Monatsarchiv für Dezember 2007

Eiswein – erster Versuch…

Donnerstag, den 27. Dezember 2007

Eisweinlese 2003

Bild aus vergangenen Tagen: Unser Sohn bei der Eisweinernte am 26. 12. 2003

Wie fast jedes Jahr so sind wir auch heuer wieder das Risiko einer (eventuellen) Eisweinlese eingegangen. Die relativ angenehmen winterlichen Temperaturen in den vergangenen Jahren und auch heuer stellen uns dabei auf eine harte Geduldsprobe. So ergab sich heuer am ersten Weihnachtsfeiertag die Situation, dass am späten Nachmittag die Thermometer bereits -5°C zeigten – durchaus der Beginn für ev. nächtliche und notwendige -8 bis – 10 ° C. Unsere Helfer wurden mit vielen Entschuldigungen – schließlich sitzt man um diese Zeit lieber um den Christbaum in der warmen Stube – auf die nächtliche Weinlese von Sauvignon blanc – Trauben eingestimmt. Wir hofften natürlich, die Ernte 2007 nun mit der Eisweinlese abschliessen zu können; aber aufziehender Hochnebel verhinderte ein Einstrahlen von kälteren Lufmassen und vereitelte unsere Planung. Die Temperaturen änderten sich kaum und waren für ein Gefrieren der Trauben zu hoch.

Auch im Vorjahr sorgten ähnliche Witterungsverhältnisse für Nervenkitzel; nach mehrmaligen Versuchen entschieden wir uns dann am 16. Jänner 2007 für die Ernte. Diese Jännerlese der auch im vergangenen Jahr für Eiswein bestimmten Sauvignon blanc – Trauben versetzte uns allerdings in Erstaunen. Das in der Gradation und Charakteristik einer Trockenbeerenauslese geerntete Lesegut erbrachte ausgezeichnete Qualität: hell-goldgelb im Glase funkelnd, sehr feines (reife Stachelbeeren) und dichtes Aromenspiel, am Gaumen reiche Frucht (Anklänge an Orange, Mandarine), zart brotig mit eleganter, eher schlanker Stilistik und sehr guter Süß-Säure-Balance. Wir genießen diesen Wein nun zu weihnachtlichen Desserts und Käse.

Weingut Kummer-Schuster, Halbturn – Ing. Alois und Traude Schuster

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Freitag, den 21. Dezember 2007

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Das Vinorama-Team wünscht allen Kunden, Vinoblog-Lesern und den Blog-Winzern schöne Weihnachten und viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr!

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Tolle Prämierungen bei Zweigelt und Blaufränkisch….

Sonntag, den 16. Dezember 2007

Die turbulenten Tage der vergangenen Wochen sind nun einer etwas ruhigeren Zeit gewichen. Zum einen mussten die Weihnachtsbestellungen rechtzeitig zugestellt werden – die Vorbereitungen dazu entsprechend groß – und anderseits haben zwei Weine aus unserem Sortiment sehr schöne Erfolge erzielt und uns tolle Präsentationen beschert.

Groß war unsere Freude über die Mitteilung, dass wir den 2.Falstaff Zweigelt Grand Prix Sieg 2007 für unseren Zweigelt

“Alte Reben vom Kaiserberg 2006″ erhielten:

Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. In der Nase frischer Kirschenduft, feinwürzig unterlegt, Nuancen von Zimt und Nelken klingen an, feine florale Nuancen, zart nach Orangenschale. Am Gaumen stoffig, komplexe Textur, bereits sehr ausgewogen, feine Noten von Brombeeren und Weichseln, gut integrierte Holznote, bleibt sehr gut haften, gutes Entwicklungspotenzial, süßer Beerennachhall. 91 Punkte – so lautet die Bewertung des Falstaff-Magazin.

Die Nachfrage um diesen Lagenwein war entsprechend groß und wir freuen uns natürlich über diesen Erfolg; hat doch die Falstaff-Rotweinprämierung einen besonderen Stellenwert in der Weinbewertung! Anlässlich der großen Rotwein-Gala am 5. Dezember im Grand Hotel-Wien wurden uns die Urkunden übergeben und groß auch unsere Freude darüber, dass der österreichische Rotwein eine Vielzahl an Freunden mit enormen Wein-Interesse hat.

Auch unser zweiter Lagenwein – Blaufränkisch Lehendorf 2006 – schaffte den Einzug in ein entscheidendes Finale; wurde er doch vom WIFI Club der Diplom-Sommeliers u. Diplom-Sommelières anlässlich “Bester Speisenbegleiter Blaufränkisch” unter die 25 besten gereiht. Ein nicht ganz einfaches Mitmachen für einen Blaufränkischen aus dem Nordburgenland und wir erinnerten uns an die Diskussionen bezüglich Boden- und Standortwahl beim Auspflanzen der Sorte in dieser ziemlich ältesten Weinriede von Halbturn. Es war also eine gute Entscheidung!

Mit diesen Prämierungen hat das Weinjahr uns einen wunderbaren Abschluss beschert und wir sind dankbar, dass diese Erfolge unseren Einsatz bei der Kultivierung unserer Reben und bei der Vinifikation bestätigen.

Ing. Alois und Traude Schuster / Weingut Kummer – Schuster, Halbturn

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Letzte Vorbereitungen …

Samstag, den 15. Dezember 2007

Für unseren Rosé, der bekanntermaßen nächste Woche gefüllt wird, haben wir heute mit einem Thermotransferdrucker die Etiketten gedruckt; heuer ist er neben rosa auch trocken und hat leichte elf Volumprozent Alkohol. Und ist dann also nach Weihnachten zu haben …

Am Montag bringen wir die heute gerichtete Rotweinlieferung nach Wien ins Restaurant/in den Kochsalon Wrenkh, was uns wieder ein gewohnt wunderbares Abendmahl bescheren wird.

Apropos Bescherung: Jetzt holen wir uns einen ordentlichen Schluck Weihnachtsstimmung aus Halbturn. Dort, im Schloss und -hof, steht nämlich ein äußerst hübscher und fast gänzlich unkitschiger Christkindlmarkt. Schön langsam kommt auch zu uns die Besinnlichkeit, wir richten fürs Fest zusammen mit Backen, Putzen und Weihrauchpfannensuchen.

Nun bleibt nur noch zu wünschen: ein ruhiges und harmonisches Weihnachtsfest, einen ausgelassenen und glücklichen Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches und vor allem gesundes 2008! 

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Zweigelt und Blaufränkisch in Alte Reben und Rosé …

Donnerstag, den 13. Dezember 2007

Nun geht es um den neuen Zweigelt Alte Reben. Bis heute war er im großen Holzfass; dort hat er seinen Säureabbau erledigt – wir lassen Ihn das im großen Fass wegen der dann zu erwartenden Struktur und Klarheit machen. Ab heute ist er im kleinen Fass, eigentlich aber in mehreren normalgroßen Barriquefässern. Im Übrigen ist der 2007-er ein recht feiner und sensibler Jahrgang.

Nächste Woche – vier Tage vor Weihnachten – geht der Rosé in die Flaschen. Ein kleiner Vorgeschmack: Er hat eine verführerische, feine, klare Frucht, er duftet nach Rosen und Beeren und am Gaumen empfindet man die typische Frische vom Blaufränkisch. Und wir probieren zum ersten Mal den Schraubverschluss. Auch bei den Weißweinen. Bei den Rotweinen bleiben wir ohne Frage beim Kork.

Etwas Erfreuliches zum Abschluss: Im Falstaff-Rotweinguide wurde wieder einer unserer Weine – diesmal: Blaufränkisch Alte Reben 2005 – mit „best buy“ ausgezeichnet.  

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at 

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Braves Christkind!

Donnerstag, den 13. Dezember 2007

Der Advent wird im Weingut Schwarzböck ganz besonders gefeiert: schon am ersten Adventwochenende luden wir auf unser Weingut, wo auf die Besucher viele Highlights wie etwa eine Weinlesung, Schnackerlbuffet, Tresterbrandverkostung oder die Degustation von Fassproben warteten.

Von besonderem Interesse war dabei die Verkostung in unserem Barriquekeller, wo Fassproben zur Degustation standen.

Die Besucher waren insbesondere von einem Grüner Veltliner der Hagenbrunner und Enzersfelder Rieden begeistert, der durch seine ausgeprägte Frucht und präsente Würze & Frische ein idealer Anwärter für die kontrollierte Herkunftsbezeichnung Weinviertel DAC darstellt. Auch von unseren Rotweinen wie etwa die geschmeidig-gehaltvolle Cuvée Reserve 2006, die aus einer Vermählung aus 50% Zweigelt, 30% Cabernet Sauvignon und 20% Merlot entstand zauberte ein zufriedenes Lächeln auf die Gesichter unserer Gäste.

Erst kürzlich wurden wir durch hohe Auszeichnungen vom Christkind belohnt, wie etwa bei der weltweit zweit größten Weinmesse, dem AWC Wettbewerb schaffte es unser Weingut unter die TOP 12 von rund 1200 teilnehmenden Betrieben aus der ganzen Welt. Unser Gr. Veltliner Privat wurde mit einer der höchsten Punkte (93,3 Punkten) ausgezeichnet. Diese Woche erhielten wir die Urkunde der nächsten Bewertung: unser gehaltvoller Gr. Veltliner der Ried Hölle erzielte im angesehenen Guide Gault Millau 19 Punkte und 3 Tauben. Braves Christkind!

Anita und Rudolf Schwarzböck

www.schwarzboeck.at

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Lange Abende

Mittwoch, den 12. Dezember 2007

Die Tage sind in dieser Jahreszeit sowieso nicht sehr lange, der zähe Hochnebel sorgt dafür, dass es noch trüber und dunkler bleibt. Gut, dass man sich an solchen Tagen in den Keller zurückziehen kann, denn dort gibt es ja zur Zeit auch genug Arbeit. Und manchmal sogar eine wirklich aufregende.

Eine lange Reihe von Probeflaschen, die von den einzelnen Veltliner-Tanks gezogen wurden, stehen auf dem Kosttisch. Heute soll sich nämlich entscheiden, welche Weine für unseren Veltliner “Klassik” und den “Kabinett” als leichteren Vertreter ausgesucht werden.  Für den GV Klassik sind reife gelbe Fruchtnoten, die typisch pfeffrige Würze des Löss-Terroirs und eine pikante Säurestruktur die Vorgabe. Der Kabinett soll ein erfrischender und leichter Veltliner sein, mit animierendem Trinkvergnügen und knackiger Frucht. Bald hat jeder von uns (3x Franz Leth aus 3 Generationen!) seine Favoriten ermittelt, leider aber nicht immer dieselben Weine, was zu angeregten Diskussionen und noch intensiveren Verkostungen führt, aber Winterabende sind bekanntlich lang.

Keine Diskussionen gibt es hingegen bei den Lagenreserven, die sollen die Idendität des Weingartens und des jeweiligen Terroirs so präziese wie möglich widerspiegeln. Der Steinagrund punktet mit intensiver Frucht, großem Aromabogen und ist etwas verspielter und leichtfüßiger als der Brunnthal, der heuer hochreife Aromatik zeigt, prägnante Trockenfruchtaromen, Tabakanklänge und mit lebendiger Mineralität überzeugt. Der Scheiben ist noch nicht wirklich in der Verfassung um bereits beurteilt werden zu können, der liegt noch ungeschwefelt auf der Vollhefe und wir alle 3-4 Tage leicht aufgerührt, seine enorme Dichte,  Kraft und Potential sind jedoch schon jetzt Garanten für einen großen Veltliner.

12.12.2007, Franz Leth, Weingut Leth/Fels am Wagram

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Fast Besinnliches vom Cuvéetieren …

Dienstag, den 11. Dezember 2007

Es sollte nun die besinnlichste Zeit im Jahr angebrochen sein … Im Keller ist davon freilich nichts zu merken. Der Rotwein-Inhalt der Barrique-Fässer wurde in große Holzfässer umgelagert, der Keller also quasi umgeschichtet und reorganisiert. Diesem, ob des Fässerrollens doch recht beschwerlichen Vorgangs, ging ein körperlich zwar weniger anstrengender aber sensorisch hochdiffiziler voraus: das Cuvéetieren. Verschiedenste Mischungsverhältnisse wurden in verschiedene Gläser gefüllt, geschüttelt (manchmal auch gerührt), geschwenkt und bei Bedarf mit den anfangs noch warmen Händen gewärmt – und dann gekostet. Und wieder verworfen. Und neu gemischt. Bis es dann passt. 

Vergangenes Wochenende durften wir im Balance Resort in Stegersbach unsere Weine präsentieren. Rund zweihundert hungrige Personen machten auf dem Weg zum Fünf-Gänge-Menü halt, um Sauvignon blanc, Trilogie, Zweigelt Alte Reben, Cabernet Sauvignon, Welschriesling Ausbruch und Welschriesling Essenz zu kosten. Sie haben es nicht bereut, versicherten sie uns … Unmittelbar nach der Präsentation – beim erwähnten Mahl – und am Sonntang – im Thermalwasser treibend – bekamen wir dann einen kleinen Vorgeschmack auf die Ruhe, die sich alsbald einstellen wird. 

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Erster Fülltag

Samstag, den 1. Dezember 2007

Gestern war der erste Fülltag für Weine des Jahrgangs 2007.
Neben unserer Basisqualität in der 1 Liter Flasche für die Gastronomie füllen wir auch den Kremser Jüngling, einen Grünen Veltliner im mittleren Kabinettbereich , der am 23. September geerntet wurde und sich zum jetzigen Zeitpunkt schon sehr gut entwickelt zeigt. Frisch – fruchtig im Duft, mit pikanter Pfefferwürze am Gaumen, ein typischer Vertreter der 2007er Grünen Veltliner.

FlaschenfüllenGefüllt wurde mit einer mobilen Abfüllanlage eines in Krems ansässigen Lohnunternehmens. Der Vorteil ist unter anderen, dass die Anlage technisch immer am letzten Stand ist und von Technikern optimal gewartet wird. Da die Füllanlage eine Tagesleistung von ca. 15 – 25000 Flaschen hat, würde sich diese Investition für Einzelbetriebe in unserer Größe nicht auszahlen.
Während der Jüngling schon gefüllt wurde, befinden sich die später gelesen Weine in der Endgärphase. Letzter Lesetag war bei uns der 2. November mit der Ernte von Riesling Weinzierlberg und Kremsleithen. Unser Weinzierlberg ist fast fertig, langsamer unterwegs ist die Kremsleithen, aber auch sie nähert sich bei noch guter Hefeaktivität dem trockenen Bereich. Die Lagenveltliner Thurnerberg, Rehberger Weingärten, Holzgasse und Alte Reben sind bereits fertig vergoren und lagern auf der Feinhefe. Sie schmecken schon sehr vielversprechend.

Anton Hagen

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