Archiv der Kategorie ‘Domäne Wachau‘

Lesetagebuch

Mittwoch, den 3. Dezember 2008

Eine anstrengende Zeit liegt hinter uns, in den letzen Tagen haben wir die Lese bis auf die Trauben für die Prädikatweine mit den Einzellagen abgeschlossen. Insgesamt sind wir sehr zufrieden, allerdings hat uns der Riesling heuer einiges Kopfzerbrechen verursacht. Zu Beginn präsentierte er sich sehr schön, Anfang November mussten wir dann aber doch noch etwas zittern. Es schien, als ob er die guten Gradationen nicht erreichen wollte, zuletzt war das Lesegut dann auch in dieser Hinsicht optimal. Das Material ist ob unserer Fürsorge erfreulicherweise herrlich gesund, wir haben sehr wenig Botrytis-Befall, auch wegen den trocknenden Luftbewegungen der letzten Wochen. Beim Grünen Veltliner ging sozusagen von Anfang an alles glatt, die schönen Ansätze reiften im November noch perfekt aus. Somit konnten wir hochfärbige, würzig-mineralische Früchte mit schöner Aromareife ernten und wir freuen uns schon sehr auf die druckvollen, saftigen Smaragde mit viel Eleganz und Finesse. Besonders die Einzellagen gestalten sich heuer sehr trinkfreudig und knackig in der Säure, voller Mineralität, wie es sich für Wachauer Weine gehört!
Die ersten Süßweine wie die Beerenauslese und die Trockenbeerenauslese sind auch schon gelesen, aber weitere Prädikate hängen noch am Stock. Also bleibt uns noch genug zu tun und wir hoffen, dass wir noch vor Weihnachten fertig sein können!

Share on Facebook

Lesetagbuch

Mittwoch, den 15. Oktober 2008

Derzeit haben wir rund 12% der Ernte übernommen, vor allem Trauben der Frühsorten Müller Thurgau und Frühroter Veltliner. Das Material ist gesund und von guter Qualität, mit 16-17° KMW passen jetzt auch die Gradationen. Diese Woche haben wir mit der Zweigelt-Ernte begonnen, wo es aber bedauerlicherweise doch Ausfälle durch die Zweigeltkrankheit gibt. Auch die Durchlese von Neuburger in Spitz und Grüner Veltliner allgemein in der Wachau läuft auf Hochtouren, zum Glück ist die Wetterlage stabil, also bitte auch weiterhin Daumen halten, dass es so bleibt!
Die ersten Weine gären bereits, einige Müller Thurgau Tanks sind sogar schon durchgegoren und wir arbeiten im Akkord, damit wir die erste Steinfeder und den „Jungen Wachauer“ in diesen Tagen abfüllen können. Alles in Allem – und natürlich vorausgesetzt, dass das Wetter mitspielt – verspricht es ein ausgezeichneter frisch-fruchtiger Jahrgang zu werden. Der Traubenzustand in den Weingärten ist noch immer sehr gut, es wird eifrig durchgelesen und damit werden wir die nächsten Wochen noch schwer beschäftigt sein!
Am 5.11.2008 nimmt Propst Fürnsinn vom Augustiner Chorherrenstift Herzogenburg dann die Jungweinsegnung vor, anschließend laden wir alle herzlich ein, unseren „Jungen Wachauer“ im MAK in Wien zu verkosten. Ich freu mich schon sehr darauf, Sie dort persönlich begrüßen zu dürfen!

Heinz Frischengruber
Kellermeister Domäne Wachau

Share on Facebook

Edle Davidoff-Cigarren zu Wachauer Weinen und Bränden

Dienstag, den 7. Oktober 2008

davidoff-einladung.thumbnail.jpgAm Samstag, den 4. Oktober veranstalteten wir gemeinsam mit dem Hause Davidoff in unserer eben erst eröffneten „Brennerei“ ein Degustationsnachmittag der besonderen Art. Eine sehr sympathische, überschaubare Gruppe von ca. 25 Gästen, die teilweise sogar aus Wien mit einem von der Autofirma Stahl eigens für diesen Event eingerichteten Shuttle Service kamen, fand sich so gegen 14:00 bei uns ein. Nach einer kurzen Begrüßung in der Vinothek mit einem Glas Grüner Veltliner Steinfeder 2007 Hochrain besichtigten wir zunächst unsere Keller, bevor wir uns dann endgültig den „schönen“ Dingen des Lebens widmeten: Wein, Schnaps und Zigarren! Isabella Benda von Davidoff kommentierte die verkosteten Zigarren, wir gaben einen Überblick über unsere Topweine des Jahrgangs 2007 und lieferten Hintergrundinformationen zu unseren vielfach ausgezeichneten Veltliner-Edelbränden und unseren Top-Raritäten. Den gemütlichen Ausklang der Verkostung bildete eine Auswahl kreativer Köstlichkeiten von Mozza&Jazz – alles in allem ein wunderbar gelungener Nachmittag voller Genuss, Plauderei und regem Informationsaustausch!

Share on Facebook

Lesetagebuch

Dienstag, den 7. Oktober 2008

Am 18. September war es soweit, wir starteten die heurige Weinlese! Die ersten Trauben des Jahrgangs 2008 wurden sorgfältig gelesen und gepresst. Nun beginnt für uns und alle Weininteressierte eine spannende Zeit, vor allem was das Wetter betrifft. Traditionell werden in der Wachau die früh reifenden Sorten Müller Thurgau und Frühroter Veltliner für den Jungwein als erstes geerntet. Das Traubenmaterial war hervorragend, wir konnten ca. 55 Tonnen bei kaltem, aber sonnigem Wetter einbringen, bevor uns der Wettergott im Stich ließ und wir abbrechen mussten. Am 25. September blieb uns nichts anderes übrig, als die Lese zur Gänze abzusagen, weil es die ganze Nacht durchgeregnet hatte und auch tagsüber immer wieder Schauer übers Land zogen.
Mit der Qualität der Trauben sind wir äußerst zufrieden, unsere Weingärten waren zum Glück kaum von den Hagelschlägen betroffen, aber die Gradationen waren Ende September noch etwas zu niedrig. In ihrer Entwicklung sind die Trauben heuer mindestens zwei Wochen später dran als im Vorjahr, daher wird die Lese sicher bis in den November hinein andauern. Die nächsten Wochen sind für den derzeit sehr fruchtigen Jahrgang entscheidend, was die hohen Gradationen und somit die Smaragdqualitäten betrifft. Also heißt es jetzt Daumen halten, damit der Oktober weiterhin so mild und sonnig bleibt wie bisher!

Share on Facebook

Wir feiern!

Donnerstag, den 17. Juli 2008

heinz-weingarten-gros.jpg

Jede Münze hat zwei Seiten, so auch die erfreulich warmen Temperaturen der letzten Wochen und der ausreichende Niederschlag. Denn genau diese Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit hat dazu geführt, dass wir uns aktuell einem großen Peronospora-Druck gegenüber sehen. Dies ist eine gefährliche Pilzerkrankung, auch „falscher Mehltau“ genannt, die zu großen Ernteausfällen führen kann. Besonders wohl fühlen sich die Pilzsporen an windgeschützten Stellen, wo das Laub nach Regenfällen in Verbindung mit den warmen Temperaturen nicht so schnell abtrocknen kann. Grundsätzlich ist der Befall in der Westwachau stärker als im Osten und normalerweise gibt es auch typische „Ölflecken“ am Laub, die vor dem Befall warnen. Leider gibt es auch Sporen, die die Trauben direkt befallen, das ist besonders gefährlich. Derzeit verzeichnen wir zwar vereinzelte Schäden, durch den guten Traubenansatz vor allem beim Grünen Veltliner wird der Ausfall aber im Moment wieder ausgeglichen.

Neben der Arbeit im Weingarten sind wir mit den letzten Umbauarbeiten bei uns in Dürnstein beschäftigt, die ja bis Freitag, 25. Juli fertig gestellt sein müssen, wenn wir unser Sommerfest veranstalten. Konkret betrifft dies die Neugestaltung des Vorplatzes unseres Kellerschlössels sowie die Fertigstellung der „Brandy & Zigarren-Lounge“ in unserer Brennerei, in der wir künftig auch Verkostungen von Weinbränden durchführen werden – ohne Rauchverbot.
Unser Sommerfest bei der Domäne Wachau in Dürnstein, gleichzeitig die Feier zum 70-jährigen Bestehen unserer Genossenschaft, wird ein toller Event! Das Familienprogramm startet um 15 Uhr, das Konzert um 20 Uhr mit „Da Blechhauf´n“ plus anschließendem Feuerwerk ist ein Höhepunkt – ausgezeichnete Weine und regionale Schmankerln verstehen sich von selbst, der Eintritt ist frei! Wir freuen uns, wenn auch Sie zu unseren Gästen zählen!

Heinz Frischengruber – Domäne Wachau

Share on Facebook

Domäne Wachau auf Tour

Dienstag, den 15. Juli 2008

mitarbeiter-vinothek.jpg

Diese Woche bot einen besonderen Tag für alle unsere MitarbeiterInnen, denn gestern stand unser alljährlicher Betriebsausflug auf dem Programm. Auch wenn wir diesen Tag nicht dem Wein verschrieben haben, blieben wir doch unserem Interesse am Genuss treu. Unser Ausflug führte uns diesmal in die Welt der Biere, da wir der Zwettler Brauerei einen Besuch abstatteten und auch beim Waldviertler Kräuter- und Gewürzspezialisten Sonnentor befassten wir uns mit kulinarischen Themen. Wir nutzen unseren immer Ausflug gerne dazu, neue Sichtweisen und andere qualitative Ansätze kennen zu lernen. Natürlich sollte aber das ungezwungene Plaudern abseits der Arbeit mit den Kollegen und Kolleginnen nicht zu kurz kommen, dafür sorgte auch unser Abendessen beim Landgasthof Topf in Kaltenbach im Waldviertel. Neben einem tollen Menü gab es deutsche Rieslinge von Kerpen und Molitor und große Rotweine aus dem Priorat und von Manfred Krankl aus Kalifornien.

Während wir im Waldviertel auf Genussreise waren, wachsen in der Wachau unsere Weinstöcke weiter. Der Juni und Juli hat uns ja durch seine extrem hohen Niederschläge und den warmen Temperaturen ein wahres Wechselbad an Wetterumschwüngen beschert, das Wachstum schreitet zügig voran. Erfreulicherweise sehen wir schon oft unsere „Wachauer Weingartenbegrünung“ in den Rieden, die zur Bodenauflockerung beiträgt. Die Jätarbeiten in den Weingärten haben wir auch schon abgeschlossen, derzeit sind wir damit beschäftigt, die Triebe in die Drähte „einzustricken“, damit die Sonne ihre Wirkung optimal entfalten kann, Starkwinde weniger Zerstörungskraft haben und die Ernte dann erleichtert wird. Jetzt ist auch die richtige Zeit fürs „Wipfeln“, also das Einkürzen langer Triebe.

Roman Horvath – Domäne Wachau

Share on Facebook

Der Weingarten ruft

Freitag, den 23. Mai 2008

Zur Zeit ist unser Bonitursystem wieder ein zentrales Thema für uns, wir haben gerade ein Seminar zum Thema „Boden“ für unsere etwa Mitglieder veranstaltet. Konkret haben Vortragende aus verschiedensten Wissens- und Forschungsgebieten einen Einblick darüber gegeben, wie wir die Bearbeitung des Bodens noch nachhaltiger und noch natürlicher gestalten können. Mehr als 200 unserer Mitglieder haben die Chance zur Teilnahme genutzt, was ein lebendiger Beweis dafür ist, dass unser Bonitursystem wirklich von allen Beteiligten mitgetragen und forciert wird und unser Anliegen, mit der Natur im Einklang zu arbeiten mehr als ein Lippenbekenntnis ist. Apropos Natur: Gerade in diesen Tagen ist eine der schönsten Jahreszeiten, um die Wachau zu besichtigen: der Austrieb der Reben ist zwar noch nicht so weit, dass die gesamte Landschaft grün erscheint, dafür kann man das Profil der Wachauer Berge und ihrer Terrassen noch sehr gut sehen – so kann man gerade jetzt perfekt die verschiedenen Bodenformen unserer Einzellagen erkennen, die sich dann im Terroir unserer Weine widerspiegeln.

Share on Facebook

Der Alltag kehrt ein

Mittwoch, den 21. Mai 2008

Letztes Wochenende war in der Wachau einiges los, denn der nun schon traditionelle Wachauer Weinfrühling zog viele Gäste in die Region. Der Wachauer Weinfrühling wartet mit einigen Besonderheiten auf. Zum einen öffnen viele auch sehr renommierte Betriebe einen Tag lang die Kellertüren für ihre Besucher, zum anderen präsentieren die Mitgliedsbetriebe der Vinea Wachau auch erstmals die „Smaragde“ des vorigen Jahrganges. Das war auch bei uns in der Domäne Wachau der Fall und wir freuen uns, dass nach den positiven Rückmeldungen der Fachwelt nun auch die Konsumenten von diesen Weinen sehr angetan waren. Unsere Smaragde vom Kellerberg – Riesling und Grüner Veltliner – haben wir übrigens noch nicht der Öffentlichkeit präsentiert. Diese Spitzenprodukte liegen noch auf der Hefe und gelangen erst im kommenden Herbst, also etwa ein Jahr nach der Ernte, in den Verkauf.

Ein weiteres Projekt, das uns in diesen Tagen stark beschäftigt, ist IFS, also die International Food Standard-Zertifizierung. Diese wird als Qualitätskriterium vor allem im Handel mit Markenprodukten zunehmend wichtiger und bedeutet, dass bei Herstellung und Transport der Produkte besondere Qualitätsstandards gelten, die auch regelmäßig überprüft werden.

Domäne Wachau – Roman Horvath

Share on Facebook

Erfreulicher Witterungsverlauf

Montag, den 19. Mai 2008

Die Witterung ist bei uns in der Wachau derzeit sehr erfreulich: Erste wirklich warme Temperaturen geben einen Vorgeschmack auf den Sommer und glücklicherweise gab gestern und heute wieder schöne Niederschläge. Das führte dazu, dass die Vegetation voll durchstartete, gleichzeitig steht nun aber auch eine der anstrengendsten Arbeiten im Weingarten an, das Jäten (also das Ausbrechen von Trieben am alten Holz). Gut ist auch, dass wir bei der Domäne Wachau und natürlich alle anderen Wachauer Winzer bis jetzt von spätem Frost verschont geblieben sind, sogar die Eisheiligen sind schon vorüber.

Die Eisheiligen Pankratius, Servatius und Bonifatius, deren Name ja schon alles sagt, werden ja nicht zu Unrecht als „gestrenge Herren“ bezeichnet. Seit Jahrhunderten wissen Gärtner, dass man mit dem Auspflanzen von Sommerblumen und der Aussaat von empfindlichen Sämereien bis Mitte Mai abwarten sollte – eben bis nach den Eisheiligen, bei denen oft ein Temperatursturz mit Frostgefahr zu verzeichnen ist. Auch das Hinausstellen von den heutzutage bei uns beliebten Mittelmeerpflanzen wie Oleander oder Olive verschiebt man besser auf die Tage nach den „Eisheiligen“, damit es nicht eines Morgens ein böses Erwachen gibt. Für dieses Jahr schaut es jedenfalls gut aus, die frostigen Männer haben uns mit ihrem kalten Mitbringsel, dem gefährlichen Nachtfrost, verschont.

Domäne Wachau – Roman Horvath

Share on Facebook

Wachau Classic

Dienstag, den 22. April 2008

wc08-05-01-klein.jpg

In der Wachau warten wir auf den Frühling. Es zeigt sich zwar schon langsam alles wieder wunderschön zartgrün, die letzten Tage hatten wir aber klassisches Aprilwetter: mal Regen, mal Sonnenschein. Die Marillenblüte ist jedenfalls schon endgültig vorbei, die Weinreben sind in der westlichen Wachau gerade in der Wolle, im Osten beginnt der Austrieb.
Das Wochenende stand diesmal bei uns ganz im Zeichen des Motorsports, und zwar für wunderschöne Oldtimer. Die Wachau Classic Rallye machte wieder bei uns im Kellerschlössl Halt, die Teilnehmer stärkten sich – natürlich maßvoll – mit unserem Grünen Veltliner Kellerberg und genossen den grandiosen Blick in die Wachauer Landschaft.

Domäne Wachau – Roman Horvath

Share on Facebook