Monatsarchiv für Januar 2008

Keller Neu und Perlendes

Dienstag, den 29. Januar 2008
Keller neu
Stahltanks im neuen Domäne-Keller

Jede Zeit des Jahres bringt so seine Schwerpunkte mit sich. Im Keller sind fast alle Weine (nicht ganz alle, der eine oder andere Top-Smaragd ziert sich noch) durch gegoren. Bis die Smaragde abgefüllt werden ist ja noch lange Zeit. Wir lassen seit dem Jahrgang 2005 die Weine bewusst sehr lange auf der Feinhefe. Dies ist leichter gesagt als getan, denn es bedeutet auch einen erheblichen Mehraufwand. Leicht kann die Entwicklung auch ins Negative umschlagen, wenn plötzlich Reduktionsnoten auftreten. Daher ist ein tägliches (oft zweimaliges) Verkosten der Weine wichtig. Bei über 80 verschiedenen Chargen und Tanks ein schöner Brocken Verkostungsarbeit. Aber es zahlt sich aus, die Weine sind frischer, mineralischer, individueller und auch langlebiger.
Der im August fertig gestellte neue Keller (70 neue Tanks, in Summe 1 Mio. Liter Kapazität und damit auch einer der größten Kelleranlagen in Österreich) war uns schon eine große Hilfe für diesen Jahrgang. Zunächst ist es ein viel einfacheres und flexibleres Arbeiten und zusätzlich war es auch keine kleine Ernte, Kellerkapazitäten sind da schon entscheidend.
Nun fahren wir (Autor und Kellermeister Heinz Frischengruber) Richtung Gols. Was machen Wachauer in Gols? Wir haben bei Szigeti unser neuen Top-Wein liegen. Mit dem Jahrgang 2005 haben wir mit einem Prototyp Riesling-Sekt begonnen. Zunächst eine kleine Menge um abzutasten was qualitativ möglich ist, worauf man schauen muss. Der Jahrgang 2006 wird im Sommer dieses Jahres erstmals offiziel vorgestellt. Unser Ziel ist nicht bescheiden: Riesling-Sekt Brut Terrassen der Domäne Wachau soll einer der besten Riesling-Sekt im deutschsprachigen Raum werden! Und Szigeti ist diesbezüglich ein Spitzenbetrieb, wenn es um Top-Sekte geht. Wie unsere Verkostung ausgefallen ist, berichten wir in Kürze.

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Aktuelles aus Weingarten und Keller

Montag, den 28. Januar 2008

Frühlingshaftes Wetter in den vergangenen Tagen hat uns zu einem ordentlichen Vorschub beim Rebschnitt verholfen; die älteren Kulturen erhielten bereits diese erste, sehr wichtige Maßnahme zur Qualitätsregulierung. Die Holzreife ist gut – ein bißchen machen wir uns Sorgen, das warme Wetter könnte die Reben zu früh in den Saft gehen lassen und ein Kälteeinbruch Schaden anrichten.

Viel gibt es im Keller zu tun; die jungen, “leichtgewichtigeren” Weißweine werden bereits zur staatlichen Prüfnummer eingereicht und warten auf die Abfüllung.

Der Vorrat an Flaschenkapseln, Etiketten, Kartons etc. wird überprüft und – wenn erforderlich – ergänzt.

Diskussionen um die Frage Naturkork oder alternative Verschlüsse beleben unseren Alltag ganz nebenbei. Wir bleiben aber bei unserer Linie und bei den Rotweinen ist nach wie vor der Naturkork die “erste Wahl”. Nach Rücksprache mit unseren Kunden und einer aktuellen Studie zufolge (s. Fachzeitschrift “Der Winzer”, Ausgabe 01/2008) werden vor allem schöne, satte Rotweine mit dem Naturkork-Verschluss identifiziert.

Unsere frischen, sehr fruchtigen und klassisch trocken ausgebauten Weißweine erhalten einen Schraubverschluss und damit auch einen praktischen Aspekt. Bei Gusto auf ein frisches Glas Wein oder einen schnellen Aperitif , für ein Picknick, für ein Grillfest etc. ist der Drehverschluss ein unkomplizierter und geeigneter Helfer. Wir freuen uns auf unsere jungen Weißen; sind sie doch ideale Begleiter für verschiedenste Anlässe.

Weingut Kummer-Schuster / Halbturn, Traude Schuster

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Rebschnitt

Samstag, den 26. Januar 2008

Heute war wieder einmal ein herrlicher Jännertag. Natürlich nutzten wir diesen um mit dem Rebschnitt in den Weingärten voranzukommen! Wir schneiden unsere Weingärten alle selber und haben dann Anfang März Helfer, welche das geschnittene Rebenmaterial aus dem Drahtrahmen herausziehen. Dieser Arbeitsvorgang  ist für uns sehr wichtig. Wir sind der Meinung, schon jetzt einen Schritt zur Qualitätsproduktion zu starten!

 Die zweite Hälfte des Tages waren wir fleißig beim Etikettiern und Verpacken. Es tut gut zu wissen, wieder eine Arbeit erledigt zu haben.

Für morgen ist eine Tour in den Westen des Landes geplant. Die ganze Famile unternimmt eine  Österreichtour!!

 Liebe Grüße,

ELISABETH WENDELIN

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Ortsweinkost

Donnerstag, den 24. Januar 2008

Wie jedes Jahr veranstaltete der Weinbauverein Gols im Jänner die Ortsweinkost. Jedem Winzer ist es möglich 2 Weine seines Jahrganges 2007  zur Verkostung  mit zu bringen.

 Gols ist die größte Weinbaugemeinde. Deshalb haben wir auch die Möglichkeit viiiiele Proben zu verkosten, zirka 400 an der Zahl! Die Verkostung wird in 2 Tagen abgehalten – zum Glück!! Die Weine werden verdeckt verkostet. Eine Fachjury und jeder einzelne Winzer verkostet jeden Wein. Nach jeder Sorte wird ein Resümé gezogen und die einzelnen Weine durchbesprochen. Letztendlich gibt es jeweils einen Sortensieger.

Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, kommt es immer wieder zu hitzigen Diskussionen. Dies soll aber nicht negativ gemeint sein, sondern kann durchaus interessante Aspekte hervorrufen. 

Nun habe ich vom vielen Verkosten einen ausgetrockneten Gaumen. Nichts desto trotz gönne ich mir jetzt noch ein Betthupferl (=1 Glas Heideboden)!!!

eure ELISABETH WENDELIN

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Der erste Schritt zur Qualität

Donnerstag, den 24. Januar 2008

Nachdem wir vorige Woche im Keller verbracht haben, um die meisten Weine von der Feinhefe zu filtrieren, der erste Fülltermin ist für Mitte Februar angesetzt, ist diese Woche ausschließlich Weingartenarbeit angesagt.
Der Rebschnitt, der von Jänner bis März durchgeführt wird, ist die erste Arbeit im Jahr, bei der man auf die Qualität des Weines als Winzer Einfluss nehmen kann. Man kann dadurch Ertrag und Wuchskraft der Reben regulieren und einen luftigen, lockeren Stockaufbau gestalten, bei dem die Triebe und Trauben des kommenden Jahres optimal besonnt werden. Diese wichtige Aufgabe wird bei uns ausschließlich von Familienmitgliedern durchgeführt.
Später im Sommer kann man noch viele Male durch Laubarbeit Feinjustierung betreiben, aber die Grundeinstellung wird durch den Rebschnitt vorgenommen.

Anton Hagen
Winzer

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Süßer Eiswein

Dienstag, den 22. Januar 2008

Heute war ein Winzerkollege bei uns zu Besuch. Er erzählte uns, dass er noch Weintrauben draußen hängen hat mit denen er eigentlich Eiswein produzieren will. Leider sanken die Temperaturen immer nur an einzelnen Orten und für wenige Stunden so tief, dass die Trauben gefrieren konnten. Dies war allgemein eine schwierige Situation und führte zu einer untypisch langen Eisweinsaison, oder auch nicht!? Wir sind sehr froh, heuer bereits alle Weintrauben im Keller verarbeitet zu haben.

Da diese Woche wieder Vollmond sein wird, und dabei die Temperaturen vielleicht noch sinken werden, wartet unser Winzerkollege noch diesen Kälteeinbruch ab. Ansonsten hat er ein großes qualitatives Defizit zu verzeichnen und kann aus den Trauben “nur noch” einen Prädikatswein niedrigerer Stufe ernten. Allerdings ist zu beachten, dass durch kurzfristigen Frost, der Wein eventuell Frostgeschmack  mit sich bringt. Dieser ist bei Eiswein kein Problem. Jedoch kann er bei allen anderen Prädikatsstufen als störend empfunden werden.

Heute hatten wir einen diskussionsreichen Tag. Solche Sorgen plagen im moment so manche Kollegen.

ELISABETH WENDELIN

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Das Jahr hat begonnen

Dienstag, den 22. Januar 2008

Man könnte meinen die Zeit im Winter ist etwas ruhiger, doch der Schein trügt. In den Weingärten hat der Rebschnitt beschwingt begonnen. Das warme Wetter der letzten Tage war einfach herrlich dafür. Schon fühlt man das Gras etwas grüner, der Boden hat die Winternässe gut aufgenommen und beginnt langsam abzutrocknen. Dennoch der Großteil der Arbeit ist derzeit im Keller. Die frisch-fruchtigen Weißweine sind fertig und bereits in Flaschen gefüllt. Der Graupert/ Grauburgunder liegt noch auf der Feinhefe, die ab und zu aufgerührt wird. Wir haben uns in diesem Jahr entschlossen ihn direkt von der Hefe weg zu füllen. Noch wirkt er etwas verschlossen. Doch nach einiger Zeit im Glas entfaltet sich ein frisch-blumiges Bukett, würzig und zart cremig am Gaumen mit langem Nachhall. Das bestätigt uns in unserem Ausbau und wir werden ihn wohl noch zwei/drei Monate weiter reifen lassen. Bei den roten 2007 steht erst der erste Abstich an. Das bedeutet viel Kosten im Vorfeld. Der Abstich erfolgt meistens über Luft, das heißt der Wein plätschert aus dem Fass oder Tank in eine Wanne, hat Luftkontakt und kann diese für weiteres Reifen und Atmen aufnehmen. Von der Wanne läuft der Wein in den nächsten Tank, befindet sich dieser in der unteren Etage, so können wir diesen Prozess ganz einfach mit Hilfe der Schwerkraft und ohne Pumpvorgänge bewerkstelligen. Zurückbleibt das Depot aus abgesunkenen Feinhefe-Beständen, das wir zum Verrotten wieder in unsere Weingärten bringen.

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Finale für die Klassiker

Dienstag, den 22. Januar 2008

bald ist es soweit: unsere klassischen Weine (Weinviertel DAC Classic, Riesling Classic) werden bald abgefüllt, doch vorher gilt es noch, den letzten Feinschliff der Weine zu machen – schließlich gibt es dann kein zurück mehr, sobald der frische junge 2007er in der Flasche ist. Ich, und vor allem meine Kunden, sollten den Wein bis mindestens Anfang bis Mitte 2009 in voller Pracht genießen können.

Da mein Weingut auch dafür steht, daß unsere Weine eine typisch mineralische lebendige Säure haben, werde ich auch heuer keine Säurekorrektur machen. Am liebsten hätte ich es, wenn ich absolut keine Weinbehandlungsmittel zugeben müsste, aber ohne geht es nie! (zumindest nicht beim Schwefel). Die klassischen Weine sind schon alle von allen Schwebestoffen (v.a. Hefen) durch Filtration getrennt worden.

1 Wein gärt sogar noch…wie fast jedes Jahr ist es ein Riesling, der “Urgesteinsriesling Alte Reben” hat seine Gärtätigkeit leider schon fast eingestellt – sollte für mich selbst kein Problem sein: wenn es im Frühjahr wieder etwas wärmer wird, wird sich die Hefe wieder erfangen und der Wein wird weitergären…ich schätze, daß ich den Wein dann im Herbst abfüllen kann. Diese Technik ist mir bestens bekannt von meinem Praxisbetrieb “Zind-Humbrecht” im Elsaß.

Probleme könnte es eventuell im Verkauf geben, denn den Wein werde ich dann erst wahrscheinlich im Jahr darauf in den Verkauf bringen.

Denn wer von Ihnen, liebe Leser, würde im März 2008 noch einen 2006er Weißwein haben wollen? Vielleicht ist der Prozentsatz hier in diesem Blog größer, aber den meisten ist doch ein frischer, fruchtiger Wein lieber.

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Frühlingserwachen

Montag, den 21. Januar 2008

Bei diesen Temperaturen im Jänner findet man in allen Weingärten fleißige Rebschneider!! Auch wir zählen uns zu diesen Fleißigen!! Wichtig ist uns dabei der Schnitt, damit der Stock im nächsten Jahr nicht zu stark belastet wird. Wir schneiden also einen Strecker und entfernen sorgfältig den Rest, um unnötigen Austrieb zu vermeiden. Da der Rebschnitt die Lieblingsarbeit des Hausherren ist, wird diese von ihm gern erledigt.  Momentan ist der männliche Teil des Weingutes Wendelin auf Grund der Grippewelle still gelegt. Der weibliche Anteil, welcher drei Viertel des Haushaltes ausmacht, arbeitet aber fleißig weiter.

Auf weitere Gesundheit freut sich

ELISABETH  WENDELIN

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Die Weinkultur siegt

Freitag, den 18. Januar 2008

Höchst erfreulich ist die Tendenz,  auch den Weissweinen wieder mehr Zeit für den Ausbau und die Reifung  zu geben.  Die Weingüter der Steirischen Klassik  haben sich geeinigt, dass man mit der Füllung der Weine bis zumindest März des der Ernte folgenden Jahres zuwartet. Nur Welschriesling kann  bereits im Dezember des Erntejahres gefüllt werden.

In diesem Jahr sind  Februarfüllungen als Übergangslösung noch möglich, aber für den  Jahrgang 2008 gelten die neuen Richtlinien.

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