Monatsarchiv für Mai 2008

scheiben und drucken …

Donnerstag, den 29. Mai 2008

Gestern kam wieder unser Termotransferdrucker zum Einsatz: Die Etiketten unserer Trilogie wurden eingedruckt. Unsere Dreier-Cuvée kommt nämlich am Dienstag in die Flaschen, die schon in der Arbeitshalle neben den dazugehörenden Korken stehen. Gleich in aller Herrgottsfrühe kommt die fahrbare Füllanlage und dann gehen wir’s an. Sie können sich inzwischen darauf freuen …

Draußen in unseren Weingärten unter der schon starken Maisonne wurde jede zweite Zeile mit der Scheibenegge bearbeitet.

Und unser Hochzeits-Wochenende steht auch schon vor unseren gedanklichen Türen …

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Weingartenarbeiten … oben und unten

Dienstag, den 27. Mai 2008

Die vergangenen Tage waren weingartenarbeitsreich. Es wurde abgeräumt und gejätet: Weg kamen die Triebe mit den meisten Synonymen: Beitriebe, Doppeltriebe, Zwillingstriebe, Nebenaugen, Beiaugen. Meint alles dasselbe und muss weg; das Resultat ist eine Ertragsreduktion um zwanzig Prozent.
Unser gut gewachsener Klee und die pannonische Wicke, die Begrünung also, wurde gemäht. Und in jeder zweiten Zeile die Erde gelockert, um einige Nährstoffe für die nahe Blüte freizusetzen. (Die Stockkultur vor unserem Haus blüht ob der Nachmittagssonne übrigens jetzt schon.)
Vor zwei Wochen haben wir Brennnesseln in Wasser angesetzt. Diese Jauche wurde gestern als erster (!) heuriger Pflanzenschutz ausgebracht.Eine weitere wichtige Arbeit wird draußen gemacht: Einstricken heißt sie normalerweise: Die jungen Reben werden in den Draht gesteckt, damit sie gerade nach oben wachsen und eine schöne Laubwand bilden. Wir haben ein eigenes – mindestens zehnmal schneller funktionierendes – System: Durch spezielle Drahtausleger (von uns selbst gemacht) wachsen die Reben direkt in den ausgelegten Draht hinein. Der Draht wird nur mehr – mitsamt den Reben – „zuhingehängt“ (ums in Dialektlexikonmanier zu schreiben, aber so wird am besten ausgedrückt, dass die Drahtausleger (mit Draht und Reben) am Bagstall befestigt werden). Auf dem Bild (drahtausleger.jpg) kann man’s sehen.
So, jetzt sind sie auf dem letzten Stand ….

 Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Kompliment für Pfaffl’s Sortiment

Montag, den 26. Mai 2008

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Das österreichische Fachmagazin wein.pur hat in seiner Ausgabe 3/2008 den Sonderteil “Best of Austria” veröffentlicht. Dafür war das wein.pur-Team mehrere Wochen unterwegs und hat bei über 300 ausgezeichneten Weingütern die neuen Weine vor Ort verkostet. Dabei beschränkten sich die Autoren darauf, maximal 6 Weine pro Betrieb vorzustellen und versuchten dabei einerseits einen repräsentativen Querschnitt über das Sortiment zu bieten und andererseits besonders sorten- und herkunftstypische Weine hervorzuheben.

Wir freuen uns sehr, dass unser Sortiment bei dieser Verkostungstour besonders gut abgeschnitten hat. Wir dürfen uns zu den wenigen Weingütern zählen, bei denen gleich 4 von 6 Weinen als besonders charaktervoll angesehen werden und 3 von 6 Weinen besonderes Lagerpotential vorausgesagt wird. Wir freuen uns, Ihnen die Verkostungsergebnisse von wein.pur präsentieren zu dürfen:

SYMBOLE
!!! – Tipp der Redaktion für einen charaktervollen Wein, der besonderes Trinkvergnügen bereitet
P – Wein mit Lagerpotenzial für mehrere Jahre

HUNDSLEITEN GRÜNER VELTLINER 2007 !!!
“Limetten, Melone; elegant, feiner Schmelz, dicht, saftig, betont auf hohem Niveau den Trinkspaß, feinwürzig weißer Pfeffer, geht schön auf, samtig und cremig bis zum Abgang, lang, fein.”

GOLDJOCH GRÜNER VELTLINER 2007 P
“Zarte Süße im Duft, Blüten, Honig, gelbfruchtig; mächtig einerseits, dann wieder verspielt und von feiner dunkelbeeriger Frucht und Würze unterlegt, Wacholder, griffig, einprägsamer Stil.”

RIESLING AM BERG 2007 !!!
“Melone, erdig, unglaublich dichtes Aromenspiel, Ananas, rauchige Würze; saftig, fein knisternd mineralisches Spiel, animierender Charme, delikat, mit Spannung und Witz.”

ROSSERN CHARDONNAY 2005 !!! P
“Studentenfutter mit viel Schokolade; elegant, saftig, fein nuanciert, unglaublich animierender Vanillehauch, sehr harmonisch, spannt großen Bogen, feiner Schmelz, in sich ruhend, ausgezeichnet.”

PINOT NOIR 2006 !!!
“Schöner Waldbeerenduft, Hauch Lakritze und Waldboden, süße Aromen; seidige Eleganz, fast schwebende Leichtigkeit, cremig, fein ziseliert, Hagebutten, voller Spannung!”

HEIDROM 2005 P
“Ganz dunkle Aromen, Brombeeren, Schoko, röstig, Lakritze; Powerwein, dazu seidige Eleganz, cremig, geschmeidig, saftig, viel Schmelz und Spiel, animierend, Hauch minzige Note, schwarze Ribisel, dabei kompakt und lang.”

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Manche hat es doch erwischt…

Samstag, den 24. Mai 2008

Gemeint ist der Fruchtbehang unserer Marillenbäume! Die kühlen Temperaturen mit Schneefall zur Blütezeit haben die einzelnen Sorten doch sehr unterschiedlich beeinflußt. Während die sehr frühreifende Sorte Aurora nur vereinzelt Früchte trägt, haben Silvercot und Bergeron kaum Verluste. Die Blütezeit dieser beiden Sorten muß etwas günstiger gefallen sein, denn wie es aussieht, dürfen wir hier einen schönen Ertrag erwarten. Sorgfältig wurde auch ausgedünnt, um die jungen Äste noch nicht allzu sehr zu beanspruchen. Der ausgiebige Regen und die nun wieder angenehmen Temperaturen sorgen für gutes Wachstum. Die Natur im Mai ist auch wirklich eine Augenweide!

Der morgendliche Rundgang in der Anlage hat gut getan. Für das kommende Wochenende brauchen wir auch Energie und Ausdauer! Österreichs wichtigste Weinmesse VIEVINUM, von 31. Mai bis 2. Juni 2008, in Wien – Hofburg lädt wieder zum Weinkosten ein. Und wir würden uns über Ihren Besuch an unserem Stand / 321 im Festsaal der Hofburg freuen!

Weingut Kummer-Schuster, Halbturn

www.kummer-schuster.com

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Ein abwechslungsreicher Tag…

Freitag, den 23. Mai 2008

Die Weingärten zeigen eine tolle Entwicklung und fordern unseren Einsatz; jede Hand ist für die Laubarbeit gefragt. Die frühen Korrekturen für eine gute Verteilung der Reben im Drahtrahmen machen sich bezahlt und ersparen so manchen “doppelten” Handgriff.

Uns waren heute aber auch Handwerker und Monteure willkommen; ein neues Kühlaggregat wurde für einen weiteren Lagerraum eingebaut. Dass nicht immer alles so klappt – wie man es gerne hätte – erfordert Geduld, und nochmals Geduld… Nun funktioniert alles – einen so heißen Sommer wie im Vorjahr wünschen wir uns aber trotzdem nicht.

Am späten Nachmittag war eine Weinverkostung angesagt. Die Gruppe hat im Rahmen eines Burgenland-Besuches ein sehr interessantes Natur – und Kulturprogramm absolviert. Der Besuch im Nationalpark Neusiedlersee und die diesjährige Ausstellung auf Schloß Halbturn hat natürlich müde gemacht. Es erfordert Sensibilität und durch unsere Erfahrung schaffen wir es immer wieder Interesse für den Wein, seine Landschaft, seine Vielfalt etc. zu wecken. Es wurden gemütliche Stunden mit vor allem Diskussionen um den neuen Jahrgang. Der 2007er mit seiner ausgeprägten Frucht und die bei den Rotweinen bereits jetzt vorhandene angenehme Milde hat viele überrascht. Und die Akzeptanz gegenüber den Eigenheiten des neuen Jahrganges haben wir auch diesmal mit Freude festgestellt!

Schließlich musste noch aufgeräumt werden; Gläser, Teller, Krüge etc. werden morgen wieder gebraucht.

Weingut Kummer-Schuster, Halbturn

www.kummer-schuster.com

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Der Weingarten ruft

Freitag, den 23. Mai 2008

Zur Zeit ist unser Bonitursystem wieder ein zentrales Thema für uns, wir haben gerade ein Seminar zum Thema „Boden“ für unsere etwa Mitglieder veranstaltet. Konkret haben Vortragende aus verschiedensten Wissens- und Forschungsgebieten einen Einblick darüber gegeben, wie wir die Bearbeitung des Bodens noch nachhaltiger und noch natürlicher gestalten können. Mehr als 200 unserer Mitglieder haben die Chance zur Teilnahme genutzt, was ein lebendiger Beweis dafür ist, dass unser Bonitursystem wirklich von allen Beteiligten mitgetragen und forciert wird und unser Anliegen, mit der Natur im Einklang zu arbeiten mehr als ein Lippenbekenntnis ist. Apropos Natur: Gerade in diesen Tagen ist eine der schönsten Jahreszeiten, um die Wachau zu besichtigen: der Austrieb der Reben ist zwar noch nicht so weit, dass die gesamte Landschaft grün erscheint, dafür kann man das Profil der Wachauer Berge und ihrer Terrassen noch sehr gut sehen – so kann man gerade jetzt perfekt die verschiedenen Bodenformen unserer Einzellagen erkennen, die sich dann im Terroir unserer Weine widerspiegeln.

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Der Alltag kehrt ein

Mittwoch, den 21. Mai 2008

Letztes Wochenende war in der Wachau einiges los, denn der nun schon traditionelle Wachauer Weinfrühling zog viele Gäste in die Region. Der Wachauer Weinfrühling wartet mit einigen Besonderheiten auf. Zum einen öffnen viele auch sehr renommierte Betriebe einen Tag lang die Kellertüren für ihre Besucher, zum anderen präsentieren die Mitgliedsbetriebe der Vinea Wachau auch erstmals die „Smaragde“ des vorigen Jahrganges. Das war auch bei uns in der Domäne Wachau der Fall und wir freuen uns, dass nach den positiven Rückmeldungen der Fachwelt nun auch die Konsumenten von diesen Weinen sehr angetan waren. Unsere Smaragde vom Kellerberg – Riesling und Grüner Veltliner – haben wir übrigens noch nicht der Öffentlichkeit präsentiert. Diese Spitzenprodukte liegen noch auf der Hefe und gelangen erst im kommenden Herbst, also etwa ein Jahr nach der Ernte, in den Verkauf.

Ein weiteres Projekt, das uns in diesen Tagen stark beschäftigt, ist IFS, also die International Food Standard-Zertifizierung. Diese wird als Qualitätskriterium vor allem im Handel mit Markenprodukten zunehmend wichtiger und bedeutet, dass bei Herstellung und Transport der Produkte besondere Qualitätsstandards gelten, die auch regelmäßig überprüft werden.

Domäne Wachau – Roman Horvath

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Alles wächst und gedeiht bei den Pfaffls!

Mittwoch, den 21. Mai 2008

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Die Reben, die wir Mitte April ausgepflanzt haben, gedeihen bereits prächtig. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wozu die Natur in kürzester Zeit im Stande ist. In den nächsten Jahren werden wir uns nun behutsam um die jungen Reben kümmern, bis sie schließlich in etwa 3 Jahren die ersten Trauben tragen werden…

Währenddessen haben wir in den alten Weingärten das Abputzen der Stämme schon nahezu abgeschlossen. Darunter verstehen wir das Wegbrechen der Triebe, die auf dem Stämmchen des Rebstockes wachsen. Wir führen diese Arbeit zumeist mit dem Messer durch, da sich herausgestellt hat, dass dadurch weitaus weniger Triebe nachkommen. Diese Arbeit beschäftigt uns nämlich die ganze Saison über!

Mit vereinten Kräften und vollem Einsatz geht es nun ans „Einstricken“. Darunter versteht man im Winzerjargon, dass die wachsenden Reben in den Drahtrahmen eingelegt werden. Dabei wird auf eine gleichmäßige Aufteilung der Triebe geachtet. Überschüssige Triebe werden bereits jetzt weggebrochen. Eine lockere, gut verteilte Laubwand ist uns besonders wichtig, denn zu eng liegende Triebe bieten einen Nährboden für Krankheiten und lassen auch keine Sonne zu den Trauben!

Apropos Trauben: Man kann sie schon erkennen! Also nicht direkt, aber immerhin die Gescheine sind bereits gut sichtbar. So werden die Trauben vor der Blüte genannt!

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Merlot am Kaiserberg

Dienstag, den 20. Mai 2008

Die Entscheidung welche Rebsorte auf welcher Lage und auf welchem Boden auszupflanzen, wird immer sehr wohl überlegt.

Unsere Merlot – Jungreben, vor fast vier Wochen gesetzt, scheinen sich auf der Riede Kaiserberg )* wohl zu fühlen. Der tiefgründigere Boden mit relativ guter Wasserversorgung dürfte ein guter Standort zu sein. Die jungen Reben haben die vor der Auspflanzung erhaltene schützende Paraffinschicht bereits durchbrochen und der junge Austrieb zeigt sich schon. Vorsorglich – um die jungen Triebe vor allem vor Wildschäden zu schützen – haben wir den Reben Körbchen aufgesetzt.

Auch wurde der junge Weingarten in den letzten Tagen entsprechend ausstaffiert; d. h. Steher und Drähte für die Unterstützung wurden bereits ausgebracht. Ergiebiger Niederschlag – dank eines Adria-Tiefs – hat heute für einen weiteren Wachstumsschub gesorgt.

)* Die Riede Kaiserberg ist in der Weinbaugmeinde Halbturn, im Weinbaugebiet Neusiedlersee gelegen, die älteste Weinriede; weit hinein kann man von dieser Lage auch in den Seewinkel blicken. Aus einer Zählung um 1715 geht hervor, dass einer unserer Vorfahren bereits ein kleines Weingartengrundstück auf dieser Riede bewirtschaftet hat. Für uns ist diese Aufzeichnung sehr bedeutend, stammt sie doch aus einem Archiv aus Mosomagyarovar, einer nahe von uns gelegenen kleinen ungarischen Grenzstadt. Hier wurden alle Dokumente bis 1921 – dann wurde das Burgenland Österreich zugesprochen – verwaltet.

Weingut Kummer-Schuster, Halbturn www.kummer-schuster.com

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Erfreulicher Witterungsverlauf

Montag, den 19. Mai 2008

Die Witterung ist bei uns in der Wachau derzeit sehr erfreulich: Erste wirklich warme Temperaturen geben einen Vorgeschmack auf den Sommer und glücklicherweise gab gestern und heute wieder schöne Niederschläge. Das führte dazu, dass die Vegetation voll durchstartete, gleichzeitig steht nun aber auch eine der anstrengendsten Arbeiten im Weingarten an, das Jäten (also das Ausbrechen von Trieben am alten Holz). Gut ist auch, dass wir bei der Domäne Wachau und natürlich alle anderen Wachauer Winzer bis jetzt von spätem Frost verschont geblieben sind, sogar die Eisheiligen sind schon vorüber.

Die Eisheiligen Pankratius, Servatius und Bonifatius, deren Name ja schon alles sagt, werden ja nicht zu Unrecht als „gestrenge Herren“ bezeichnet. Seit Jahrhunderten wissen Gärtner, dass man mit dem Auspflanzen von Sommerblumen und der Aussaat von empfindlichen Sämereien bis Mitte Mai abwarten sollte – eben bis nach den Eisheiligen, bei denen oft ein Temperatursturz mit Frostgefahr zu verzeichnen ist. Auch das Hinausstellen von den heutzutage bei uns beliebten Mittelmeerpflanzen wie Oleander oder Olive verschiebt man besser auf die Tage nach den „Eisheiligen“, damit es nicht eines Morgens ein böses Erwachen gibt. Für dieses Jahr schaut es jedenfalls gut aus, die frostigen Männer haben uns mit ihrem kalten Mitbringsel, dem gefährlichen Nachtfrost, verschont.

Domäne Wachau – Roman Horvath

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