Monatsarchiv für Juni 2008

Europameister Österreich!

Montag, den 30. Juni 2008

Europameister Österreich –
im Fußball leider nicht, aber was die Verschlusssache Wein betrifft ist Österreich europäischer Marktführer bei Drehverschlüssen.

Natur- oder Kunststoffkork, Drehverschluss oder Glas, das ist die Frage, wenn es um Weinverschluss geht. Bei allen unterschiedlichen Anschauungen, der Drehverschluss hat binnen weniger Jahren die Weinflasche erobert. Und eben hier ist Österreich Europamarktführer. Bereits mehr als die Hälfte aller abgefüllten Flaschen werden mit dem „Dreh“ verschlossen. Laut ÖWM liegt der Anteil bei Jungweinen bereits bei 80%. Man kann davon ausgehen, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist … und jährlich werden es mehr. Ehrlich gesagt, es spricht allerdings auch sehr viel für den Drehverschluss:
• kein Korkgeschmack
• kein undichter Verschluss
• alle Flaschen einer Füllung bieten die gleiche Qualität
• leicht zu öffnen und wiederverschließbar
• auch ein Reifungspotenzial ist gegeben
Alle Experten gehen davon aus, dass für den Drehverschluss in Europa noch ein gewaltiges Potenzial schlummert, wenn man bedenkt, dass in Australien und Neuseeland bereits 90% der Weine mit Drehverschluss verschlossen werden.
Die großen europäischen Weinländer Italien, Frankreich, Spanien stehen zwar erst in den Startlöchern, haben aber bereits ihre ersten Weine mit Drehverschluss auf den Markt gebracht. Wenn man weiß, dass rund die Hälfte der Weltweinproduktion von diesen
3 Ländern kommt, ist es nicht schwer sich das Potenzial für den Drehverschluss vorstellen zu können.

Fazit: Der Drehverschluss wird aus heutiger Sicht in den nächsten Jahren noch enorm an Bedeutung gewinnen, vor allem, wenn die großen Weinländer auf diesen Zug aufspringen.

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Bei den Pfaffls wird jetzt aufgebunden & entblättert!

Montag, den 30. Juni 2008

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Wir können zufrieden sein! Heuer setzte die Blüte mit Anfang Juni ein und ist inzwischen bereits vorüber. Der zweite Arbeitsdurchgang beim Einstricken ist nun auch beendet und der Laubschneider hat die Triebe gekürzt. Damit haben wir schon viel Arbeit für eine perfekte Laubwand erledigt!

Als nächstes kümmern wir uns wieder um die kleinen Reben: Die Junganlagen müssen aufgebunden werden, damit die zarten Triebe nicht abbrechen. Außerdem wird bei den älteren Rotwein-Weingärten die Traubenzone von den Blättern freigestellt. Dies wird gemacht, um die Traubenzone luftig zu gestalten und den Rotweintrauben einen Blick auf die Sonne zu gönnen! Allerdings legen wir Wert darauf, dass die Blätter direkt über der Traubenzone erhalten bleiben, damit den Trauben wenig Schatten geboten wird, denn auch eine Traube kann Sonnenbrand bekommen! Damit wir das schaffen, verrichten wir diese Arbeit im Sitzen und arbeiten uns somit von unten hinauf!

Die Laubarbeit im Weingarten ist uns sehr, sehr wichtig. Gesunde Blätter sind die Grundlage für eine perfekte Photosynthese, welche wertvolle Energie für unsere Trauben liefert. Bevor wir uns dann ans Ausdünnen machen, wird uns diese Arbeit in den nächsten Wochen noch massiv in Anspruch nehmen.

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Sommer im Weingarten

Sonntag, den 29. Juni 2008

die Vegetation im Weingarten schreitet zügig voran.Es fehlt ihm in diesem Sommer wirklich an nichts,ausreichend Regen und Sonnenschein wechseln sich ab.Es gibt aber sehr selten nur Vorteile, und bedingt durch das tropische Wetter mit enormer Luftfeuchte blühen nicht nur der Wein sondern auch die Krankheiten.Mit Herz und Verstand werden hochwertige Pflanzenschutzmittel eingesetzt.
Ein altes Sprichwort sagt,dass zu Sonnenwende die wir in der Wachau am 21.Juni feierten, der halbe Wein verblüht sein soll.Das trifft heuer genau zu.Obwohl die Blüte sehr klein und fast unscheinbar ist,strahlen sie einen betörenden Duft aus.Die ganze Wachau duftete.

In der Traubenzone werden jetzt einige Blätter entfernt um die Trauben luftig zu halten.

Die Weine des Jahrganges 2007 erreichen eine schöne Trinkreife.
Fruchtig und trinkfreudig die Steinfeder und Federspiele, elegant die Smaragde.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer und unfallfreien Urlaub
Familie Schmelz

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Die Kraft in die Trauben und den Kopf in den Schatten

Freitag, den 27. Juni 2008

Die Arbeiten, die der Sommer mit sich bringt, sind das Ausdünnen und Entblättern.
Das Ausdünnen bedeutet in unserem Falle: Traubenteilung bei Zweigelt und Blaufränkisch. Dabei wird den einzelnen Trauben das untere Drittel abgezwickt. Der Zwei-Drittel-Traube steht alsdann die Drei-Drittel-Kraft des Weinstockes zur Verfügung – und sie wächst dementsprechend. Kleiner Kniff, große Wirkung.
Bei der heurigen Entblätterung greifen wir versuchsweise auf eine Neuentwicklung von „Landmaschinen Wieger“ aus Weiden am See zurück: Es wurde ein sogenannter Laubsauger gebaut; der wird vorne am Traktor angehängt und über die Weingärten gestülpt; von der einen Seite werden die Blätter in die Walzen auf der anderen Seite geblasen, welche die Blätter herunternehmen. Dem restlichen Stock passiert dabei natürlich nichts.
Die Entblätterung hat den Sommerbeginn deshalb als richtigen Zeitpunkt, weil sich die Trauben an die Sonne gewöhnen können und deshalb wenig – oder gar keinen – Sonnenbrand bekommen (so wie eine gebräunte Haut, im Gegensatz zu einer schneeweißen, sich auch weniger rötet). Außerdem wird bei der Entblätterung darauf geachtet, dass „der Kopf immer im Schatten“ ist; die Traube kriegt keine Mittagssonne, nur die milden Strahlen am Morgen und am späteren Abend. Ganz so, wie wir’s auch am liebsten mögen.
Der St. Laurent und der Pinot noir bekommen eine Sonderbehandlung: Sie werden von Hand entblättert. Der Ertrag wird bei diesen Sorten nur teilweise reduziert, weil sich diese Stöcke bereits recht gut selbst regulieren, ausbalancieren. Nur vereinzelt produzieren sie zu viele Trauben, die dann komplett weggeschnitten werden.
Jedem Stock so, wie er’s braucht.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Backpulver gegen Mehltau

Dienstag, den 24. Juni 2008

Nach den Flittertagen in Puchberg am Schneeberg geht’s im Weingarten wieder an. Nach dem Nebel und dem Regen um und auf dem Berg lassen wir uns zu Hause im Weingarten die Sonne auf den Hut scheinen.
Hans Kroiss, Vater und Schwiegervater und Chef vom Zentral in Illmitz, hatte seinen Spaß im Lebensmittelgroßhandel als er beim Vorratauffüllen Thomas traf: Der nämlich holte sämtliches Backpulver, rund vierzig Kilogramm. Um es in einprozentiger Lösung über die Weingärten zu sprühen. Diesmal kein Kupfer, kein Schwefel und selbstverständlich (weil im biologischen Weinbau nicht erlaubt und von uns nicht gewollt) keine chemischen Mittel gegen echten Mehltau (Oidium) und falschen Mehltau (Peronospora). Die Pflanzen werden gestärkt. Es möge nützen.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Sommer im Weingarten

Montag, den 23. Juni 2008

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.

Kaum schrieb man sechs Gedichte,

Ist schon ein halbes Jahr herum

Und fühlt sich als Geschichte…. meint Erich Kästner treffend.

Es ist Sommer geworden; besonders zu spüren beim Arbeiten zwischen den stattlich gewachsenen Rebzeilen!(Heute gut 35°C!)

Die frühe Blüte um den 2./3. Juni ist gut verlaufen und die jungen Weintrauben zeigen sich schon in Erbskorn-Größe.

Wir sind bereits mit dem Freistellen der Trauben beschäftigt; d. h. Laub wird im Bereich der Trauben entfernt um Licht und Luft an die Früchte zu lassen. Überflüssiges wird ausgemerzt und wir hoffen mit unseren ganz auf Qualität ausgerichteten Maßnahmen Einfluß auf Traubenentwicklung und -reife erzielen zu können.

Weingut Kummer-Schuster, Halbturn

www.kummer-schuster.com

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Der Duft der Reben

Sonntag, den 15. Juni 2008

Die Rebblüte, die zur Zeit stattfindet, ist ein sehr wichtiges Ereignis auf dem Weg vom Austreib der Reben im Frühling bis zur Ernte im Herbst. Daher wird sie vom Winzer genau beobachtet, um Rückschlüsse für die Qualität und die Erntemenge zu ziehen.

Keine extreme Hitze, nicht zu viel Regen, leichter Wind damit die Bestäubung optimal funktioniert, sind die Wünsche, die wir momentan haben. Der Rebstock braucht während der Blüte keine Insekten zur Befruchtung, der Wind erledigt diese Aufgabe, deshalb ist die Rebblüte optisch eher unauffällig. Aber der zarte Duft der Blüten ist einzigartig, er durchströmt unsere Weingärten und stimmt uns bei der Laubarbeit optimistisch für die zu erwartende Qualität.

Diese zentrale Bedeutung der Reblüte zeigen auch einige althergebrachte Winzerweisheiten:

* Die Rebe blüht, wenn das 13. Blatt am grünen Trieb entwickelt ist.
Der grüne Trieb ist jener Teil des Rebstocks der neu gebildet wird. Er bildet zuerst 13 Blätter und dann beginnen die Gescheine (so werden die Weintrauben vor der Blüte genannt, sie befinden sich meistens auf der Höhe des 3. und 4. Blattes) zu blühen. Man kann also ungefähr abschätzen, wie lange es bis zur Blüte dauert, in dem man die Blätter zählt.

* „Aus den Rebblüten vor dem Johannistag werden Trauben, die ein jeder mag.“
Reben, die vor dem Johannistag, das ist der 24. Juni, blühen, tragen durch die längere Reifedauer besonders ausdrucks- und geschmackstarke Beeren.

* Von der Blüte bis zur Ernte sind es 100 Tage.
Dies bezieht sich auf den Qualitätsstandard von früher. Um das volle Potential der Traube auszureizen, legen wir Winzer heutzutage 20 bis 30 Tage drauf.

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Auf das Bild klicken für Vergrößerung.

Neben der bis bis jetzt schönen Blütephase freut es uns ganz besonders, dass im soeben erschienenen Vinaria-Weinguide unserem Grünen Veltliner Alte Reben 2007 3 Sterne (Wein von hervorragender bis großer Qualität) verliehen wurden. In der Weingüterklassifikation wurde unser Weingut mit 2 Sternen (Weingüter, die zu den besten Österreichs zählen) ausgezeichnet.

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Immer wieder, immer wieder, immer wieder Laubarbeit!!!!

Freitag, den 13. Juni 2008

… es ist kein Ende in Sicht. Kaum sind alle Reben dort wo sie sein sollten, kommt wie heute ein kräftiger Wind. Aber das kennen wir im Seewinkel ja schon!! Trotzdem liegen wir gut in der Zeit und hoffen nächste Woche fertig zu werden.

Die EM wurde natürlich wieder groß geschrieben. Damit hätten wir, so kurz vor Schluss nicht mehr gerechnet, 1:1, was für ein Ergebniss …. immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich!!

Bis dann liebe Weinfreunde, Eure Elisabeth!!

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Arbeiten und EM-Fieber

Freitag, den 13. Juni 2008

Mittlerweile sind wir im Weingarten beim Setzten der Verankerungen und beim Spannen der Drähte angelangt, die Junganlagen sind sozusagen fertig, nun müssen nur noch die Reben wachsen und gedeihen.
In den anderen Weingärten wird gerade Laubarbeit gemacht, die einzelnen Triebe werden in den Drahtrahmen eingestrickt, damit es eine schöne Laubwand gibt. Gleichzeitig werden die Wasser- und Geiztriebe entfernt.
Die Traktorfahrer mulchen zum zweiten Mal, da die Feuchtigkeit, alles sehr schnell wachsen lässt. Ebenso brechen sie jede zweite Zeile wieder auf, man kann fast beim Wachsen zuschauen.
Im Keller wird gerade gefüllt, Chardonnay und Sauvignon blanc Hasel werden gefüllt und werden ins Flaschenlager zum reifen gelegt, damit er dann im Juli wieder ausgeliefert werden kann.
Gestern Abend wurde Fußball groß geschrieben. Mit fast allen Mitarbeiter haben wir zusammen Fußball geschaut. Die Nationenverteilung der Mitarbeiter ist: Österreich, Polen und Deutschland. So war das erst Spiel interessant um die österreichischen Chancen fürs Viertelfinale auszuloten, dasselbe galt für die Polen. Nachdem ersten Tor der Polen, wurde mit Überstunden gedroht, die bei dem Unentschieden, wieder erlassen wurden. Jetzt hofft natürlich jeder auf das verbleibende Ticket.
Welche Nation am Dienstag länger schaffen muss, falls Österreich den Einzug in Viertelfinale verpasst hat, wird sich zeigen. Jeder setzt auf sein Team. Wir halten Österreich die Daumen fest gedrückt.

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Lüften

Donnerstag, den 12. Juni 2008

Da es heute morgen regnete haben wir uns kurzfristig entschlossen, die Weingartenarbeit saußen zu lassen und machten uns im Keller an die Arbeit.

Die Barriqueweine brauchten Luft und deshalb haben wir sie umgezogen. Nachmittags haben wir dann noch den neuen Merlot und den Heideboden 2007 etikettiert.

 Jetzt fiebern wir mit unserem Team mit und drücken ihnen ganz fest die Daumen!!

 Bis morgen, eure Elisabeth

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