Monatsarchiv für November 2007

Christkind im Weingut Pfaffl

Freitag, den 30. November 2007

Was für ein Wetter! Wir hatten schon den ersten Schnee und heute früh war der Boden ganz eisig. Die Sonne hat dann alles zum Glitzern gebracht. Wer freut sich da nicht auf Weihnachten?
In unserer Vinothek schaut es aus, als ob das Christkind schon da gewesen wäre. Herausgeputzte Flaschen, Holzkisterl und Kartons, allesamt liebevoll geschmückt. Das Christkind hat sich was einfallen lassen!
 
Aber es hat uns auch bereits – sehr verfrüht – etwas ganz anderes beschert: 6 Goldmedaillen, 2 Silberne, eine Trophy, 3 Trauben und 92 Punkte aus Amerika!!!
Aber alles der Reihe nach…
 
In der Oktober-Ausgabe des US-amerikanischen Weinfachmagazins „Wine Enthusiast“ gab es einen großen Bericht über Österreichs Rotweine. Gleich neben der Überschrift ein großes Foto mit unserem Heidrom und seinem Künstleretikett. Jubel in der Familie! Und dann der Text: „The wood only underlines the richness of the black plum, bitter cherry and cocoa flavors. It is elegant, understated, wearing its power well. 92 Points” Wow! Auch der Pinot Noir wird beschrieben und mit 90 Punkten bewertet!  Wir freuen uns und fühlen uns auf unserem Rotweinkurs bestätigt.

Am 30. Oktober sind wir dann zur „Galanacht des Weines“ im Wiener Rathaus geladen. Plötzlich werden wir aufgerufen: Unser Riesling am Berg bekommt die Trophy der Austrian Wine Challenge verliehen. Damit wurde er als bester Wein in seiner Kategorie (Riesling ab 13%vol) ausgezeichnet!!! Das war eine Freude für uns! Als Draufgabe gabs auch noch 6 Goldmedaillen und 2 Silberne. „Vergoldet“ wurden der Hundsleiten Grüner Veltliner 2006, der Goldjoch Grüner Veltliner 2006, natürlich der Riesling am Berg 2006, aber auch der Chardonnay Exklusiv 2006, der Rossern Chardonnay 2005, der Altenberg St. Laurent 2005 und auch unsere Zweigelt/Cabernet Sauvignon/Merlot Cuvée Excellent 2005. Kurz darauf kam der neue Gault Millau in unser Haus geflattert: 19 Punkte = 3 Trauben für den Goldjoch Grüner Veltliner 2006!!! Darauf müssen wir anstoßen!

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Was ist loß im Weingut Glatzer

Montag, den 26. November 2007

Diese Woche sind wir 3 Tage mit der Abfüllerei beschäftigt. Es ist immer wieder eine spannende Situation wenn der erste Wein eines neuen  Jahrgangs abgefüllt wird. Bei uns macht heuer ein Teil des Sauvignon blanc 2007  dan Anfang.  Der Rest darf sich noch auf der Feinhefe bis Anfang Jänner “ausruhen”. Des weiteren werden wir noch den St. laurent Altenberg 2006 und den Zweigelt Dornenvogel 2006 abfüllen und das ganze mit dem 1l Landwein GV und Zweigelt am letzten Tag abschließen.  Wir benutzen eine fahrbare Abfüllanlage welche von 5 Betrieben gemeinsam benutzt wird um eine gute Auslastung zu erhalten. Wir können mit dieser Anlage ca. 11-13.000 Flaschen pro Tag abfüllen, etikettieren und verpacken. Zu dieser Arbeit benötige ich 4 Mitarbeiter. Aber  auch ich bin beim Abfüllen gefordert da kleinere Störungen selbst behoben werden müssen um voranzukommen. Vor allem der Wechsel der Flaschenformen (0,75l 1,0l und auch Magnum) verursacht größere Umstellungsarbeiten.

Auch ist zur Zeit ziehmlich viel los mit diversen Veranstaltungen und Weinverkostungen. So war ich am Wochenende in Rotterdam bei unserem dortigem Händler um bei einer Hausmesse unser Weingut zu vertreten. Am Freitag werden die Pannobile Winzer gemeinsam mit   Betrieben aus Göttlesbrunn (Markowitsch Gerhard, Grassl Philipp, Taferner Franz, Netzl Franz und Walter Glatzer) eine Benefizveranstaltung zu gunsten der Kinder des verunglückten Mitarbeiter vom Weingut Gernot Heinrich aus Gols im Weinwerk in Neusiegl am See abhalten. Der “Butcher” Schwarz sorgt fürs leibliche Wohl – Thomas Maurer moderiert und musikalisch wird die Veranstaltung von  John Nittnaus abgerundet. Die genannten Winzer zeigen ihre besten Weine und hoffen auf einen großen finanzellen Erfolg.

Walter Glatzer

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Freitag, den 23. November 2007
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Föhn oder Kälte

Freitag, den 23. November 2007

Die Geräusche im Keller waren beinahe verstummt, aber jetzt gibt es wieder lautes Blubbern: Trockenbeerenauslese und  Beerenauslese gären. Es sind nur kleine Tanks, jedoch der Hall zieht durch den ganzen Keller.                                             Im Weingarten hängt noch ein Quartier Riesling.  Für ein hohes Prädikat sind die Trauben zu wenig eingezogen (“geschrumpft”) und für eine Eisweinlese müsste die Temperatur auf minus zehn bis zwölf Grad sinken. Die Verluste durch abgefallene Trauben sind derzeit noch nicht gravierend, aber erfahrungsgemäß kann sich das schnell ändern. Während wir warten, auf Föhn oder Kälte, gibt es fortwährend Kellerarbeiten zu erledigen. Und seit ein paar Tagen haben wir auch die Brennerei in Betrieb: der Weinbeerenbrand 2007 ist fertig, heute wird Williamsbirnenmaische destilliert.

 

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Freitag, den 23. November 2007
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Unsere Weine bringen Licht ins Dunkel.

Samstag, den 17. November 2007

Der biologische Säureabbau wir nun bald auch bei den letzten Weinen abgeschlossen sein. Heuer ging das besonders schnell … Unsere Weine machen den Säureabbau übrigens spontan, wir leiten ihn also nicht ein.
Bei den Roten wurde heute wieder umgerührt: Die Feinhefe wurde aufgerührt, damit sich die Tannine besser einbinden können. Außerdem geht der Säureabbau dann konstanter …
Zum Schwips, unserem schon fertigen Perlwein, fehlten – bis heute – noch die Etiketten; die haben wir eingedruckt.
Am Abend ging es nach Eisenstadt. Bei der Organisation „Rettet das Kind“ durften wir eine Urkunde entgegennehmen. Der Grund: Im Vorjahr wurde im Autohaus Weintritt in Neusiedl am See – Michaela Hareter ist übrigens seit einigen Jahren eine Weintritt – ein Auto im Rahmen von „Licht ins Dunkel“ versteigert, wir unterstützten die Veranstaltung mit unseren Weinen. Die 30.000 Euro, die dabei zusammenkamen, gingen an „Rettet das Kind“. Im nächsten Jahr, voraussichtlich am 25. Jänner 2008, findet diese Versteigerung bereits zum vierten Mal statt.
Und morgen geht es nach Mollands. Der Winzerhof Hager hat nämlich im August Nachwuchs bekommen. Dieses Mädchen wollen wir uns einmal anschauen … Und am Ende werden wir wieder in die Weinbeisserei einkehren, wo uns Hermann Hager wieder etwas Gutes zusammenrichten wird.
Das nächste Mal hören Sie wieder von uns kurz vor Weihnachten – zu der Zeit, in der Kinderaugen leuchten … so wie gestern in Eisenstadt.

 licht-ins-dunkel.jpg

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
http://www.hareter.at/

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Nachschlag

Donnerstag, den 15. November 2007

Heute gibt es noch über eine kleine Draufgabe zur Ernte des Jahrgang 2007 zu berichten. Wenn es die Witterung des Jahres ermöglicht, bleiben immer einige zur Zeit der Hauptlese bereits von Edelfäule befallenen Trauben bei den Sorten Weißburgunder, manchmal auch Rivaner oder Veltliner an den Reben um einen der raren Süßweine in unserer Gegend zu produzieren. Durch die relativ feuchte Witterung der letzten Wochen konnte sich der Botrytispilz gut entwickeln und Konzentration der Inhaltsstoffe war schon weit fortgeschritten. Da die Wetterprognose für die nächsten Tage einen Wintereinbruch im Osten mit Schnee und Dauerfrost vorhersagte, entschlossen wir uns heute zur Ernte unserer Süßweine.

Das Ergbnis kann sich sehen lassen, eine Trockenbeerenauslese von Rivaner & Veltliner sowie eine Beerenauslese vom Weissburgunder krönen den 2007er Jahrgang! Die Mengen sind zwar nicht allzu groß aber sicher kleine Highlights der nächsten Sortimentsliste.

Das Timing war übrigens perfekt, gegen 20.00 hat es zu regenen begonnen und es wird immer kälter…

Franz Leth/Weingut Leth, Fels am Wagram

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Erfolgreicher Start des Jahrgangs 2007

Mittwoch, den 14. November 2007

Gestern haben wir gemeinsam mit dem Haus Morandell bei der Fachmesse für Gastronomie in Salzburg unser Sortiment an Weinen vorgestellt. Neben der aktuellen Weinserie stellten wir auch eine Fassprobe des neuen Gr. Veltliners Vier Gärten vor. Die Messebesucher waren von dem neuen Wein sehr angetan, der sich äußerst fruchtbetont mit Finesse und einer feinen Säure präsentiert. Bereits morgen ist die Abfüllung dieses Gr. Veltliners geplant, der aus einer Selektion vier verschiedener Lagen stammt.
Die letzten Tage spielten unsere Mitarbeiter Christkind. Weihnachtsarrangements mit Weinen und Delikatessen mussten vorbereitet werden. Nicht nur im Keller ist es eine besonders intensive Zeit!

Rudolf und Anita Schwarzböck

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Von roten zu rosaroten zu biologischen Weinen … vom Vormittag in den Abend …

Mittwoch, den 14. November 2007

Heute hat eine unserer Zweigelt-Varianten in die Flasche gefunden. Damit war dann auch der Vormittag ausgefüllt.
Der hellere Vetter – nämlich unser Blaufränkisch Rosé – hat sich der Feinhefe entledigt und ruht nun in seinem Stahltank den Winter über; bis er an der Reihe ist, abgefüllt zu werden.
Nicht so ruhig ging es vom Nachmittag in den Abend über: Es kamen einige Kollegen – angeführt von Matthias Hager aus Mollands – um die Jungen wie die Alten (natürlich Weine) köstlich zu testen. Sie alle leben und arbeiten in Bio-Umstellungs-Betrieben. So kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, von einer geselligen Runde etwas dazulernen.
Denn wo Wein, da Freunde; wo Freunde, da Kommunikation; wo Kommunikation da ein Lernen … Und wenn man sich auf „biologisch“ einstellt und in Konsequenz auch umstellt kann man nicht genug lernen, um mit dem Menschen und der Natur zu kommunizieren. Ja, viel wird in den Wein gelegt …
 

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Gut Ding braucht Weile

Dienstag, den 13. November 2007

Eine anstrengende Woche liegt hinter uns, nahezu an jedem Abend eine Jungweinpräsen-tation, am Wochenende zwei Weintaufen – Gott sei Dank wird diese Woche etwas ruhiger. Zeit um im Keller die Entwicklung der Jungweine zu kontrollieren. Fast alle leichteren Veltliner sind schon von der Hefe abgezogen worden und beginnen sich zu klären. In 2-3 Wochen wird dann eine Kieselgurfiltration die Weine schließlich vom Feintrub befreien, die Fruchtbrillianz kann dann voll zur Geltung kommen.

Alle kräftigen Lagenweine hingegen liegen noch immer auf der Vollhefe, das verleiht ihnen komplexere Aromatik und eine vielschichtigere Struktur. Wie fast in jedem Jahrgang gibt es auch diesmal wieder einige Weine die echte Langsamgärer sind. Heuer trifft dies auf den Weißburgunder aus der Riede Scheiben und den Riesling von den Wagramterrassen zu. Die blubbern immer noch gemütlich vor sich hin, das strapaziert zwar die Nerven des Winzers, aber wie sagt ein altes Sprichwort: Gut Ding brauch Weile…

Franz Leth, Weingut Leth, Fels am Wagram

 

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