlüsse für die Qualität und die Erntemenge zu ziehen.

Keine extreme Hitze, nicht zu viel Regen, leichter Wind damit die Bestäubung optimal funktioniert, sind die Wünsche, die wir momentan haben. Der Rebstock braucht während der Blüte keine Insekten zur Befruchtung, der Wind erledigt diese Aufgabe, deshalb ist die Rebblüte optisch eher unauffällig. Aber der zarte Duft der Blüten ist einzigartig, er durchströmt unsere Weingärten und stimmt uns bei der Laubarbeit optimistisch für die zu erwartende Qualität.

Diese zentrale Bedeutung der Reblüte zeigen auch einige althergebrachte Winzerweisheiten:

* Die Rebe blüht, wenn das 13. Blatt am grünen Trieb entwickelt ist.
Der grüne Trieb ist jener Teil des Rebstocks der neu gebildet wird. Er bildet zuerst 13 Blätter und dann beginnen die Gescheine (so werden die Weintrauben vor der Blüte genannt, sie befinden sich meistens auf der Höhe des 3. und 4. Blattes) zu blühen. Man kann also ungefähr abschätzen, wie lange es bis zur Blüte dauert, in dem man die Blätter zählt.

* „Aus den Rebblüten vor dem Johannistag werden Trauben, die ein jeder mag.“
Reben, die vor dem Johannistag, das ist der 24. Juni, blühen, tragen durch die längere Reifedauer besonders ausdrucks- und geschmackstarke Beeren.

* Von der Blüte bis zur Ernte sind es 100 Tage.
Dies bezieht sich auf den Qualitätsstandard von früher. Um das volle Potential der Traube auszureizen, legen wir Winzer heutzutage 20 bis 30 Tage drauf.

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Auf das Bild klicken für Vergrößerung.

Neben der bis bis jetzt schönen Blütephase freut es uns ganz besonders, dass im soeben erschienenen Vinaria-Weinguide unserem Grünen Veltliner Alte Reben 2007 3 Sterne (Wein von hervorragender bis großer Qualität) verliehen wurden. In der Weingüterklassifikation wurde unser Weingut mit 2 Sternen (Weingüter, die zu den besten Österreichs zählen) ausgezeichnet.

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Frühlingserwachen und Pflanzzeit

Sonntag, den 20. April 2008

Nach der Winterruhe erwacht das Kremstal zu neuem Leben.
Die Knospen der Rebstöcke beginnen auszutreiben und die so genannte Gründüngung, das sind bestimmte Pflanzenarten, die zwischen den Rebzeilen ausgesät werden oder sich von selbst angesiedelt haben, wachsen und blühen. Dieser Unterwuchs ist sehr wichtig, er schützt den Boden vor Erosion, es werden Humus und Nährstoffe gebildet. Die Artenvielfalt der Pflanzen sichert die ökologische Ausgewogenheit und bietet vielen Lebewesen und damit auch vielen für den Winzer so wichtigen Nützlingen einen idealen Lebensraum.

An den zu wachsen beginnenden Knospen lässt sich jetzt abschätzen, wie die Rebstöcke den Winter überstanden haben, das heißt ob es Frostschäden gibt oder nicht. Die gute Nachricht: Durch den eher milden Winter sind diesbezüglich keine Probleme aufgetreten.

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Von Mitte April bis Mai ist auch Pflanzzeit. Eine Neuanlage mit Grünem Veltliner in unserer Toplage Holzgasse ist im Entstehen. Nachdem die Zeilen des Weingartens mit Stecken und Stehern fixiert wurde, kommen in die Pflanzlöcher die Setzlinge, die noch mit einer vor dem Austrocknen schützenden Wachsschicht überzogen sind. Wenn der Setzling dann auszutreiben beginnt, wird vom jungen Trieb das Wachs durchstoßen, die ersten Blätter werden sichtbar und entfalten sich.

Liebe Grüße aus der Weinstadt Krems an der Donau
Anton Hagen
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Verjüngungskur

Freitag, den 21. März 2008

In unmittelbarer Nachbarschaft zu unseren Weingärten konnten wir ein Grundstück mit 35 jährigen Veltlinerreben bestockt erwerben.
Vom Alter der Reben ideal zur Produktion von hochwertigen Qualitätsweinen, da so alte Rebstöcke schon sehr tief wurzeln
( 10m und mehr ) und dadurch aus tieferen Bodenregionen mit den Nährstoffen auch viele gelöste Mineralien aufgenommen werden, das spiegelt sich später in den Weinen wider. Das sind gute Voraussetzungen für sehr konzentrierte, vielschichtige Weine mit mineralischer Ausprägung.
Andererseits ist in diesem Weingarten das Unterstützungsgerüst mit Drahtrahmen in einem schlechten Zustand und die Stöcke mit einer hohen Stammhöhe auch nicht optimal zur Qualitätsproduktion.
Also ans Werk:
Die einjährigen Triebe werden abgeschnitten, der rostige Draht entfernt und auch die teilweise abgemorschten Holzsteher entfernt, um sie in den nächsten Wochen gegen neue auszutauschen.
Der wichtigste Schritt aber ist das Abschneiden der Rebstöcke knapp oberhalb der Veredlungsstelle um sie, wenn im Frühjahr frische Triebe wachsen, neu zu formieren.
Die jungen oberirdischen Pflanzenteile garantieren einen optimalen Saftstrom im Stamm zu den Trauben . Die große Wurzelmasse steht nach wie vor zur Verfügung und sichert die anfangs erwähnten Vorteile der alten Rebstöcke. Noch ist es nicht so weit, aber der Anfang ist getan.

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Liebe Grüße aus dem Kremstal
Anton Hagen
Winzer

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Die ersten 2007er Weine sind auf Flaschen gefüllt.

Sonntag, den 24. Februar 2008

Endlich war es soweit, am 19. Februar wurden unsere Veltliner im Kabinettbereich , Sandgrube und Thurnerberg abgefüllt.
Die Sandgrube präsentiert sich als jugendlich-frischer Veltliner mit schöner Säurestruktur. Der Thurnerberg duftet fruchtig-pikant und zeigt am Gaumen die typische, vom Schotterboden stammende Mineralik. Beide Veltliner eignen sich sehr gut als Begleiter zu leichten Speisen, für Grillfeste oder Gartenparties.
Nachdem viele Kunden schon auf den neuen Jahrgang warten, wurden in dieser Woche Flaschen etikettiert, verpackt, für den Versand fertig gemacht und die Lieferfahrten eingeteilt.
Stundenweise wird das warme und sonnige Wetter im Weingarten für das Schneiden und Anbinden der Reben genutzt. Bei diesen angenehmen Temperaturen arbeiten wir alle gerne in der frischen Luft. Man merkt schon, dass es jeden Tag ein bisschen länger hell bleibt und so auch mehr Zeit im Weingarten verbracht wird.
In einigen Tagen werden die Männer unseres Betriebes damit beginnen die kaputten Holzsteher auszuwechseln, die Drähte nachzuspannen , abgerissene und durchgeschnittene Drähte zu reparieren. Das Drahtgerüst wird vor dem Austrieb der Reben überprüft, um den Trieben im Sommer den nötigen Halt zu geben.

Anton Hagen
Winzer

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Der erste Schritt zur Qualität

Donnerstag, den 24. Januar 2008

Nachdem wir vorige Woche im Keller verbracht haben, um die meisten Weine von der Feinhefe zu filtrieren, der erste Fülltermin ist für Mitte Februar angesetzt, ist diese Woche ausschließlich Weingartenarbeit angesagt.
Der Rebschnitt, der von Jänner bis März durchgeführt wird, ist die erste Arbeit im Jahr, bei der man auf die Qualität des Weines als Winzer Einfluss nehmen kann. Man kann dadurch Ertrag und Wuchskraft der Reben regulieren und einen luftigen, lockeren Stockaufbau gestalten, bei dem die Triebe und Trauben des kommenden Jahres optimal besonnt werden. Diese wichtige Aufgabe wird bei uns ausschließlich von Familienmitgliedern durchgeführt.
Später im Sommer kann man noch viele Male durch Laubarbeit Feinjustierung betreiben, aber die Grundeinstellung wird durch den Rebschnitt vorgenommen.

Anton Hagen
Winzer

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Erster Fülltag

Samstag, den 1. Dezember 2007

Gestern war der erste Fülltag für Weine des Jahrgangs 2007.
Neben unserer Basisqualität in der 1 Liter Flasche für die Gastronomie füllen wir auch den Kremser Jüngling, einen Grünen Veltliner im mittleren Kabinettbereich , der am 23. September geerntet wurde und sich zum jetzigen Zeitpunkt schon sehr gut entwickelt zeigt. Frisch – fruchtig im Duft, mit pikanter Pfefferwürze am Gaumen, ein typischer Vertreter der 2007er Grünen Veltliner.

FlaschenfüllenGefüllt wurde mit einer mobilen Abfüllanlage eines in Krems ansässigen Lohnunternehmens. Der Vorteil ist unter anderen, dass die Anlage technisch immer am letzten Stand ist und von Technikern optimal gewartet wird. Da die Füllanlage eine Tagesleistung von ca. 15 – 25000 Flaschen hat, würde sich diese Investition für Einzelbetriebe in unserer Größe nicht auszahlen.
Während der Jüngling schon gefüllt wurde, befinden sich die später gelesen Weine in der Endgärphase. Letzter Lesetag war bei uns der 2. November mit der Ernte von Riesling Weinzierlberg und Kremsleithen. Unser Weinzierlberg ist fast fertig, langsamer unterwegs ist die Kremsleithen, aber auch sie nähert sich bei noch guter Hefeaktivität dem trockenen Bereich. Die Lagenveltliner Thurnerberg, Rehberger Weingärten, Holzgasse und Alte Reben sind bereits fertig vergoren und lagern auf der Feinhefe. Sie schmecken schon sehr vielversprechend.

Anton Hagen

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Wasser und Wein

Donnerstag, den 1. November 2007

Nach fast zwei Wochen Schlechtwetter konnten wir am Samstag die Veltlinerlese mit unseren Alten Reben abschließen.Unsere Rieslingweingärten (Kremsleithen, Weinzierlberg und Pfaffenberg) haben schon einen selektiven Lesedurchgang hinter sich. Dieser wurde durchgeführt um für die am Stock verbliebenen Trauben die höchst mögliche Bukett- und Aromareife zu erzielen. 

Die Weintrauben sind trotz hoher Niederschlagsmengen in gutem Zustand. Unsere Lesemannschaft arbeitet sehr sorgsam, jede Traube wird einmal herumgedreht um eventuell schlechte Beeren zu entfernen. Die Trauben hängen jetzt schon verhältnismäßig frei, es gibt nur mehr wenige Blätter. So können Wind und Sonne diese schön austrocknen. Dadurch werden alle Inhaltsstoffe konzentriert.

Bereits gestern konnten wir Riesling im Kabinettbereich ernten, aber ein kurzer Regenschauer sorgte für ein vorzeitiges Ende am frühen Nachmittag. Deshalb gibt es heute wieder eine Lesepause, Zeit für Arbeiten im Keller.

Der Wetterbericht verspricht ein Hoch für die kommenden Tage. Diese werden wir nutzen um unsere Weinernte, die wir vor zwei Monaten begonnen haben, erfolgreich zu beenden.

Weingut Hagen

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