Wenn auch noch nicht überall die letzten Trauben geerntet wurden, so gibt es doch schon erste Informationen über die Situation in den verschiedenen Ländern. Einen kurzen Überblick dazu finden Sie in den nachstehenden Kommentaren.
Italien
Die Ernteprognose lautet auf ca. 43,5 Mio Hektoliter, was ein Minus von rund 12% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. In Sizilien hat der Peronospora-Befall für ein Minus von durchschnittlich 40% gesorgt. Vor allem sind Bio-Weine rund um Trapani extrem stark betroffen. In Apulien und den Abruzzen rechnet man aufgrund der geringen Ausbeute mit einem Rückgang von ca. 30%. Der Norden hingegen zeigt sich über alles gesehen als sehr stabil, die Mengen liegen im langjährigen Durchschnitt.
Wenn es auch noch keine konkreten Preisaussagen gibt, wird erwartet, dass die Weinpreise bis zu 10% steigen werden, vor allem für Pinot Grigio und Prosecco befürchtet man einen deutlichen Preisschub.
Frankreich
In Frankreich erwartet man die kleinste Ernte seit 1987. Insgesamt wird ein Minus von 7% gegenüber Vorjahr prognostiziert, was zu rund 49 Mio Hektolitern führen sollte. Die Ursache dafür liegt in den ungünstigen klimatischen Rahmenbedingungen im Sommer. Das kühle, regnerische Wetter hat den Vegetationsvorsprung zunichte gemacht. Im Süden gab es außerdem noch Pilzbefall. Die Rodung von ca. 16.000 ha Weinbergen tut ein Übriges. Aquitanien, Languedoc-Roussillon verzeichnen mengenmäßig die größten Einbussen. Im Midi ist der prozentual größte Verlust (-22%) zu befürchten. Das alles wird sich, dazu braucht man kein Prophet zu sein, auf die Preise auswirken.
Spanien
Das Traubenmaterial in Spanien ist extrem gesund, was qualitativ eine gute Ernte erwarten lässt. Mengenmäßig allerdings werden voraussichtlich “nur” 40 Mio Hektoliter geerntet werden, was mind. 10% unter der Vorjahresmenge liegt. Regional ist das Bild recht unterschiedlich. In La Mancha fehlen ca. 15% an Menge, 10% sind es in den Rotweingebieten Manchuela, Valencia, Utiel, Alicante und Jurmilla, während im Penedes die Ernte “normal” ausfallen soll. Die Preisentwicklung wird angeheizt aufgrund der bereits einsetzenden Anfragen aus Italien, Deutschland und Russland. Da die Keller, vor allem was den Weißwein betrifft, fast leer sind, wirkt sich das noch zusätzlich auf die Preisentwicklung aus. Wenn auch noch nicht definitiv, rechnet man mit Preissteigerungen von 10-15%.
Portugal
Auch aus dem Westen der iberischen Halbinsel hört man von signifikanten Mengeneinbussen von 20% und mehr, je nach Region sollen es sogar 40% sein. Die Preise dürften aber nicht in gleichem Ausmaß steigen. Im Gegensatz zu der aktuellen Hektik in Spanien und Italien, nehmen es die Portugiesen weit gelassener.
Österreich
Dazu warten wir auf die Kommentare unserer Partner-Winzer im VINOBLOG!
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