Monatsarchiv für September 2009

Rotweinbereitung im Hause Wendelin

Mittwoch, den 30. September 2009

Unsere Rotweine, allen voran der Merlot befinden sich noch in der Gärung. Nun ist die Farb- und Fruchtigkeitsauslaugung besonders wichtig. Allesamt vergären sie in großen Stahlgärtanks. Für die “Auslaugung” nimmt man nun den Most von unten weg und befördert ihn mit einer Pumpe nach oben, wodurch der Maischehut befeuchtet wird und die Farbe und Fruchtigkeit aus den Beeren genommen wird. Haben sie durchgegoren, wird der Wein abgelassen und die Maische kommt in die Presse, wo ihr der letzte Rest Most entnommen wird. Dieser gepresste Most hat bei uns allerdings keine Chance mehr um Qualitätswein zu werden und kommt daher zur Landweincharge!!

Bis morgen liebe Weinfreunde, eure Elisabeth

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der 2009er

Dienstag, den 29. September 2009

Der Jungwein 2009 ist endlich in der Flasche. Vorige Woche Woche wurde er abgefüllt und wartet nun darauf verkostet zu werden. Er ist eine Cuvée aus Muskat Ottonel, Sauvignon Blanc, Müller Thurgau und Weißburgunder. Wegen der vielen fruchtbetonten Sorten ist er in der Nase sehr vielschichtig und frisch, am Gaumen ist er leicht, spritzig und wiederum fruchtig.

Wir würden uns freuen bei Gelegenheit ein Glas davon mit ihnen gemeinsam zu verkosten!!

Bis morgen liebe Weinfreunde, eure Elisabeth

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Weinlesetagebuch Weingut Topf

Dienstag, den 29. September 2009

21.09.09 – 25.09.09.

Bei strahlendem Sonnenschein wurden am Montag und Dienstag dieser Woche die Trauben für den Zweigelt weißgepresst geerntet. Die gesunden Trauben wurden in kleine Kisten gelesen und sofort im Keller schonend gepresst, damit der Wein weißweinfarben bleibt.

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Am Mittwoch haben wir begonnen, für den Zweigelt Strassertal in der Riede Hasel zu lesen. Das Team ist voll motiviert, bei diesen idealen Wetterbedingungen die Trauben von hervorragender Qualität in den Keller zu bringen. Wir werden sicher noch den Rest der Woche damit beschäftigt sein, die Trauben für den Zweigelt Strassertal zu ernten.

14.09.09 – 19.09.09.

Bei bewölkten, aber trockenen Wetter haben wir, wie es schon Tradition ist, in der Lage Blickenweg mit der Weinlese begonnen.
14 gut gelaunte Weinleser waren hoch motiviert im Weingarten mit der Ernte beschäftigt.
Die Trauben sind in einem Top Zustand, die Zuckergradation liegt bei 17,5 Grad Klosterneuburger Mostwaage. Trotz der schlechten Wetterprognosen ist es ideal zu lesen, etwas bewölkt, leicht windig, am Nachmittag sonnig und vor allem trocken. Die Trauben wurden als Ganztrauben gepresst.

Mittwochnachmittag haben wir mit der Sorte Gelber Muskateller in der Riede Sental begonnen. Wie schon beim Blickenweg sind auch die Trauben vom Sental in einem Top Zustand, mit einen Reifevorsprung von ca. 10 Tagen. Leider liegt der Ertrag aber um ca. 20% unter dem Durchschnitt. Die Qualität ist dafür hervorragend mit 17 Grad Klosterneubuger Mostwaage, die Weintrauben sind extrem intensiv im Geschmack und Duft, so wie wir uns das wünschen. Die Trauben wurden gerebelt, ca. 6 Stunden auf der Maische fermentiert und anschließend schonend abgepresst.

Donnerstag beginnt die selektive Vorlese in den Lagen Wechselberg und Gaisberg. Dabei werden bei den Grünen Veltliner Reben vorsichtig ca. 1/3 herausgeschnitten, die verbleibenden Trauben etwas freigestellt vom Laub!
Es ist sehr wichtig, das die restlichen Trauben frei stehen, Sonnenstrahlen einfangen können und gut durchlüftet sind.

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Geduld muss man haben

Montag, den 28. September 2009

Jetzt sind wir an dem Zeitpunkt angekommen, wo wir eventuell wieder einen Gang zurück schalten können. Die Hauptlese ist vollbracht und jetzt heißt es noch ein bisschen gedulden, noch haben wir unseren Weißburgunder draußen hängen für die Spätlese. Allerdings kann das jetzt gefährlich werden. Da jetzt nur noch wenig für unsere Gäste, die Stare, draußen hängt müssen wir unseren Weingarten gut beobachten. Um ein bisschen ruhiger schlafen zu können, haben wir Netze angebracht damit die Stare es nicht ganz so einfach haben!!

Neben der Spätlese haben wir auch noch unseren Cabernet nicht im Keller. Da es eine sehr spät reifende Sorte ist, müssen wir uns hier noch etwas gedulden!

Ansonsten wird uns natürlich nicht langweilig. Die Rotweine müssen umgepumpt werden, die Weißweine werden abgezogen und natürlich ist der Putzteufel im Hause Wendelin ausgebrochen. Die Presse, der Rebler, die Schläuche, die Tanks, die Boxen, …. Ende nie

bis morgen liebe Weinfreunde!! eure Elisabeth

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1 Sorte, 30 Hände …

Sonntag, den 20. September 2009

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Heute sind wir mit 15 Personen die Zweigelt-Trauben angegangen. An einem Sonntag ist das deswegen möglich, weil viele Zeit haben, die sonst – auch in der Lesezeit – woanders arbeiten als im Weingarten. Soll ja auch vorkommen. Verpflegungstechnisch ist das die Obergrenze des Möglichen: Auf dem Lastwagen am Wegesrand, auf dem vorzugsweise das Mittagsmahl eingenommen wird, haben einfach nicht mehr Platz. Und man müsste eine zusätzliche (also vierte) Kühltasche anschaffen. Das Abendessen wird im Verkostungsraum stattfinden, da hat man für 12 Platz; rückt man halt zusammen.
Die Trauben selbst werden ausgelesen, eventueller Botryits-Befall wird herausgeschnipselt, genauso wie von Traubenwicklern oder Wespen angestochene oder sonstwie untaugliche Beeren. Bei einer solchen Methode wird jede Hand benötigt, um halbwegs beizeiten fertig zu werden. An dieser Stelle vielen, vielen Dank an all’ diese Hände!
Und im Keller? Tut sich natürlich auch was. Die Weißen sind sämtlich im Gär-Endstadium, St. Laurent und Pinot noir sind schon gepresst, der eine Zweigelt wird regelmäßig gelüftet und “maischeuntergetaucht”, beim anderen Zweigelt, der heute geerntet wurde, wird dieses Programm morgen gestartet. Gekühlt werden sie alle – je nach Farbe und Temperatur (die zwei-/dreimal täglich gemessen wird) unterschiedlich.
Nächste Woche geht es weiter mit unserer Hauptsorte (Zweigelt natürlich), mit Blaufränkisch und zum Schluss Cabernet sauvignon. Und dann hätten wir’s auch schon.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Noch Traubensaft oder schon Schwips … oder umgekehrt?

Donnerstag, den 17. September 2009

Die Trauben, die heuer auf unseren Stöcken gewachsen sind, bestätigen unsere Arbeitsweise: seit heuer zertifiziert biologisch – alles gesund und an °KMW mangelt es weniger als nicht, unsere Beeren haben im Vergleich zu konventionellen Trauben eine höhere Gradation.
Die ersten Flaschen des 2009-er haben wir unvergoren gefüllt: Traubensaft in beiden Farben, also weiß und rot. Dass unser Traubensaft weg geht wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, hat auch Gründe (vom Geschmack sehen wir mal ab; der dürfte recht gut gelungen sein, wenn man die Gläser vor der Theke tanzen sieht, die von Kinderhänden gehalten werden, deren Besitzer aber man aufgrund ihrer Größe noch nicht sieht, die aber mehr wollen als nur eine Kostprobe): Saft ist nicht nur ein einfaches Getränk (dass er nur verdünnt sich zum Durstlöscher eignet, haben wir dank allerhand Ratgeber/innen schon behirnt), sondern eine überaus leckere Quelle von gesunden Stoffen (man höre hier wieder den Ratgeber/innen zu). Mit diesem Argument können sich übrigens auch erwachsene Leute, die keine Kinder haben, den Traubensaft zulegen. Erwachsenen Leute, die Kinder haben, haben ohnehin Argumente genug. (Irgendwie hab’ ich das Gefühl, man versucht sich zu rechtfertigen, wenn man Traubensaft beim Winzer kauft. Warum?)
Für Erwachsene beider Fraktionen (mit und ohne Kinder) habe ich noch eine gute Nachricht: Unser Schwips rosé ist bald fertig! Noch geschwind die Kohlensäure dazu, abgefüllt und eingeschenkt ins Glas … Die Zeit nach dem Schwips ist übrigens auch ein guter Grund und wichtiges Argument für den Traubensaft.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Wenn’s drinnen stürmt …

Dienstag, den 15. September 2009

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Lesen kann man allerhand. Aber speziell im Weingarten soll man heikel sein. Schließlich arbeitet man das ganze Jahr, um das Beste aus den Weinstöcken herauszuholen. Und dann will man die guten –  und nur die guten – Früchte zeitig und beizeiten auch im Keller haben. Wir rückten und rücken dieser Tage zu mehreren aus um genau das zu tun: Weintrauben ernten, alle von Hand.
Die gepressten Weißweintrauben liegen schon vollzählig und stürmisch Tank neben Tank (außer Sauvignon blanc: der hat sich schon beruhigt und ist fast durchgegoren). Unser Rosé biegt gerade in die Hauptgärung ein. Pinot noir und St. Laurent liegen natürlich noch auf der Maische – aber schon in der Endgärung.
Momentan lässt sich’s also gut sein, in unsrer Arbeitshalle: Gut warm neben den gärenden Rotweinen; beruhigend plätschernd neben der Weißweintankkühlung; die frischen Trauben vor der Nase; den frischen Sturm (und es gibt nichts besseres, wirklich!) im Glas; gute Aussichten auf den fertigen Wein – und die Hoffnung, dass die Ernte so gut weiterläuft, wie sie begonnen hat. Wenn man zwischen den vielen guten Dingen viel arbeiten muss, na dann kann man auch nichts machen … aber es ist eine schöne Arbeit.

 

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Riesling Wechselberg 2008

Freitag, den 4. September 2009

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Wir freuen uns über den ersten Platz, den unser

Riesling Wechselberg 2008

bei der aktuellen Riesling-Verkostung bis 12,5% der Zeitschrift VINARIA gewonnen hat!

Unter 180 eingereichten Weinen bestach der Riesling Wechselberg 2008 durch Schmelz und Saftigkeit, präsentierte sich mit Aromen von Ananas, Marillen, Orangen und Maracuja.

Dieser Urgesteins-Riesling macht mit seiner zupackenden Art schon jetzt Freude, er bietet sich als idealer Speisenbegleiter für leichte Sommerküche an und wird durch sein Potential auch noch in einigen Jahren Genuss bereiten!

Wir laden Sie ein, unseren Riesling Wechselberg – und natürlich auch unsere anderen Weine – auf unserem Weingut zu verkosten.

Unsere Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag von 9 – 12 und 13 – 17 Uhr. Sonn- und Feiertage haben wir geschlossen.

Weingut Topf
Talstraße 162
3491 Strass

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Unglaublich aber wahr

Mittwoch, den 2. September 2009

Wir versuchen unsere Weine immer sehr langsam vergären zu lassen, dadurch bleibt die Fruchtigkeit besser erhalten. Mit unserem Jungwein geben wir und dabei die größte Mühe!  Deshalb haben wir gleich bei Gärbeginn die Kühlung in Betrieb genommen und versuchen die Gärung so lange wie möglich in Schwung zu halten - und es gelingt, denn er gärt heute, mehr als eine Woche später immer noch und steht. Er hat bereits von den 17° KMW Zucker abgebaut und wiegt heute nur noch 6° KMW.

Bis wir ein eingespieltes Team sind, braucht es noch ein paar Lesetage!! Aber vorerst machen wir bis kommenden Montag eine Pause und lassen die restlichen Trauben noch reifen und an Graden zunehmen. Das sonnige Wetter kommt uns da sehr gelegen! Hoffentlich bleibt der Regen fürs Wochenende aus oder hält sich zumindest in Grenzen!!

Bis dann, eure Elisabeth

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Jungwein 2009

Dienstag, den 1. September 2009

Vorigen Dienstag haben wir einen kleinen Marathon hinter unsgebracht! Wir sind mit den Traktor und einigen Leseboxen von einem Weißweingarten zum anderen gefahren und haben die nur die Gelben und damit reifsten Weintrauben herausgelesen. Wie im vorigen Jahr schon sind wieder die Sorten Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Muskat Ottonell und Müller-Thurgauer vertreten. Die Kombination macht es aus. Zu Hause angekommen werden die Boxen mit dem Stapler in den Rebler gekippt, kommen von dort in die Presse. In unserer pneumatischen Presse können wir die Maische noch 2-3 Stunden stehen lassen um eine schöne Frucht und Farbe zu bekommen. Der Blasebalg in der Presse wird mit Luft aufgeblasen und verhindert das Verletzen der Traubenkerne wodurch ein Austreten der bitteren Gerbstoffe ausgeschaltet wird.

Der Most ist vielversprechend im Duft und schmeckt lecker!! Bis morgen liebe Weinfreunde, eure Elisabeth

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