Monatsarchiv für Januar 2008

Die Natur schläft, die Arbeit im Keller erwacht

Donnerstag, den 17. Januar 2008

Im Keller ziehen wir heute den Chardonnay Sinner 07 und Pinot Blanc Seeberg 07 von der Grobhefe ab und lassen die beiden ab jetzt auf der Feinhefe bis zur Füllung im April liegen. Beide Weine präsentieren sich dicht, finessenreich und elegant, und ich freue mich schon, wenn Sie in der Flasche sind.
Parallel dazu, verkosten wir alle Barriques im Keller von jedem Wein, jeder Lage, da wir ja all unsere Lagen separat ausbauen und erst später vereinen. Ganz schön spannend zu sehen, wie sich die Rotweine 06 entwickelt haben. Man kann zurecht von einem großem Jahrgang sprechen! Die Rotweine 06 sind sehr kraftvoll, kompakt, mit viel Tannin und tragen alle Voraussetzungen für einen langlebigen Wein in sich. Großartig!!

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Rebschnitt

Mittwoch, den 16. Januar 2008

Die Südsteiermark ist wieder schneefrei und wir nützen die Zeit für den Rebschnitt. Wie im gestrigen Beitrag vom Weingut Schmelz sehr gut beschrieben, ist dies auch für uns eine schöne Arbeit. Zwar ist es eine kraft- und zeitaufwändige Tätigkeit (eine Stunde geschnitten und die Zeile ist immer noch nicht fertig), aber der Blick und die Gedanken gehen in die Zukunft. Wie wird sich der Rebstock entwickeln, wie wird das neue Weinjahr? Und Träume, dass wir  in diesem Herbst die beste Qualität aller Zeiten ernten werden, sind erlaubt. Wilma Tinnacher

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Wir wünschen allen Weinfreunden ein gutes neues Jahr

Dienstag, den 15. Januar 2008

In den Weingärten wurde mit dem Rebschnitt begonnen, eine sehr wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe. Mit einem knappen Anschnitt der Reben beginnt das erste
Qualitätsmerkmal des neuen Jahrganges. Fast liebevoll muss man auf jeden einzelnen Rebstock eingehen, jeder ist anders. Eine sehr schöne Arbeit.

Im Keller werden die Weine nach wochenlanger Lagerung auf der Feinhefe mit Filterhilfsmittel vorfiltriert. Dabei werden ihnen die groben Trüb-und Hefestoffe entzogen.
Die Smaragde bleiben noch einige Zeit auf der Feinhefe.
Täglich wird verkostet und es ist sehr spannend wie sich der Jahrgang weiterentwickelt.
Sehr fruchtig und trinkfreudig die Steinfeder und Federspiele, ausgewogen die Smaragde.
Es verspricht ein sehr guter Jahrgang zu werden.

Unser Sortiment wurde heuer um zwei Weine erweitert. Gr. Veltliner und Riesling Federspiel. Die Trauben sind aus sehr guten Wösendorfer Lagen.Sie kommen unter der Bezeichnung “TOM” im Frühjahr in den Verkauf.

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Eisweinlese

Sonntag, den 13. Januar 2008

Bei eisiger Kälte (Das Thermometer zeigte minus zehn Grad Celsius) ernteten wir am  25. Dezember Rieslingtrauben für Eiswein.  Um vier Uhr morgens begann die Lese im schnee- , raureif- und vogelschutznetzbedeckten Weingarten im  Scheinwerferlicht der Traktoren. Sechzehn Personen – Mitarbeiter, Nachbarn und Familie – halfen, und knapp vor sieben Uhr waren fünfundzwanzig Butten mit  fest gefrorenen  Rieslingtrauben gefüllt. Der Pressvorgang dauerte beinahe einen Tag, das Mostgewicht beträgt 35 Grad KMW. Wir freuen uns sehr!
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Vom Nebel bis zur siebten Wolke …

Samstag, den 12. Januar 2008

Momentan zeigt sich der Seewinkel nicht von seiner sonnigen Seite. Der Nebel hängt über den Weingärten, die schon geschnitten werden wollen. Also stehen wir im Nebel, in der Kälte und schneiden mit klammen Fingern … am Abend hat sich schon Eis auf den Reben gebildet. Das war vorgestern.

Gestern hat es geregnet, es war kalt und nebelig – wir blieben zu Hause, erledigten ohnehin anstehende Büroarbeiten, aktualisierten die Bioaufzeichnungen.

So richtig Tag wurde es auch heute nicht, aber so richtig kalt auch nicht. Wir nutzten dieses so-la-la-Wetter nicht im Weingarten und nicht im Keller, wir bereiteten eine Hochzeit vor, nämlich unsere. Aber das ist eine andere Geschichte. Eine auf Wolke sieben, eine die Gemüt und Witz verlangt … und vor allem gute Nerven; eine schöne Geschichte, ganz in weiß zum ersten Mal am kommenden Dienstag in der Umkleidekabine …

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Eiswein – Fortsetzung?

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Man entwickelt sich zum Wetterexperten; Radio- und TV-Wettervorhersagen entgehen einem kaum und das Warten auf eine eisige Nacht zehrt ein bißchen am Gemüt. Und gefiederte (nicht unbedingt willkommene) Erntehelfer machen die Entscheidung zur Lese auch nicht einfach. Gut 40 % der Trauben – trotz Benetzung der Rebstöcke – wurden von den Vögeln bereits geholt. Der nahe gelegene Neusiedlersee und Nationalpark ist Heimat und Lebensraum unserer gefiederten Freunde (trotz allem Schaden den sie anrichten); es ist für die Tiere nur natürlich in großen Scharen auszuschwirren und sich die wenigen süßen Trauben zu erkämpfen.

Gemessen wurden nun am Freitag/ 4.1.2008 gegen 18 Uhr ca. 5° minus und eine frostige Nacht war angesagt. Wir erreichten nachts ca. -7°C; für das schon relativ eingetrocknete und bereits sehr süße Traubenmaterial doch zu wenig.

Die Trauben müssen laut dem österreichischen Weingesetz im gefrorenen Zustand geerntet und abgepreßt werden. Je süßer die Trauben nun sind und je weniger Saftanteil vorhanden ist, umso tiefere Temperaturen werden benötigt.

Es würde sonst auch der so typische Eisweingeschmack fehlen. Eiswein erinnert mich auch ein bißchen immer an ein “Seidenzuckerl”: feine Balance von Zucker und Säure, zartes Biskuit und individuelle Frucht- und Kräutervielfalt (Orange, Mandarine, Minze, etc….) .

Wie es aussieht, werden wir auf diese Weinspezialität wohl heuer verzichten müssen; der große Ernteaufwand würde sich für die zu erwartende sehr geringe Erntemenge nicht lohnen.

Eiswein geernetet werden konnte in dieser Nacht von einigen Winzer-Kollegen im Seewinkel; aber auch sie mussten sehr große Ernteverluste hinnehmen. Eiswein wird also eine Rarität bleiben!

Zum Glück kommen wir nicht viel zum Nachdenken. Mit dem Rebschnitt wurde bereits begonnen. Die ersten Weißweine werden für die Abfüllung “fit” gemacht…. Das neue Jahr kann beginnen…

Weingut Kummer-Schuster/ Traude Schuster – Halbturn

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Spannende Weißweinserie 2007

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Nachdem wir die einzelnen Veltliner-Weine für den Weinviertel DAC ausgesucht haben, wurden diese durch Filtration von der Hefe getrennt und vermählt. Nach einiger Zeit der Harmonisierung werden wir diesen Wein abfüllen.
Unsere Lagen-Veltliner Sätzen-Fürstenberg, Hölle und Kirchberg zeigen bereits tolle Anlagen. Wir lassen sie noch einige Monate auf der Hefe reifen, um ihnen noch mehr Komplexität zu verleihen.
Ziemlich extrem ist heuer unser Grauburgunder ausgefallen. Soviel Extrakt hatte der noch nie! Braucht natürlich noch Zeit, wird aber ganz groß.
Unser leichtes Rotweincuvée Vivre zeigt sich schon recht fruchtig und offen. Den können wir demnächst schon abfüllen.

Rudolf und Anita Schwarzböck
www.schwarzboeck.at

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Rebschnitt und Motivation …

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Thomas Hareter Nach den Ruhetagen zu und nach Weihnachten, nach dem Jahreswechsel, ging es vorgestern zurück in den Weingarten. Aber nur kurz. Denn dann hat es geregnet … Ganz im Gegensatz zu gestern: Beim Rebschnitt schien uns die Sonne aufs Haupt, die auftauende Erde klebte an den Gummistiefeln. Die frische Luft tat dem Übersättigten gut, die Bewegung zwischen den Reben machte uns munter. Nachdem auch unsere Arbeit mit positiver Bestätigung leichter von der Hand geht, auch wir gerne die Früchte unseres Wirkens nicht nur im Weingarten kosten und auch wir uns freuen, wenn es unseren Freunden schmeckt, nehmen wir die Einladungen zu Verkostungen und Prämierungen oft auch an. Die Ergebnisse sind dann auch recht motivierend: 

Sauvignon blanc 2006 – 89 Punkte (a la Carte)
Zweigelt Alte Reben 2005 – 87 Punkte (falstaff)
Blaufränkisch Alte Reben 2005 – 90 Punkte (a la Carte) & best buy 88 Punkte (falstaff) 

Über diesen schönen Bewertungen durch andere sollte man aber nicht vergessen, sich selbst und seinen Grundsätzen treu zu bleiben. Denn es wechselt nicht nur das Glück in der Zeit, sondern auch die Verkoster bei den Prämierungen. Die Beständigkeit im Streben nach dem Bestmöglichen und die daraus resultierenden Weine werden belohnt durch das Vertrauen unserer Kunden, die nicht selten zu Freunden werden – denen es schmeckt. Das ist langfristig motivierend. 

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at  

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