Monatsarchiv für Juni 2012
Natur und Mensch in Balance
Mittwoch, den 20. Juni 2012
„Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.“ (Darwin) ist das Motto von Thomas und Claudia Hareter. Sie betreiben ihr Weingut in Weiden am See. Natur und ihre Lebenskräfte sind in ihren Augen ein Geschenk. Ihre Wirtschaftsweise ist daher bio-organisch. Anstelle von Spritzmitteln kommen Kräuterauszüge zum Einsatz, also wiederum die Natur selbst, die damit zur Partnerin wird.
Die beiden sympathischen jungen Leute zeigen nicht nur, dass es möglich ist, ohne die Errungenschaft der chemischen Industrie verlässlich ausgezeichneten Wein herzustellen, sie beweisen sogar, dass mit dieser Behutsamkeit im Umgang mit der Natur dem Wein Harmonie und Beständigkeit mitgegeben werden kann. Thomas Hareter: „Das Feingliedrige, das unsere Weine auszeichnet, die Struktur, die unsere Weine trägt und die Balance, die unsere Weine harmonisch macht, sollen auch nach Jahren noch erlebbar sein.“
Die Zeit der Natur läuft in anderen Dimensionen. Der Mensch spielt darin erst seit einigen Momenten eine Rolle. Es gab ihn noch lange nicht, als sich an der Stelle des Neusiedler Sees ein mächtiges Urmeer erstreckte. Nach und nach wurde Schotter abgelagert, die Gegend verlandete. Nach der Eiszeit hielt das pannonische Klima Einzug. Geblieben sind flache Steppenseen und ein hervorragender Boden für den Weinbau. Die Stöcke wurzeln tief und holen aus den salzigen Resten des verschwundenen Meeres große Mineralität.
Auch das ist Natur, die aber nichts weniger als ausgebeutet werden will. „Es ist nicht unser Ziel, das Letzte, sondern das Beste aus unseren Pflanzen und aus uns herauszuholen“, sind Thomas und Claudia Hareter überzeugt und liefern den Beweis mit ihren Weinen, die neben frischer Lebendigkeit erstaunliches Lagerpotential auszeichnet.
Naturbursch und Naturschönheit sind die Neulinge ihres Weingutes. Der pfiffige Bursch ist eine Cuvée aus Weißburgunder und Sauvignon blanc, die reizende Kleine ist ein Rotwein, von dem man sich gerne zur Rückkehr zur Natur verführen lässt.
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(Text: Mag. Johannes Gans – Magazin Kultur und Wein)
Weingut Hareter Thomas
www.hareter.at
Pfaffl beim Filmfestival 2012
Dienstag, den 12. Juni 2012Wenn es Sommer wird, flüchtet man vielerorts aus den großen Städten. Nicht so in Wien. Hier zieht es Touristen gleichermaßen wie Wiener direkt in die Innenstadt. Zwischen dem Wiener Rathaus und dem Burgtheater tummeln sich allsommerlich etwa 750.000 Besucher, um am Wiener Filmfestival dem Musikgenuss und den kulinarischen Gaumenfreuden zu frönen. Für Weinfreunde gibt es heuer eine Premiere:
Erstmals steht der ganze Rathausplatz im Zeichen eines Jungwinzers. Mit seinen Weinen Wien.1 und Wien.2 hat er wohl auch das richtige Sortiment für dieses Ereignis: Der 27-jährige Roman Josef Pfaffl (nach vielen Generationen von Roman Pfaffls, ist ihm sein Josef wichtig) hat erst letztes Jahr gemeinsam mit seiner Schwester das renommierte Weingut R&A Pfaffl von seinen Eltern übernommen. „Unsere Weine sind in der Spitzengastronomie in Österreich wie auch international sehr stark vertreten. Als Wiener Weinproduzent möchte ich aber, dass auch die Wiener meine Weine besser kennen lernen können. Dazu bietet das Filmfestival einen wunderbaren Rahmen,“ meint der ambitionierte Winzer.
Von 30. Juni bis 2. September 2012 werden jeden Abend ausgewählte Opern, Konzerte, Ballette und Jazzkonzerte auf der großen Leinwand vor dem Rathaus ausgestrahlt. Dazu kümmern sich 22 Wiener Top-Gastronomen um das leibliche Wohl der Gäste. Gelegenheit Pfaffls Wiener Weine zu genießen gibt es an allen Gastronomieständen. Hier wird die leichte Weißweincuvée Wien.1 – ein spritzig-fruchtiger Blend aus Riesling, Grüner Veltliner und Pinot Blanc und der fruchtige Wien.2 – ein Blend aus fruchtigem Blauer Zweigelt und noblen Pinot Noir angeboten. Die beiden Weine stellen gemeinsam mit einem reinsortigen Pinot Noir das Wiener Weinsortiment des Weinviertler Winzers. „Unser Weingut liegt direkt am Stadtrand von Wien. Da liegt der Schritt über die Grenze auf der Hand,“ so der Jungwinzer.
Weinfans kommen am Filmfestival aber auch in den Genuss weiterer Pfaffl Weine. Direkt am Ring lädt der Pfaffl-Stand zum vinophilen schmökern ein. Das Sortiment ist breit gefächert vom pfeffrig-spritzigen Weinviertel DAC bis zum tiefdunklen, kräftigen Rotweincuvée Heidrom. Auch der Winzer selbst wird an ausgewählten Terminen vor Ort sein. „Ich freue mich schon darauf. Bestimmt komme ich nicht nur zu den Pfaffl.smalltalk-Terminen,“ meint der Jungwinzer, der heuer selbst zum Filmstar mutierte. In gleich drei Pfaffl-Kurzfilmen wirkt der quirlige Weinbauer in der Hauptrolle. Auch sie sollen am Filmfestival präsentiert werden. Da darf man wohl gespannt sein!
PFAFFL am Filmfestival Wien
30.Juni bis 2. September 2012
täglich von 11.00 bis 24.00
PFAFFL.smalltalk am Filmfestival
13. Juli, 27. Juli, 3. August, 17. August 2012
jeweils 18 Uhr beim PFAFFL.stand am Wiener Rathausplatz
Auf der Straße zum Erfolg
Dienstag, den 12. Juni 2012Ein Klopfen hier, ein Hämmern da…was ist denn hier los?
„Bedenke, dass die Straße zum Erfolg stets eine Baustelle ist.“
Wir Pfaffls wissen das und nehmen das auch wörtlich. Momentan haben wir eine große Baustelle ober unseren Köpfen, denn wir bauen gerade unser Dachgeschoss zu neuen Büros um. Das Pfaffl-Team freut sich auf mehr Platz und das somit neu entstandene Raumklima. Bis Ende Juni sollte es dann endlich soweit sein und wir können die neuen Räumlichkeiten nutzen. So steht dem Erfolg weiterhin nichts mehr im Wege… 
Dr. Laurent und seine Diva
Dienstag, den 12. Juni 2012
Was meinen Sie könnte nach Mr. Veltliner kommen? Genau! Dr. Laurent!
„Dr. Laurent“ ist Roman Juniors Spitzname, dem er alle Ehre macht; denn er hat sich ganz und gar ,der „Diva“, der schwierigsten Rebsorte im Weingarten verschrieben, nämlich dem St. Laurent!
St. Laurent ist eine sehr eigensinnige Rebsorte. Ständig hat sie etwas am Wetter auszusetzen und versucht sich dann durch Krankheiten und Botrytis in Szene zu setzen. Jedoch weiß Roman Josef genau wie er „seine Diva“ bändigen kann und stellt sich jedes Jahr auf ein neues „St.Laurent Spektakel“ ein. Denn kein Jahr ist wie das andere.
Unser St. Laurent WALDGÄRTEN 2011 wartet bereits in unserer Vinothek auf Sie. Was Sie erwarten dürfen?
Dunkles Rubin in der Farbe; angenehm würzig und fruchtig in der Nase, zarte Erdbeere. Am Gaumen füllig; wieder Erdbeere, dichte Zwetschke, etwas Brombeere und Himbeere, auch Würze. Saftig, gut strukturiert, etwas mollig mit sehr weichen Tanninen. Mit jedem Schluck spannender. Ein flüssiger Traum zu Rind und Antipasti.
Unser St. Laurent ALTENBERG hingegen schlummert und reift noch in seinen Fässern und laut Roman Josef erwartet uns hier „etwas ganz Großes“. Nun ja unser Waldgärten gibt Ihnen schon mal einen tollen Vorgeschmack und eine freudige Vorahnung auf das, was unser Altenberg mit sich bringen wird.
Share on FacebookWas ist los im Weingarten?
Dienstag, den 12. Juni 2012
Mit dem Frühling erwacht die Natur mit all ihren Schätzen. Unsere Weingärten zum Beispiel, und natürlich auch die jungen Rehlein. Was die mit unseren Weingärten zu tun haben, fragen Sie sich?
Besonders den jungen Rehen schmecken die frischen Triebe unserer Reben. Gewiss, die lieben Rehe haben einen guten Geschmack. Aber uns schmeckt das nicht so ganz, da unser Wein darunter sehr stark leiden würde; denn sind die Triebe einmal abgefressen, wachsen diese zwar nach, aber der Rebstock trägt dann keine Trauben mehr. Deshalb müssen wir unsere Gärten schützen!
Um das zu verhindern, wird in den gefährdeten Weingärten ein Zaun zur Wildabwehr gespannt. Aber das ist nicht die einzige Arbeit um diese Jahreszeit.
„Druntersetzen“ ist eine sehr wichtige Arbeit, die im Frühjahr gemacht werden muss. Hier werden junge, neue Stöcke unter die alten Reben gesetzt. Wie beim Menschen, wird auch manchmal aus unerfindlichen Gründen der eine oder andere Rebstock krank oder stirbt ab. Das ist eben der normale Lauf der Natur. Diese Rebstöcke werden dann durch junge Reben ersetzt, damit keine „Lücken“ entstehen und das nennen wir: „druntersetzen“.
In Grossebersdorf haben wir soeben eine neue Junganlage bepflanzt. Nun heißt es Geduld haben. In 3 Jahren dürfen wir dann erstmals unseren Grünen Veltliner ernten. Gleichzeitig wird in all unseren Gärten das Gras gemäht. Das lassen wir dann liegen, solange bis es verrottet, was wiederum hervorragend zur Humusbildung dient. Die Natur tut ihre Arbeit und wir helfen ihr eben nur ein bisschen auf die Sprünge mit unserer sorgfältigen Frühjahrspflege.
Share on FacebookKlappe die Zweite – Hundsleiten
Dienstag, den 12. Juni 2012Hundsleiten“? Was bedeutet denn das?
„Hundsleiten“, so heißt die Riede, auf der unser Paradeveltliner wächst. Als „Leiten“ wurde Anno dazu Mals ein steiler Hang, oder Berg bezeichnet. „Hundsn“ ist der Innbegriff der harten Arbeit, die auf diesen steilen Hängen verrichtet wird. Also Sie verstehen sicherlich schon, worum es sich hier handelt und können sich vermutlich vorstellen wie unsere Riede Hundsleiten aussieht.
Gar nicht hundsig stellt sich aber unser Roman Josef an, wenn es um die Schauspielerei geht – nein, da macht er sich sogar ausgesprochen gut! Aber überzeugen Sie sich selbst mit unserem zweiten Kurz-Film aus der Pfaffl – Trilogie: [02:33 min.]
> Zum Film:
Share on FacebookIn Balance mit der Natur!
Montag, den 11. Juni 2012Unsere beiden Naturweine machen die Runde!
http://kulturundwein.beepworld.de/hareter.htm?nocache=1339273485#hareter
Der Naturbursch ist histaminfrei; die Naturschönheit vegan!
Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter Thomas
www.hareter.at
www.facebook.com/weinguthareter