Monatsarchiv für November 2009

Hasenverbiss

Freitag, den 27. November 2009

DurchgeknabbertAngeknabbertWenn im Frühjahr aus den Augen der Reben die ersten grünen Triebe wachsen, sind wir es gewohnt, dass die Feldhasen es sich schmecken lassen! Aber jetzt, wo der Winter an die Tür klopft und die Weingärten kahl und leer aussehen, ist das doch etwas ungewöhnlich!

Unser Sauvignon Blanc scheint den Häschen zu schmecken. Zu unserem Leidtragen heißt das nichts gutes. Schon im Frühjahr hatten wir hier ein Hasenproblem, was uns jede Menge zusätzliche Arbeit verschaffte. Das es jetzt im Winter immer noch so gut schmeckt, damit haben wir nicht gerechnet. Endlich konnten wir eine Ernte hinter uns bringen, schon stehen wir wieder am Anfang! Junge Triebe die wir im Frühjahr belassen hatten sind schon wieder angeknabbert oder sogar vollkommen durchgeknabbert. So etwas ist uns noch nie passiert! Um dem ganzen entgegen zu wirken haben wir Knoblauchöl angesetzt und jede einzelne Rebe damit bestrichen, damit es nicht mehr so gut schmeckt! Jetzt heißt es abwarten und kontrollieren!!

Hoffen doch, dass wir nächstes Jahr wieder einen so guten, reschen, fruchtigen Sauvignon Blanc erhalten!!

Bis bald liebe Weinfreunde, eure Elisabeth

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Weinreise EGER – TOKAJ

Mittwoch, den 25. November 2009

Letztes Wochenende war ich mit meinen Studienkollegen unterwegs im schönen Ungarn! Los ging die Reise am Donnerstag mit einem Zwischenstop in Budapest – zwecks Mittagessen! Budapest liegt wunderschön direkt an der Donau. Vom Uber aus kann man sich einen guten Überblick verschaffen, denn es gibt viele Sehenswürdigkeiten zu besichtigen!

Am Freitag ging es dann los in Eger. Bekannt für den Egri Bikavér (Erlauer Stierblut) sollte man allerdings die fruchtigen Weißweine nicht außer Acht lassen!! Ganz typisch in Ungarn sind ”Schimmel befallene” (guter Pilz), dunkle, kilometerlange Tunnel bzw. Labyrinte. Dort zu arbeiten bringt einen logistischen Aufwand mit sich!

Samstag hatten wir einen Marathon vor uns. Vier Weingüter und davor die Anreise ins Tokaj. Ihr süßes Gold ist mit einem unvorstellbarem Aufwand verbunden. Um Asszu zu erzeugen werden die eingetrockneten, von Botrytis befallenen Beeren einzeln mit der Hand abgezupft. Kaum vorzustellen, wie lange man für eine Butte (Puttonyos) braucht! Puttonyos bezeichnet somit den Süßegrad und macht sich auch im Preis bemerkbar!!

Gesättigt von den Süßweinen, freuten wir uns auf einen reschen Welschriesling aus der Heimat, den wir am Abend im Hotel genossen!!

Egal ob Eger oder Tokaj, beide Gebiete sind eine Reise wert!

Bis morgen liebe Weinfreunde! Eure Elisabeth

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Zwiebelfarben, fruchtig, spritzig … ROSÉ 2009

Dienstag, den 24. November 2009

Es ist wieder so weit!! Unser Rosé 09 ist in der Flasche. Etikettiert und verpackt wartet er aufs Verkostetwerden!! Wie im Vorjahr setzt er sich auch heuer wieder aus den Sorten Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon zusammen!! Er zeigt feine Früchte in der Nase, typische Himbeeren und Erdbeeren. Am Gaumen ist er balanciert, rund, fruchtig und bringt eine harmonische Säure mit sich! Einfach ein Schmankerl zu einer ordentlichen Brettljause!!

Also probieren und mitteilen wie er schmeckt!! Bis morgen liebe Weinfreunde, eure Elisabeth

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Erdäpfeln mit Rosé

Freitag, den 13. November 2009

lawa

Wenn ich aus dem Bürofenster schaue, sehe ich eine offene Feuerstelle, einen Erdäpfelofen und Barriquefässer mit Butter, Salz und heurigem Wein. In der Magengrube macht sich Wärme breit (gut heiß sind die Erdäpfel …), so heimelig ist es selbst in unserem Novemberwetter-Hof. Geschweige denn im Verkostungsraum, dessen Türe wir wieder zu Ehren Martinis aufgemacht haben (heute, Freitag 13. 11. 17 bis 22 Uhr und morgen, Samstag von 14 bis 22 Uhr). Also: hereinspaziert, hereinspaziert!
Es gibt natürlich auch unseren ungeduldig erwarteten Rosé 2009 zu kosten. Vergangene Woche erst wurde er gezogen. Nächste Woche bekommt er seine staatliche Prüfnummer. Übernächste Woche wird er abgefüllt. Ab 1. Dezember ist er erhältlich. Er ist unser erster zertifiziert biologischer Wein! Gut ist er geworden, stolz sind wir …
Jetzt muss ich wieder raus … Erdäpfel machen glücklicher, wenn man ein Glas Wein dazu trinkt! Das soll man niemandem vorenthalten …

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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verschneiden oder zusammenfügen …

Mittwoch, den 11. November 2009

barriques

Wir verstehen cuvéetieren eher als zusammenfügen; als zusammenfügen von verschiedenen Weinen zu einem Wein. Das machen wir nicht nur für Cuvées, sondern auch für reinsortige Weine werden die verschiedenen kleinen Fässer (alte und neue Barriques, 250- und 300-l-Fässer, verschiedene Hersteller) gekostet, selektioniert und eben zusammengefügt. Auf diese Weise haben wir vor kurzem für den Jahrgang 2008 Zweigelt, St. Laurent, Trilogie und Chronos erhalten. Und bei einem unwahrscheinlich gemütlichen Abendessen mit Freunden gleich ausprobiert. Und als gelungen bezeichnet. Die 2008-er passen aber nicht nur zu einem ordentlichen Tafelspitz, sondern auch solo danach und in einer Reihe renommierter Fremdweine. Es lässt sich also Großes erwarten von den Rotweinen 2008 und wir freuen uns schon drauf!

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Dem österreichischem Wein verbunden….

Mittwoch, den 4. November 2009

Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten im österreichischen Weinbau ereignet. Vom legendärem „Weinskandal“ 1986 bis hin zur höchst qualitätsorientierten Entwicklung der österreichischen Weinwirtschaft spannt sich der große Bogen. Diesen positiven Weg mitgestalten zu dürfen war für unseren Hausherrn Lois Schuster Herausforderung und spannende Arbeit. Ausdauer und Liebe zur „Sache“ waren schon erforderlich; denn er war in den verschiedensten Weinbau-Gremien tätig – u. a.
von 1985 – 1996 Gebietsweinbauobmann des Weinbaugebietes Neusiedlersee;
1987 Gründung der Gebietsweinmarke „Pann. Reigen“ (Präs. des Vereines bis Frühjahr 1999)
von 1991 – 1996 Präsident der Bgld. Weinwerbung;
von 1997 bis Frühjahr 2009 Präsident des Bgld. Weinbauverbandes;
von 1990 Aufsichtsratsvorsitzender der Österr. Weinmarketing- und Servicegesellschaft bis 2000; weiterhin tätig als Aufsichtsratsmitglied und derzeit wieder Vorsitzender;
seit 1995 Vizepräsident des Österr. Weinbauverbandes.
Gestern gab es dafür eine große Ehrung und die Verleihung des Ehrenringes des Österreichischen Weinbauverbandes. Die Überreichung fand im Rahmen der Österr. Weintaufe 2009 in der Festhalle Langenlois statt.
Anlässlich der Veranstaltung wurden für die besonderen Verdienste um den österreichischen Wein auch die diesjährigen Bacchuspreise verliehen. Diese besondere Auszeichnung erhielten der Generalanwalt des Raiffeisenverbandes Dr. Christian Konrad und der schwedische Sommelier-Weltmeister Andreas Larsson. ( s. www.weinausoesterreich.at )

Weingut Kummer-Schuster, Halbturn
www.kummer-schuster.com

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Bikini & Winterjacke

Dienstag, den 3. November 2009

Die Lese 2009 im Überblick

Die Ernte ist jedes Jahr die aufregendste Zeit des Jahres. Hier wird zur Spitze getrieben, was uns eigentlich das ganze Jahr beschäftigt, nämlich die Frage: Wie wird das Wetter? Das ist nämlich das Gespür, das man als Winzer entwickeln muss, um gute Weine zu machen. Und nicht selten gilt dabei: No risk, no fun! Eines ist sicher, Roman Pfaffl hat nun schon über 30 Ernten eingeholt, aber keine glich der anderen. Und hier der Bericht zu den Kuriositäten des heurigen Jahres:

Die erste Lesehälfte war geprägt von ungewöhnlich warmen, sonnigen Wetterverhältnissen. Mancherorts sah man die Leute sogar im Bikini ernten. Das trieb uns dazu, lesemäßig aufs Gas zu steigen. Nicht etwa, weil wir etwas gegen Bikini im Weingarten hätten. Die Speedernte war notwendig, denn die Zuckergradationen schnellten in die Höhe und wir – und bestimmt auch Sie – möchten ja auch 2010 nicht auf den Genuss von ein paar leichteren Weinen verzichten. Um Mitte Oktober kam dann ein rasanter Wetterumschwung. Vom Bikini wechselten wir ruck-zuck in die Winterjacke. Die kalten Temperaturen kamen uns gerade recht. Die Zuckergradationen waren ohnehin schon auf Rekordniveau (eine derartige Dichte an vollreifen Trauben hat Roman Pfaffl noch nicht erlebt) und nun konnten wir es noch toppen: Wir ließen die Trauben noch etwas warten, bevor sie in den Keller durften, denn das bringt die Komplexität, die Vielschichtigkeit, die den Wein erst besonders macht. Ein paar unserer Trauben dürfen aus diesem Grund auch noch den November im Freien verbringen, bis sie sich dann im Keller auf einen gemütlichen Gärverlauf begeben dürfen…

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