Monatsarchiv für September 2008

Adrimarsch

Montag, den 29. September 2008

Endlich ist es weit. Wir sind mit der Lese 2008 fertig!!

Heute haben wir also Zeit die Leseboxen, und andere Gebinde endgültig zu säubern und für das nächste Jahr zu verstauen.

Momentan ist es sehr wichtig den Gärverlauf zu beobachten. Wir sind bestrebt die Weißweine langsam vergären zu lassen. Dadurch erreicht man eine höhere Fruchtigkeit. Darum kühlen wir die Tanks.

 Den heurigen St. Laurent haben wir zur Untersuchung gebracht. Er hat bereits fertig vergoren und wurde schon gepresst. Jetzt sind wir gespannt auf das Ergebnis, ob er auch den Säureabbau schon hinter sich gebracht hat. Hätte er das schon erledigt, ist es an der Zeit ihn vom Lager zu nehmen. Danach wir er filtriert um in Ruhe reifen zu können.

Bis morgen! Eure Elisabeth

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Strenge Selektion

Freitag, den 26. September 2008

Zu Wochenbeginn haben wir mit der Vorlese beim Gelben Muskateller begonnen. Gestern regnete es und deshalb werden wir die Ernte erst wieder in der nächsten Woche fortsetzen. Der Leseaufwand ist in diesem Jahr besonders groß. Bei den Trauben gibt es mehr beschädigte Beeren als in den vorangegangenen Jahren und diese müssen von den Lesehelfern mit der Schere sorgsam entfernt werden. Die gefüllten Lesebehälter werden von einem Mitarbeiter übernommen, der die Trauben in eine circa 400 Liter große Box gibt und dabei achtet, ob genau gearbeitet wird. Sobald der Behälter voll ist, wird er ins Presshaus gebracht. Die Trauben werden auf einem Band in den Rebler oder zur Presse befördert und auf dem Weg dorthin nochmals genau kontrolliert.
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Auf dem Foto…. Arbeiten im Keller während der Lesezeit.

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Lesestart bei den Pfaffls

Mittwoch, den 24. September 2008

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Jedes Jahr herrscht um diese Zeit des Jahres Aufregung pur. In den Monaten September und Oktober entscheidet sich alles. Kein Gespräch mit einem Winzer ohne die Lese zu erwähnen. Hat die Lese schon begonnen? Wann werdet ihr beginnen? Wo geht’s los? Und die alles entscheidende Frage: Wie werden die Weine 2008?

Natürlich ist für den Winzer die Beantwortung dieser Fragen halb so schlimm. Vielmehr zittert er um trockenes Wetter, um sein über Monate gepflegtes und prachtvolles Traubenmaterial nun auch zum perfekten Zeitpunkt ernten zu können.
Auch wenn in den vergangenen Jahren immer sehr früh gelesen wurde, ist der diesjährige Lesezeitpunkt normal. Die Gradation der Trauben muss perfekt sein und das dauerte diese Jahr eben etwas länger. Es darf aber auch kein Risiko von Fäulnis eingegangen werden und auch ist Vorsicht vor den Staren geboten. Eine turbulente Zeit für den Winzer.

Doch Roman ist zufrieden mit der bereits gestarteten Ernte und sagt ein gutes Weißweinjahr voraus. „Duftig, frische Weine mit Betonung der Frucht werden im Jahrgang 2008 dominieren“,… so der Jungwinzer. Gestartet wurde mit dem St. Laurent Waldgärten und Ende der Woche wird auch der St. Laurent Altenberg gelesen werden – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit …

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Lesebeginn + Stockentlastung

Montag, den 22. September 2008

Am Donnerstag starteten wir unsere Ernte mit einer „Negativauslese“ im Zweigelt Blau Weingarten: Beschädigte Trauben wurden zu Boden geschnitten. Weniger reife, aber sonst makellose Trauben wurden  gelesen und dann weiter zu rotem Traubensaft verarbeitet. Am Stock bleiben nur wenige gesunde Trauben, die durch diese Stockentlastung noch an Reife gewinnen sollen, um letztlich einen fülligen Rotwein zu ergeben.

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Ein Schlechtwettereinbruch – positiv gesehn.

Montag, den 22. September 2008

Unsere erste Traubenernte des heurigen Jahres galt der Gewinnung von Traubensaft – bei uns traditionell eines roten Traubensaftes -welcher ebenfalls, wie das vergärte Produkt Rotwein , mit seinen positiven gesundheitsfördernden Aspekten punkten kann. Leider kam es jetzt aber zu einem Schlechtwettereinbruch, so dass wir den geplanten Beginn der Haupternte um gut eine Woche verschoben haben. Der überwiegend gesunde Zustand der Trauben und auch jener der grünen Blattmasse hat uns diese Entscheidung jedoch wesentlich erleichtert. Auch dass wir uns durch diese Verschiebung jetzt im September die Teilnahme an Präsentationen und Veranstaltungen erleichtern konnten, haben wir positiv vermerkt. Man präsentiert seine mit viel Herzblut erzeugten Produkte ( Weine ) sicherlich besser und überzeugender, als wenn man durch andere Gedanken und Vorhaben abgelenkt ist. So war zum Beispiel die Teilnahme an der Veranstaltung TOP WEIN N.Ö. in unserer Landeshauptstadt St.Pösten am 20.September, in dessen Rahmen wir unsere Prämiumweine St.Laurent Reserve 06, Piot Noir Reserve 06 und Kräutergarten Cuveè 06 vorstellen durften, ein großer Erfolg. Auch im Rahmen der Tournee des Österreichischen Weinsalons in Salzburg werden wir unser neues Weinkind “Kräutergarten o6″ ein Blend aus St.Laurent und Pinot Noir , gewonnen in einem kräutergeprägten Garten, mit viel Freude präsentieren. Man sieht, auch ein Schlechtwettereinbruch kann positiv gesehen werden.

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sehr geehrte Weinfreunde

Montag, den 22. September 2008

die Ernte des Jahrganges 08 steht an und die Spannung steigt.
Die Trauben schmecken bereits sehr gut und das Wetter spielt auch so halbwegs mit,die Niederschläge halten sich in Grenzen.
Der Vegetationsverlauf war heuer volkommen normal und wir rechnen mit dem Beginn der Haupternte um den 10.Oktober.
Momentan ist im Weingarten keine Arbeit mehr dafür wird im Keller alles vorbereitet.
Wir freuen uns schon auf den Lohn eines Arbeitsjahres.

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Nutzen und Schaden

Sonntag, den 21. September 2008

Der Weingarten steht in keinem Vakuum, er ist umgeben von Flora und Fauna. Von der Flora haben wir sicherlich schon geschrieben … Interessant ist auch die Fauna, sind auch die Nützlinge, deren wir heuer beim Lesen drei mit dem Fotoapparat einfangen konnten. Auf dem einen Bild sehen Sie eine Wanze (ja, tatsächlich ein Nützling); auf einem weiteren Bild eine Spinne (ja, auch die will man im Weingarten haben) und auf einem dritten den Marienkäfer, als in meinen Augen schönster Nützling in diesem Reigen.
Die bittersten Schädlinge des Weingartens mit reifen Trauben sind die Stare. Sie fliegen in Schwärmen, so wie wir einen gestern fotografiert haben – lässt er sich auf einen Weingarten hinunter, sieht’s schlimm aus: Es bleiben streckenweise nur die leeren Kämme an den Reben, wenn‘s arg hergeht, fällt die Ernte der Lage aus. Was tut man dagegen: Man spannt Netze und Bänder, stellt Apparaturen auf, die regelmäßig Warnschüsse oder Vogel-Warnschreie abgeben und man lässt ein Flugzeug fliegen, das die Schwärme von den Weingärten weg treibt. Dem Star, der ja eigentlich ein geschützter Singvogel ist, passiert nichts. Und unseren Weingärten auch (fast) nichts, oder wenig(er) …
Ein Anliegen im eigenen Interesse: Sollte bei Ihnen die Sonne, schicken Sie uns ein paar Strahlen …

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Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Es bleibt spannend: Wir hoffen auf ein großes Finale!

Sonntag, den 21. September 2008

Im Weinjahr 2008 wird das alte Sprichwort war: es wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Das Vegetationsjahr stellte uns Winzer vor so manch großer Herausforderung: durch die hohen Niederschläge kam es zu einem enormen Wachstum. Noch intensiver als sonst mussten wir uns um die Laubarbeit kümmern, damit wir Pilzkrankheiten bzw. Fäulnis abwenden konnten. Hagelschauer von April bis August taten ihres hinzu.  Gleich im Frühjahr haben wir unsere Weingartenmannschaft verstärkt und konnten uns damit noch intensiver um die Qualitätsarbeiten (Laubarbeit, Ausdünnung, Traubenselektion) kümmern. Wir können mit gutem Gewissen behaupten, das wir die besten Voraussetzungen für höchste Traubenqualitäten geschaffen haben. Die Schönwetterperiode Ende August bis Mitte September führte zu einer guten Ausreifung der Beeren und lässt auf ein großes Finale hoffen. Anhand von Reife- u. Säuremessungen in den letzten Tagen sind Vergleiche mit den Jahren 2002 und 2006 durchaus zulässig. 2002 brachte uns fruchtbetonte, trinkanimierende Weine, das Jahr 2006 ausgereifte Weine mit idealer Säure.  Am Mittwoch, dem 17. September haben wir mit der Traubenernte begonnen. Diese ersten Weiß- und Rotweintrauben haben wir für den Traubensaft verwendet. Weiter ging es auf der Lage „in den Brüchen“ wo wir für unseren Junior Müller-Thurgau Trauben ernteten. Abhängig von der Witterung ist die Lese unsers Gelben Muskatellers sowie erste Selektionen des Grünen Veltliners geplant. Wir werden mit der Haupternte zuwarten und rechnen erst Ende September damit. Es bleibt also spannend!

Anita und Rudi Schwarzböck

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St. Laurent schmecken

Samstag, den 20. September 2008

Nach zwei Wochen Maischestandzeit war es heute für unseren St. Lauren soweit: Er wurde gepresst. Der Wein liegt jetzt im großen Holzfass, um seinen biologischen Säureabbau zu machen. Das kann bis in den Frühling dauern oder schon in einer Woche vorbei sein. Dann wird er in die Barriques gepumpt und dort lagern.
Außerdem wurden wir heute von einem Kunden gefragt – nachdem wir ihm von unseren Ernteausfällen berichtet haben – warum wir denn eigentlich auf biologische Wirtschaftweise umgestellt haben. Na ja, Nachhaltigkeitsgedanke und so … aber eigentlich schon auch der kompromisslose Qualitätsgedanke. Man nehme zwei Trauben, eine konventionelle und eine biologische – und schmecke den Unterschied. Das kann man wirklich schmecken.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Leseeindrücke

Freitag, den 19. September 2008

Und heute, da Sie gestern und vorgestern mit der Maische zu tun hatten, geht’s heute ums tatsächliche Lesen. Zweigelt. Heuer – in einem krankheitsbedingt schwierigen Jahr (man denke nur an Peronospora) – war das Lesen eher ein Schnippeln. Man schneidet sich eine Traube von der Rebe – natürlich eine prall gefüllte, keine schlaff herunterhängende oder ganz eingetrocknete (die schneidet man gleich auf den Boden), sieht sich die Farbe an: hat sie leicht rosa Beeren, gibt man sie weg. Ist sie ganz (fast) schwarz, schneidet man die ganz von Peronospora geschrumpelten, harten Beeren heraus. Sollte die Traube schon schimmeln, wird der in diesem Fall unerwünschte Schimmelpilz ebenfalls weggeschnitten, wenn das nicht möglich ist, wirft man die Traube auf den Boden. Hat man nach der Herumschnippelei noch eine Traube in der Hand, kommt diese in die Scheibtruhe. Die volle Scheibtruhe geht in die Box und die in den Keller. Auf diese Weise erhält man Weniges, aber sehr Gutes (ehrliche 19,5 °KMW). Der Arbeitsaufwand lohnt sich. Einige Eindrücke von der gestrigen und heutigen Lese sehen sie unten (wenn sie auf die Bildchen klicken, werden sie größer, so dass man tatsächlich etwas erkennen kann …). Morgen machen wir übrigens Zweigelt-Pause (die anderen Lagen reifen noch ein wenig) und lesen Welschriesling.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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