Monatsarchiv für Oktober 2008

Halbzeit – 4:2 für Pfaffl’s Weissweine

Mittwoch, den 22. Oktober 2008

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Hin und wieder bin ich nicht sicher, ob Roman Jun seinen Stapler vor der Tür bereits blind fährt oder gerade kurz eingenickt ist. Jedenfalls sieht es aus, als würde man ihn Endlosschleife fahren lassen. Aber zum Glück handelt es sich weder um einen hängen gebliebenen Kurzfilm der Viennale noch um eine Sisyphosarbeit, denn die Hälfte der Trauben befindet sich bereits unter Dach und Fach oder besser gesagt im Tank und Fass.

Während der St. Laurent mit dem Säureabbau bereits fertig ist und auch der Pinot Noir die Gärung schon beendet hat, wird der St. Laurent kommende Woche als Erster ins Barriquefass umziehen. Nur der Merlot und der Cabernet Sauvignon haben noch etwas Schonfrist.

Auch die meisten Weissweinstöcke sind bereits enttraubt, ausgenommen der Grünen Veltliner, doch diese müssen als nächstes ihr Traubenkleid lassen, denn heute startete bereits die Lese des Grünen Veltliner Zeiseneck – dem würzigen Weinviertel DAC.

Doch wieder hat sich bestätigt, wie wichtig auch die Arbeit im Weingarten ist. Durch das wiederholte Ausdünnen kommen sowohl die Rot- als auch die Weissweine auf eine ausgesprochen gute Zuckergradation. Beim Sauvignon Blanc musste sogar 4 mal in den Weingarten auf die Riede Seiser Am Eck bei Münichsthal gefahren werden bis der Entschluss zur Lese gefasst werden konnte. Diese Rebsorte bedarf besonderer Beobachtung, da sie, besonders bei den derzeitigen Wetterverhältnissen für die Edelfäulnis anfällig ist. Doch auch dieses Sorgenkind ist bereits gut gebettet.

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Weinlese

Dienstag, den 21. Oktober 2008

Am Vormittag Sauvignon Blanc, am Nachmittag Weissburgunder. Wetter + Gradationen: alles bestens!

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Kühle für Sauvignon Blanc – Wärme für Burgunder

Montag, den 20. Oktober 2008

 

Wir setzen bei strahlendem Wetter die Weinlese fort: am Vormittag mit Sauvignon Blanc. Die Gradation der Trauben liegt bei mehr als 19 Grad KMW. Wenn es möglich ist, lesen wir  die Sauvignon Blanc Trauben  bevorzugt in den Morgenstunden. Jetzt hat es ideale sieben Grad Celsius und die natürlich kühlen Trauben werden sofort ins Presshaus gebracht, gerebelt und direkt in der Presse gemaischt. Auf den Einsatz von Zusatzstoffen, die das Aroma noch mehr aufschließen würden, verzichten wir prinzipiell. In den späten Abendstunden wird gepresst.

 

Am Nachmittag werden wir Morillon ernten. Burgundersorten lieben wärmere Temperaturen mehr als fruchtige Sorten. Das beginnt beim Standort im Weingarten, setzt sich bei der Vegetation fort und endet bei der Serviertemperatur des Weines. Wir haben zwei Pressen im Einsatz und die Burgundersorten werden bei uns sofort – ohne Maischestandzeit- gepresst.

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organischer Aufbau für 2009

Sonntag, den 19. Oktober 2008

Die letzten beiden Tage haben wir mit der Ausbringung von organischem Dünger (Biofert) verbracht. Dieser soll unsere Weingärten stärken und deren Bodenleben vermehren, den Boden also beleben … Im Winter wird zusätzlich noch Stroh eingebracht, um die Humusschicht aufzubauen.

Die Witterung ist übrigens ideal für Süßwein, die Botrytis entwickelt sich gut und rasch – zu unserer Freude: Wir können bald unseren Prädikatswein ernten. Diesen wollen wir recht lange lagern können, weil er in unserem Hochzeitsjahr gewachsen ist und zur Silberhochzeit noch immer gut schmecken soll.

Beim nächsten Mal können wir schon detaillierter über den heurigen Jahrgang berichten.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Halbzeit erreicht!

Freitag, den 17. Oktober 2008

Diese Woche haben wir unsere Enzersfelder Veltliner-Lagen, den Grauburgunder sowie die Zweigelt-Lagen in Hagenbrunn und Wien geerntet. Die Trauben unserer besten Rieden wie Aichleiten, Hölle und Kirchberg sowie die Rotweinsorten Merlot und Cabernet werden in etwa 10 bis 14 Tagen folgen.

Diese Woche probten wir mit einer neuen Traubenvollerntemaschine die Weiterentwicklung der maschinellen Lese. Die Technik war überzeugend, da die Trauben praktisch unversehrt ohne Blattwerk u. sonstigen unerwünschten Teilen geerntet werden konnten. Entscheidend erscheint uns, dass bei guter Vorarbeit (eines ausgezeichnet geschulten Leseteams) unerwünschte Trauben zuvor ausselektiert werden können und weiters nur kleine Mengen pro Tag geerntet werden, damit eine rasche Verarbeitung im Presshaus ermöglicht wird. Dies ist bei den meisten Lohnunternehmen leider nicht möglich, sodass wir weiterhin sämtliche Lagen mit der Hand ernten werden und wir mittelfristig die Anschaffung einer eigenen Erntemaschine planen.

Unsere 9-köpfige Mannschaft ist bestens geschult, liest die Trauben in Kisten, die sofort zum Presshaus zur weiteren Verarbeitung gebracht werden. Wir sind mit dem Ernteverlauf sehr zufrieden. Die Gradation lag diese Woche zwischen 17.5 u. 20.5 ° KMW. Glücklicherweise sind die Trauben noch gesund, sodass wir auch keinen Druck haben zur raschen Lese.

Unser erster Jungwein “Junior 2008″, eine Cuvée aus Müller-Thurgau, Grünem Veltliner u. Sauvignon Blanc ist bereits vergoren, sodass wir ihn Ende Oktober abfüllen können. Dieser leichte animierende Wein zeigt sich sehr fruchtbetont mit feinem grasigen Bukett, das zweifellos vom Sauvignon Blanc Anteil stammt.

Die ersten Fassproben lassen auf einen äußerst fruchtbetonten Jahrgang hoffen!

Anita u. Rudi Schwarzböck
www.schwarzboeck.at

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Lesetagbuch

Mittwoch, den 15. Oktober 2008

Derzeit haben wir rund 12% der Ernte übernommen, vor allem Trauben der Frühsorten Müller Thurgau und Frühroter Veltliner. Das Material ist gesund und von guter Qualität, mit 16-17° KMW passen jetzt auch die Gradationen. Diese Woche haben wir mit der Zweigelt-Ernte begonnen, wo es aber bedauerlicherweise doch Ausfälle durch die Zweigeltkrankheit gibt. Auch die Durchlese von Neuburger in Spitz und Grüner Veltliner allgemein in der Wachau läuft auf Hochtouren, zum Glück ist die Wetterlage stabil, also bitte auch weiterhin Daumen halten, dass es so bleibt!
Die ersten Weine gären bereits, einige Müller Thurgau Tanks sind sogar schon durchgegoren und wir arbeiten im Akkord, damit wir die erste Steinfeder und den „Jungen Wachauer“ in diesen Tagen abfüllen können. Alles in Allem – und natürlich vorausgesetzt, dass das Wetter mitspielt – verspricht es ein ausgezeichneter frisch-fruchtiger Jahrgang zu werden. Der Traubenzustand in den Weingärten ist noch immer sehr gut, es wird eifrig durchgelesen und damit werden wir die nächsten Wochen noch schwer beschäftigt sein!
Am 5.11.2008 nimmt Propst Fürnsinn vom Augustiner Chorherrenstift Herzogenburg dann die Jungweinsegnung vor, anschließend laden wir alle herzlich ein, unseren „Jungen Wachauer“ im MAK in Wien zu verkosten. Ich freu mich schon sehr darauf, Sie dort persönlich begrüßen zu dürfen!

Heinz Frischengruber
Kellermeister Domäne Wachau

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Die Haupternte und das Ergebnis

Mittwoch, den 15. Oktober 2008

Die Haupternte ist nun (endlich) abgeschlossen. Was man über den Jahrgang bei uns sagen kann: Auffallend sind einmal die großen Ausfälle durch Hagel und Peronospora. Trotzdem haben wir nie an unserer biologischen Wirtschaftsweise gezweifelt – denn darin sehen wir auch den Grund für die extrem hohe Qualität, die der Rest der Trauben hat. Die Rotweine werden sehr dicht und durch den regelmäßigen Niederschlag – gut verteilt über die gesamte Vegetationsperiode – sehr weich und elegant, durch die kühlen Nächte sind sie mit außergewöhnlicher Fruchtigkeit ausgestattet. Man kann also durchaus sagen, dass der Jahrgang exzellent ist.
Aber wir haben noch nicht alles im Keller: Die Süßweine sind noch draußen und sollen noch etwas an Zucker zulegen.
Was es über uns zu sagen gibt: Der Wein in unserem Keller ist momentan gesünder als wir, die wir allesamt überarbeitet und kränklich sind.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Cabernet Sauvignon Ernte

Samstag, den 11. Oktober 2008

Die Trauben dieser Sorte und auch Blaufränkisch werden in unserem Betrieb meist als letzte geerntet. Beide benötigen eine lange Vegetationszeit um beste Reife zu erlangen. Durch die in diesem Jahr besonders erforderliche Laubarbeit, das konsequente Ertragsregulieren und zuletzt noch durch die warmen Tage dieser Woche konnte ein tolles Lesgut mit gut 19 ° KMW eingebracht werden. Den heutigen Lesetermin haben auch die Stare mitbestimmt; sie sammeln sich zur Zeit – meist vor ihrem Abflug – in riesigen Schwärmen und haben uns in den letzten Tagen arg zugesetzt. Sie fallen in die Weingärten ein und verputzen innerhalb kürzester Zeit ganze Rieden. Nun können wir ruhiger schlafen; mit der heutigen Ernte wurde auch der Leseabschluss für den Qualitätswein gemacht.

Jene Weingärten, in denen die Trauben noch für die Prädikatsweine reifen, haben wir vorsorglich eingenetzt und so vor den Vögeln geschützt. Ein zusätzlicher Aufwand zwar, aber die Ernte könnte sich bis in den November hineinziehen. Es dürfte heuer ein gutes Jahr für die edelsüßen Weine werden. Genügend Feuchtigkeit ist vorhanden, nun auch warme Tagestemperaturen – ideal für den Botrytispilz, der bestimmte Voraussetzungen braucht um sich entwickeln zu können. Auch zeigen die Trauben eine schöne Säurestruktur, die Süßweinen erst ihre Lebendikeit gibt.

Weingut Kummer-Schuster / Halbturn

www.kummer-schuster.com

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Endlich “Altweibersommer”..

Dienstag, den 7. Oktober 2008

Regentage sind während der Weinlese nicht sehr wünschenswert! Die vorige, sehr nasse Woche wurde aber zum Aufarbeiten für einiges “Beiseite-Gelegtes” – sprich Büroarbeiten – genutzt. Es gab zumindest für diesen Bereich ein Gefühl der Zufriedenheit.

Naturgemäß verlangt in diesen Tagen auch der Keller unsere ganze Aufmerksamkeit. So wurden unsere frisch-fruchtigen jungen Weißweine z. T. schon von der Hefe genommen und für die Füllung Ende Oktober vorbereitet. Diese Vorboten des neuen Jahrganges wecken bei unseren Weinfreunden besondere Neugier und Interesse! Abgepreßt wurde auch der St. Laurent 2008; seine Fruchtausprägung ist enorm, die Vielschichtigkeit am Gaumen eindrucksvoll. Die zur Zeit in der Gärung befindlichen Rotweine werden ständig kontrolliert, gekühlt etc… Nach gut vier Wochen Lese-Einsatz- auch das Wochenende wird Arbeitsalltag – läßt die Energie schon etwas nach!

Etwas versöhnt und verwöhnt uns nun das sonnige Wetter und wir sind mit mehr Eifer bei der Ernte; es macht einfach mehr Spaß und Freude. Die Gradationen passen – wir haben heute einen sehr reifen Zweigelt mit gut 19 / 20° KMW geerntet. (Die Auslese-Arbeit war enorm – aber Qualität hat eben seinen Preis.) Das Wetter verspricht zumindest für die nächsten sieben Tage “Altweibersommer” – ideale Bedingungen auch für das Reifen unserer Trockenbeerenauslese.

Weingut Kummer-Schuster / Halbturn

www.kummer-schuster.com



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Edle Davidoff-Cigarren zu Wachauer Weinen und Bränden

Dienstag, den 7. Oktober 2008

davidoff-einladung.thumbnail.jpgAm Samstag, den 4. Oktober veranstalteten wir gemeinsam mit dem Hause Davidoff in unserer eben erst eröffneten „Brennerei“ ein Degustationsnachmittag der besonderen Art. Eine sehr sympathische, überschaubare Gruppe von ca. 25 Gästen, die teilweise sogar aus Wien mit einem von der Autofirma Stahl eigens für diesen Event eingerichteten Shuttle Service kamen, fand sich so gegen 14:00 bei uns ein. Nach einer kurzen Begrüßung in der Vinothek mit einem Glas Grüner Veltliner Steinfeder 2007 Hochrain besichtigten wir zunächst unsere Keller, bevor wir uns dann endgültig den „schönen“ Dingen des Lebens widmeten: Wein, Schnaps und Zigarren! Isabella Benda von Davidoff kommentierte die verkosteten Zigarren, wir gaben einen Überblick über unsere Topweine des Jahrgangs 2007 und lieferten Hintergrundinformationen zu unseren vielfach ausgezeichneten Veltliner-Edelbränden und unseren Top-Raritäten. Den gemütlichen Ausklang der Verkostung bildete eine Auswahl kreativer Köstlichkeiten von Mozza&Jazz – alles in allem ein wunderbar gelungener Nachmittag voller Genuss, Plauderei und regem Informationsaustausch!

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