Monatsarchiv für Februar 2008

Aktiv im Weingarten

Donnerstag, den 28. Februar 2008

Der Rebschnitt ist fast abgeschlossen; mit dem Anbinden – darunter versteht man das Niederbinden der Fruchtruten an den Drahtrahmen – wurde bereits begonnen. Alles drängt hinaus! Die ungewöhnlich warmen Februar-Temperaturen haben uns zwar einen Arbeitsvorsprung gegeben; eine Fülle von Arbeitsmaßnahmen ist aber in den Weingärten nun zu bewältigen.

Die unterstützenden Teile wie Holzsteher, Verankerungen, Drahtrahmen usw. werden überprüft und wenn notwendig ausgebessert, ergänzt oder erneuert. Vor allem in den älteren Anlagen ist der Arbeitseinsatz mühevoll.

Bei dem zurzeit frühlingshaften Wetter geht die Arbeit aber leichter von der Hand.

Und unser Winzerleben ist recht abwechslungsreich. Eine Weinprobe in Salzburg steht an – vergessen sind dann alle Anstrengungen und Beschwerlichkeiten. Auch macht es unheimlich viel Spaß, Freude und Vergnügen guten Wein in interessierter und aufmerksamer Runde zu präsentieren!

Weingut Kummer-Schuster, Halbturn

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Eine spannende Zeit….

Mittwoch, den 27. Februar 2008

Wir verkosten fast täglich die jungen Rotweine; ihren Werdegang mit zu erleben ist äußerst interessant. Ungemein fruchtig haben sich die 2007er entwickelt, angenehm weich mit enormer Aromatik. Verkostet man einen jungen Zweigelt so sind Weichsel- und Kirscharomen vordergründig. Die Weine charakterisieren Wärme, Sonne und interessanterweise Ausgewogenheit. Dem wetterbedingt doch extremen und wechselhaftem Weinjahr 2007 – milder Winter, kühler März, extrem heißer und trockener Juli, ergiebige Regenperiode im September – hätte man das fast nicht zugetraut.

Interesant auch der St. Laurent; er erinnert uns mehr denn je zuvor an die Burgunder-Linie: klar, feinfruchtig, elegant mit etwas “kühleren” Noten. Einladendes Trinkvergnügen und wunderbare Speisenbegleiter – so ist unser erstes Empfinden!

Weingut Kummer-Schuster , Halbturn

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Zeit und Ruhe braucht der Wein

Dienstag, den 26. Februar 2008

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Herrliches Wetter hier in der Wachau. Die Dichte der Kurzurlauber und vor allem Sonntags-Spaziergänger erhöht sich mit jedem Sonnenstrahl.
Die Steinfeder- und Federspiele sind nun alle gefüllt, lediglich die Riesling Federspiele vom 1000-Eimerberg und vom Loibenberg werden in ca. 1-2 Wochen gefüllt. Die ersten Chargen der Smaragde von der Terrassen-Linie haben wir nun Kieselgur-filtriert. Aber auch hier dauert es mit den Einzellagen und den Weingärten Weißenkirchen noch einige Zeit. Diese bleiben noch auf der Feinhefe um einen Zuwachs an Mineralität, Komplexität und Textur zu erreichen.

Im Weingarten ist der Rebschnitt praktisch abgeschlossen. Die letzten Tage war es recht warm, der Saftfluss hat aber glücklicherweise noch nicht stattgefunden. Es könnte hohe Frostgefahr auftreten wenn es jetzt weiter noch einige Tage so warm bliebe, die Reben in Saftfluss treten und dann die Temperatur auf einige Minusgrade stürzt. Allerdings ist es auch sehr trocken, der Winter hat wenig Feuchtigkeit gebracht. Für einen guten Austrieb und darauf beginnendes Wurzelwachstum sollten nun bald einige Feuchtigkeit kommen.

Domäne Wachau – Roman Horvath

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Die ersten 2007er Weine sind auf Flaschen gefüllt.

Sonntag, den 24. Februar 2008

Endlich war es soweit, am 19. Februar wurden unsere Veltliner im Kabinettbereich , Sandgrube und Thurnerberg abgefüllt.
Die Sandgrube präsentiert sich als jugendlich-frischer Veltliner mit schöner Säurestruktur. Der Thurnerberg duftet fruchtig-pikant und zeigt am Gaumen die typische, vom Schotterboden stammende Mineralik. Beide Veltliner eignen sich sehr gut als Begleiter zu leichten Speisen, für Grillfeste oder Gartenparties.
Nachdem viele Kunden schon auf den neuen Jahrgang warten, wurden in dieser Woche Flaschen etikettiert, verpackt, für den Versand fertig gemacht und die Lieferfahrten eingeteilt.
Stundenweise wird das warme und sonnige Wetter im Weingarten für das Schneiden und Anbinden der Reben genutzt. Bei diesen angenehmen Temperaturen arbeiten wir alle gerne in der frischen Luft. Man merkt schon, dass es jeden Tag ein bisschen länger hell bleibt und so auch mehr Zeit im Weingarten verbracht wird.
In einigen Tagen werden die Männer unseres Betriebes damit beginnen die kaputten Holzsteher auszuwechseln, die Drähte nachzuspannen , abgerissene und durchgeschnittene Drähte zu reparieren. Das Drahtgerüst wird vor dem Austrieb der Reben überprüft, um den Trieben im Sommer den nötigen Halt zu geben.

Anton Hagen
Winzer

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Weingartenarbeit

Samstag, den 23. Februar 2008

Die letzten schönen Tage haben wir natürlich ausgenutzt um in den Weingärten voran zu kommen. Es heißt ja immer, im März muss der Rebschnitt abgeschlossen sein und wir hoffen, dass wir da schon fertig mit dem Anbinden sind, da im März die Mobilisierung der Reservestoffen aus dem letzten Jahr beginnt und im April schon die ersten Lebenszeichen sichtbar werden. Denn da beginnt bei richtigen Temperaturen schon der Austrieb.

 Abends hatten wir diese Woche viele Gäste, die uns vom Eintrag ins Tagebuch abhielten! Aber wenn man so gemütlich beisammen sitzt, vergisst man schon mal die Zeit!

 Eure Elisabeth

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ARBEITSTEILUNG

Dienstag, den 19. Februar 2008

Die Arbeit im Weingarten nimmt momentan viel Zeit in Anspruch! Ein Teil der Familie ist beim Schneiden, der Andere schon beim Anbinden! Das nennt man ARBEITSTEILUNG!

Da es heute morgen allerdings draußen nass war, haben sich die Frauen des Hauses dazu entschlossen den Tag im Trockenen zu verbringen. Die meisten der abgefüllten Flaschen sind deshalb jetzt etikettiert und verbringen die nächste Zeit im Lager.

Mal sehen was der morgige Tag für Wetter bringt!

Eure Elisabeth Wendelin

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Arbeiten im Weingarten

Montag, den 18. Februar 2008

Jetzt ist es so weit, die Weingärten sind geschnitten!!

 Nun ist es daher an der Zeit, die geschnittenen Reben aus dem Drahtgerüst zu entfernen. Wir haben momentan Minusgrade und das ist für diese Arbeit ideal, da sie sehr kraftintensiv ist und durch die anstrengende Bewegung kommt man ganz schön ins schwitzen. 

Die nächste Arbeit ist das Anbinden. Durch das Niederbinden der Triebe werden die Reben zu einem einheitlicheren Austriebsverhalten der angschnittenen Augen gezwungen. Welches wiederum die Arbeit im Sommer wesentlich erleichtert.

 Jeder Arbeitsschritt wird gut durchdacht und sorgfältig ausgeführt, denn so ist jeder weitere Arbeitsgang ein Vergnügen!!

 Eure Elisabeth

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Wein + Wetter

Mittwoch, den 13. Februar 2008

Bei der Verkostung unserer Weine, die fast zur Gänze noch in den Tanks und Fässern sind, fällt auf, dass der Jahrgang 2007  betont mineralisch schmeckt. Das ist eine Facette, die wir sehr spannend finden, einerseits weil die kostbare Eleganz der Weine dadurch nochmals unterstrichen wird, andererseits weil diese Eigenschaft nicht durch die Vinifizierung, sondern immer durch Boden und  Klima bestimmt wird. Im vergangenen Jahr hatten unsere Rebstöcke während der Vegetationszeit bis einschließlich der Lese  hervorragende klimatische Bedingungen. Außergewöhnlich war der niederschlagsarme, milde Winter zuvor. Ob das Wetter im Winter den Geschmack der Weine beeinflusst? Weingut Lackner-Tinnacher

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Vor der ersten Füllung 2008

Dienstag, den 12. Februar 2008

Im Moment werden die leichten Weißweine des Jahrganges 2008 füllfertig gemacht.
Bis jetzt auf der Feinhefe belassen erfolgt vor der Füllung die Kontrolle auf Eiweißstabilität. Sollte der Bedarf bestehen, so wird eine Schönung mittels Bentonit durchgeführt, um dem Wein das überschüssige Eiweiß zu entziehen und spätere Trübungen in der Flasche zu vermeiden.
Dadurch, dass die Weine noch leicht trüb sind, ist ihre Frucht noch verschlossen. Grundsätzlich jedoch zeichnet sich der Jahrgang 2007 durch seine Eleganz, Finesse und Ausgewogenheit aus. Wir konnten im Jahr 2007 vollreife und gesunde Trauben mit passender Säurestruktur ernten. Diese Finesse und Eleganz spiegelt sich nun in den Weinen des Jahrganges wieder.
Nach einer eventuellen Schönung werden die Weine filtriert, der freie Schwefel kontrolliert und zur staatlichen Prüfnummer eingereicht.
Bis wir das Prüfnummern-Ergebnis erhalten, werden die nötigen Flaschen geordert und der genaue Termin für die Füllung festgelegt. Voraussichtlich der 25./26. Februar. Abgefüllt werden die leichten Weißweine mittlerweile zu Gänze in Flaschen mit Schraubverschluss, eine Entscheidung, die bislang auf ungeteilte Zustimmung gestoßen ist.

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Die Pratsche

Dienstag, den 12. Februar 2008

Wir haben vor 2 Jahren den Kauf der Lage obere Pratschkräftn abgeschlossen. Da es eine Top-Lage ist, dauerte der Kauf 7 Jahre lang!, da jeder Verkäufer nur ein ganz kleines Stück besaß. Jetzt endlich geschafft, haben wir voriges Jahr Blaufränkisch ausgepflanzt. Die kleinen Reben sind trotz der Trockenheit im vorigen Jahr sehr gut gewachsen, da einige Fläche schon seit Jahren brach gelegen sind und sich der Boden dementsprechend ausruhen konnte.
Gestern wollten wir die Holzpfähler in den Boden schlagen, der überwiegend aus Kalk besteht. Dieser Kalkboden weist so große Kalksteine auf, daß das Einschlagen des Holzpfahles per Hand oder Maschine am Traktor unmöglich war. Jetzt befinden wir uns gerade auf der Suche nach einem größeren Gerät. Bei solchen Arbeiten bin ich jedesmal von dem hohem Muschelkalkgehalt in unseren Böden erneut überrascht. Das wird ein großer Wein werden :-) ).

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