Monatsarchiv für Juli 2009

blühende Behausung …

Samstag, den 25. Juli 2009

schmetterling

Es ist noch kein Bio-Winzer vom Himmel gefallen … und deshalb haben wir uns einer Gruppe angeschlossen, die in regelmäßigen Abständen mit einem Berater Weingärten (eben dieser Gruppe) aufsucht, um das Wissen um den Bio-Weinbau zu vermehren und um eventuell drohende Krankheiten abzuwenden. In einer Gruppe weiß naturgemäß jeder etwas anderes, man kann Spritzerfahrungen austauschen, Begrünungspflanzen zuordnen, Nützlinge zählen, Blätter untersuchen, … Unsere Begrünung wird ihrem Namen nur in den unteren Stockwerken des Pflanzenreiches zwischen den Zeilen gerecht, das oberste Stockwerk wippt nämlich bunt und blühend im Lüfterl. Und genau diese blühende Decke bildet die Herberge der verschiedensten Nützlinge: Spinnen, welche, die ihre Farbe wechseln können und andere, die das nicht können, Marienkäfer selbstverständlich, mehrere Arten von Wanzen, die beliebte Florfliege, fürs Auge ein paar Schmetterlinge, … räuberisches Getier jedenfalls, das uns die Schädlinge zusammenfrisst und vegetarisches, das ebenfalls seinen Teil zur Symbiose beiträgt. Das Resümee: unsere Weingärten sind ausgeglichen, satt und gesund.
Als nächstes steht das Ausdünnen an: Das Zuviel an Trauben wird hinunter geschnitten. Wir haben uns heuer gegen die Traubenteilung entschieden; die dadurch entstehende Lockerbeerigkeit geht auf Kosten der Konzentration, die Beeren werden größer – wir möchten uns aber die kleinen, hocharomatsichen erhalten.
Bis zur Ernte ist es nicht mehr allzu lange, es wird ruhiger bis dahin. Ein, zweimal noch spritzen (unter anderem mit Kamille und Schachtelhalm zur Beruhigung und Stärkung), dann ein kleiner Urlaub und dann: mit voller Kraft ins Lesevergnügen!

Claudia Hareter-Kroissweingarten
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Qualitätskontrolle

Mittwoch, den 22. Juli 2009

Wir sind noch mit dem Ausdünnen, d. h. wir reduzieren die Traubenanzahl pro Stock auf ein vernünftiges Maß, beschäftigt. Heute wurde bei unserem St. Laurent nochmals Station gemacht. Der Traubenansatz bei dieser Sorte in der Riede Söllnerheide ist heuer bei weitem nicht so groß wie im Vorjahr und so mussten zum Teil nur geringe Korrekturen gemacht werden. Entfernt werden nebenbei noch Weinblätter rund um die Trauben. Unsere Weingärten können sich wirklich sehen lassen: viel Blattmasse mit einer gut durchlüfteten Traubenzone. „ Qualität entsteht im Weingarten“ – auch bei plus 30° C! Übrigens: gut 50 % der St. Laurent Trauben zeigen bereits eine Blaufärbung und kündigen somit den neuen Jahrgang an………….

Weingut Kummer-Schuster, Halbturn
www.kummer-schuster.com

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ausgezeichnet Rosé …

Dienstag, den 21. Juli 2009

rose2008Da er sich nun doch entschlossen hat zu kommen, der Sommer, stellt sich natürlich auch die Frage: Was trinken? Neben Wasser natürlich. Wenn sich die Sonne zu senken beginnt und eigentlich die Tageszeit für Rotwein kommen würde und es aber noch immer über dreißig Grad hat … Rosé natürlich! Ein ganz Leichter, in zwiebelrosa, mit einer tollen Himbeer-Erdbeer-Frucht, spritzig und kalt … Neben einer Gelsenkerze kann man es sich damit draußen ganz schön gemütlich machen bis zum Schlafengehen. Der Unsrige hat sich mit zwei Gläsern im wein.pur ausgezeichnet (Zitat: “… einer der Besten unserer Verkostung …”). Er hat aber auch vorher schon gut geschmeckt …
Apropos Auszeichnung: Der neue Falstaff-Guide ist wieder heraußen. Wir sind wieder drin. Mit allerhand Punkten – sowohl im Rot- als auch im Weißweinbereich. Warum wir uns darüber so freuen: In diesen Guide kommt man nur, wennfalstaff-2009-pickerl man vom Magazin eingeladen wird (im Gegensatz zum Rotweinguide).
Im nächsten Blog erfahren Sie etwas über den Ist-Stand im Weingarten – Arbeit und Wuchs und so betreffend.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Bodenbearbeitung im Sommer

Dienstag, den 21. Juli 2009

Nach zwei erholsamen Urlaubstagen am Schneeberg geht es wieder in die Weingärten. Die ausgiebigen Niederschläge lassen nicht nur unsere Reben gut gedeihen – auch das Unkraut wächst! In den Sommermonaten haben wir uns für offene Böden entschieden; d. h. in den Rebengassen wird der Boden gelockert und frei von Unkraut gehalten. Verkrusteter Boden würde auch sehr leicht bis in große Tiefen austrocknen. Da wir keine chemische Unkrautbekämpfung durchführen setzen wir den Kultivator, der den Boden lockert und das Unkraut an der Bodenoberfläche ablegt, und das Stockräumgerät ein. Letzteres erfasst das Unkraut zwischen den Rebstöcken und hält somit auch die Rebzeilen frei.
Die großen Regenmengen der vergangenen Wochen haben zeitweise ein Befahren der Weingärten unmöglich gemacht. Zum Glück trocknet der Wind bei uns stets rasch ab.

Weingut Kummer-Schuster, Halbturn
www.kummer-schuster.com

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Trendsorte – Sauvignon Blanc

Dienstag, den 7. Juli 2009

Der Sauvignon Blanc ist wieder einmal in aller Munde! Heuer werden auch wir zum ersten Mal unseren Sauvignon ernten und eventuell reinsortig ausbauen. Momentan gibt es in Österreich 3 amtlich zugelassene Sauvignon-Klone.  Er ist eine sehr wüchsige Sorte und es gibt keine allgemein gültige Standort-Empfehlung. Vielmehr liegt diese Entscheidung beim Winzer, der wissen sollte welche Stilistik er produzieren möchte. Entweder einen einfachen, schlanken Wein mit starker Ausprägung “grüner” Nuancen wie Brennessel, Paprika oder grasigen Sauvignon – oder einen komplexen, lagerfähigen, vielleicht sogar im kleinen Holzfass ausgebauten Sauvignon.

Was allerdings auf jeden Fall zu beachten ist, Sauvignon Blanc ist erhöht gegen Winterfrost empfindlich und des weiteren die Wasser- und Stickstoffversorgung der Rebstöcke. Denn dies ist die Voraussetzung für eine ausreichende Aroma Bildung in der Beere.

Mal sehen wie unser Sauvignon wird. Es dauert nicht mehr all zu lange und das Geheimnis kann gelüftet werden!!

bis morgen, eure Elisabeth

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Erster Laubschnitt

Montag, den 6. Juli 2009

Der erste Laubschnitt übt einen besonderen Einfluss auf den Ertrag und die Qualität der heranreifenden Trauben aus.  Die Qualitätsleistung kann durch einen späten Wipfeltermin gesteigert und die Ertragsleistung gemindert werden. Der optimale Zeitpunkt ist, wenn die Triebe zwar noch aufrecht stehen, aber schon ein Umbiegen absehbar ist. Je später man mit dem Laubschnitt anfängt, dest wahrscheinlicher ist es, dass auf das Jahr verteilt einmal gipfeln ausfallen kann, da dann der Wuchs im Jahresverlauf abnimmt.  Ein später Laubschnitt fördert weiters noch die Lockerbeerigkeit der Trauben, was zu einem schnelleren Abtrocknen der Beeren und in weiterer Folge eine Minimierung des Pilzbefalles bewirkt.

Beim ersten Schnitt sollten die Triebe knapp übr dem obersten Draht bzw. in der gewünschten Höhe gekappt werden. Beim zweiten Gipfeln darüber! Optimal für die Ernährung von Trauben nimmt man 7-8 Haupttriebblätter pro Traube an. Das bedeutet für die Qualitätsweintraubenproduktion eine Laubwann von 1,2 – 1,4 m Höhe.

Eigentlich Wahnsinn, was alles zu beachten ist und was man alles bewirken kann!

bis morgen, eure Elisabeth

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