Monatsarchiv für Oktober 2007

So ein Winzerleben …

Mittwoch, den 17. Oktober 2007

thomas-mit-wein.jpg

Heute lief der Schwips, unser Perlwein, in die Zielgerade ein: er wurde abgeholt um abgefüllt zu werden. Zum Kosten oder gar zum Beschwipsen steht er am Montag bereit – in weiß und in rot.
Morgen gehen auch unsere Weißweinen einen Schritt in Richtung Fertigwerden: Sie werden – nachdem wir sie heute gekostet und darüber beratschlagt haben – abgezogen, nun zum zweiten Mal. Beim Kosten gingen wir aufs genaueste unter verschiedenen Luftverhältnissen vor: einmal ohne Schwenken, dann mit ganz wildem Schwenken, einmal im Keller, dann im Freien, dann zum Essen – jeweils ohne und mit Schwenken … so schön kann das Winzerleben sein :-)
Übrigens: Auf unserer Homepage finden Sie ein Schätzspiel – Sie können mitspielen und Flasche Chronos 2000, unseren Bundes- und Landessieger, gewinnen.
Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
http://www.hareter.at/

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Die Lese ist vorbei!

Mittwoch, den 17. Oktober 2007

Letzte Woche hatten wir Blaufränkisch und Cabernet Sauvingnon für den Perwolff gelesen, Gradationen wie noch nie 20-20,5° KMW. Heute haben wir nach 15 tägiger Maischestandzeit die ersten Blaufränkisch für den Klassik gepresst, er ist Vollmundig und elegant im Abgang. Diese Woche stehen noch Arbeiten im Keller an; Kontrolle des biologischen Säureabbaus und pressen. Weiters werden wir den Zweigelt 2007 vom Säureabbau in die Holzfässer ziehen wo er für einige Wochen ruhen darf.

Reinhold Krutzler
www.krutzler.at

 

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Winzer Tagebuch

Mittwoch, den 17. Oktober 2007

Der sonnige Herbst

hat die Weingärten von Pöttelsdorf in ein rot-gelb-schwarzes Farbenmeer verwandelt. Der Zweigelt ist ja schon im September gelesen worden und wir erwarten mit Spannung morgen die ersten gefüllten Flaschen.

Den ersten Zweigelt nennen wir “Junger Fürst”. Beim nächsten Bericht kann ich Ihnen schon schildern wie gut er schmeckt!

Bei prächtigem Wetter konnten wir auch unsere Hauptsorte (80 %) den Blaufränkisch in die Fässer bringen. Der 2007er wird uns mit einem intensiven Fruchtspiel am Gaumen erfreuen.

Cabernet Sauvignon wurde nach zehntägiger Maischelagerung gestern gepresst und befindet sich derzeit im biologischen Säureabbau.

Der Cabernet ist ein wichtiger Partner für unsere Top-Cuvées “Attaché” und “Vanessa”. Die Anzahl der Barriques musste auch heuer wieder erhöht werden.

In Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft werden die nächsten Tage mit Flaschenfüllungen “ausgefüllt” sein.

Domaine Pöttelsdorf

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Eine erste Prognose zum Weinjahr 2007

Mittwoch, den 17. Oktober 2007

Am Freitag, dem 12. Oktober konnten wir die Haupternte abschließen. Nur mehr auf der Ried Kirchberg in Wien-Stammersdorf und der Ried Aichleiten haben wir Veltliner Trauben zu ernten. Höchstes Augenmerk gilt nun dem Keller, wo sich sich ein guter Gärverlauf abzeichnet.

Rückblickend ist das Weinjahr 2007 voll Spannung verlaufen, das durch einen frühen Vegetationsbeginn und einen heißen Sommer geprägt wurde. Der Regen im September konnte den Trauben glücklicherweise nichts anhaben, da die Nächte ausreichend kühl waren und damit keine Fäulnis eingetreten ist. Wir hatten dadurch keinen Zeitdruck und konnten reife, gesunde Trauben bis Mitte Oktober ernten. Die ersten Verkostungen des Jahrgangs stimmen uns sehr zuversichtlich.

Heuer wird es in unserem Weingut ein großes Spektrum verschiedenster Weinstile geben, was den Jahrgang auch so wertvoll und interessant macht. Durch den optimal gesetzten Lesezeitpunkt der früh reifenden Sorten wie Müller-Thurgau, Grüner Veltliner und Gelber Muskateller gelang es uns, sehr fruchtbetonte Weine für unser leichtes Weißweinsortiment zu erzeugen.
Ebenso haben wir Veltliner- und Riesling-Trauben von enormer Reife von den Lagen Hölle, Aichleiten, Sätzen und Fürstenberg geerntet. Aber auch Sorten wie Grauburgunder und Traminer wurden Anfang Oktober bei 21 ° gelesen. Bei den roten Sorten beeindrucken uns die schön ausgereiften Tannine von Merlot und Cabernet Sauvignon und die unglaublich ausgeprägte Frucht des Zweigelt.

Rudolf und Anita Schwarzböck

 

 

 

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Vom häßlichen Entlein zum stolzen Schwan

Dienstag, den 16. Oktober 2007

Heute war sie zum ersten mal, die Ernte von einem Weingarten der vor zwei Jahren erworben wurde. Mitten in einer der besten Lagen in Fels, in der “Scheiben” konnten wir damals einen Weingarten zukaufen der aber wahrlich kein Schmuckstück mehr gewesen war. Extreme Hochstammerziehung mit einer Kordonhöhe von fast 1,20m, kaputtes Unterstützungssystem, abgerosteter Drahtrahmen – aber – sehr alte ca. 50 jährige Veltlinerreben. Das war die Gelegenheit wirklich altes Rebmaterial neu beleben zu können. Die Stämme wurden im Winter 2005 einfach in 60 cm Höhe mit der Motorsäge abgeschnitten – das ist zwar radikal, aber die einzige Möglichkeit auf eine vernünftige Stammhöhe von 80 cm zu kommen. Ein neuer Drahtrahmen wurde errichtet und die jungen Triebe aus der Bodennähe hochgezogen um einen neuen Kordon zu formieren. Das bedeutete zwar ein Jahr totalen Ernteverlust aber der Weingarten glänzte darauf wie neu, nur mit dem Vorteil auf uraltes Rebmaterial zurückgreifen zu können.

Heuer war es dann soweit, mit Spannung erwarteten wir die “erste Ernte” des runderneuerten Weingartens. Es war wie zu erwarten nicht sehr viel, nur wenige Trauben pro Stock, die dafür aber unglaublich aromatisch, toll konzentriert und pikant wie es nur Veltliner hervorbringen kann.  Die kleine Menge erlaubt leider keinen eigenen Ausbau, der Grüne Veltliner “Klassik” wird aber von der Frucht und Pikanz unseres stolzen Schwanes ganz sicher profitieren.

Franz Leth, Weingut Leth, Fels am Wagram 

 

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Balanceakt im laktischen Bereich

Montag, den 15. Oktober 2007

Diese Woche ist es wieder (auch) an uns, Sie über das Neueste und Letzte aus unserem Weingut zu informieren.
Nach der Ernte ist es nun ruhiger, man greift nicht mehr so stark in den Vinifikationsprozess ein (das Abschneiden und Pressen war doch recht dramatisch …). Man unterstützt den Wein nur bei seiner Stabilisation, seinem Balanceakt.
Was bisher geschah …: Die Weißweine sind fertig vergoren. Nun liegen sie auf der Feinhefe.
Die Rotweine sind sämtlich gepresst und in Holzfässer gefüllt. Sie sind im laktischen Bereich. Der biologische Säureabbau – der übrigens spontan gestartet ist – findet ausschließlich in Holzfässern statt. Unterstützt wird er nur durch etwas anwärmen.

Claudia Hareter-Kroiss
Weingut Hareter
www.hareter.at

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Rückblick über das Jahr 2007

Samstag, den 13. Oktober 2007

Jedes Jahr ist wieder eine neue Herausforderung die Trauben zum richtigen Zeitpunkt zu ernten. Heuer konnten wir den Lesezeitpunkt selbst wählen ohne große Rücksicht auf das Wetter. Der trockene Oktober mit sehr kühlen Nächten und warmen Tagen war für die Trauben sehr wichtig um noch die physiologische Reife zu bekommen. Ich finde, daß die Vegetation ca. 2 Wochen früher ist als in einem “normalen” Jahr. Gestern haben wir die Merlot Trauben geertet welche wir normalerweise um den 20. Oktober ernten. Der Ertrag ist weniger als erwartet bei ca. 30 hl/ha bei ca. 5000 Rebstöcken = 0,8 kg pro Rebstock. Die Qualität ist außergewöhnlich gut. Vor allem die reifen Tannine gefallen mir sehr gut. Nach dem Rebeln sind die Trauben direkt in den Gärständer gekommen und nun warten wir bis die spontane Gärung mit der natürlichen Hefe aus dem Weingarten beginnt.

Alle Pinots haben spontan gegoren und sind letzte Woche abgepresst worden. Die Maischestandzeit war ca. 2 Wochen. Nun sind sie in den Fässern wo sie voraussichtlich im Februar 1 mal abgezogen werden. Wir haben heuer 15 verschiedene Chargen vom Pinot. Jeder Weingarten wird separat geerntet (vom kleinsten Weingarten gibt es 1 Barrique) um zu sehen wie er sich entwickelt

Beim St. Laurent bin ich von der Qualität der jungen selektionierten Rebstöcke sehr positiv überrascht. Dieser Gärständer ist nun 3 Wochen auf der Maische und die Tannine sind sehr weich und rund aber ähnlicher einem Wein aus dem Rhonetal als aus der Burgund.

Die Lores (Chardonnay) gärt zur Zeit in den Holzfässern. Den Anteil der 700lt Fässer zu den Barriques haben wir in den letzten Jahren erhöht und so sind wir nun bei ca. 40%. Für mich ist es hier sehr wichtig das die Frucht des Chardonnays nicht vom Holz übertönt wird sondern nur geküsst.

Beim Rotgipfler, welchen wir aus den besten Lagen in Gumpoldskirchen bekommen, war die physiologische Reife heuer bedeutend früher als voriges Jahr. Er ist mit der Gärung bereits fertig und präsentiert sich mit einem sehr intensiven Duft nach tropischen Früchten.
Ich bin mit der heurigen Qualität der Weine trotz der Wetterkapriolen, (Frost, Hagel) sehr überrascht und ausgesprochen zufrieden. Die Menge ist um ca. 25% weniger als im vorigen Jahr. Ich glaube wir können uns über einen sehr guten Jahrgang freuen, welcher aber vom Gespür des Winzers sehr viel abverlangt hat.

Hannes Reinisch, Johanneshof Reinisch, Tattendorf

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Blaufränkisch Klassik 2007

Mittwoch, den 10. Oktober 2007

Eigentlich ist der Zweigelt die Leitsorte unseres Betriebes. Wir setzen natürlich auf die bewährten heimischen Reben und so hat auch der Blaufränkisch als die typisch burgenländische Rotweinsorte einen sehr hohen Stellenwert in unserem Haus. Die dickschalige, spätreifende Sorte wächst auf der Riede Grabenacker, einem eher schwereren, tiefgründigerem Boden. Mittlerweile haben die Rebstöcke ein Alter von gut 20 Jahren; die Hitzeperiode wurde von ihnen gut überstanden. So konnten wir prachtvolle Trauben – die kräftige Schale hat auch die Regenmengen im September abgewehrt – ernten.
Heute wurde nun diese Charge nach 14-tägiger Maischestandzeit abgepresst. Der abfließende Wein zeigt eine sehr gute Farbe und der dunkelbeerige Duft mit Anklängen von Brombeeren und Weichseln lässt den Charakter dieses Weines erahnen. Etwas ausgeprägt ist noch sein Säurebild; markant auch der Tanninreichtum.
In den nächsten Tagen wird der biologische Säureabbau eingeleitet und der Wein verliert seine jugendlich-kantigen Eigenschaften. Von der nachfolgenden mehrmonatigen Fasslagerung erwarten wir, dass auch dieser kräftige Blaufränkisch seine sortentypische Frucht noch ausbaut, sein weiches Tannin einbettet und zu einem ausgezeichneten Speisebegleiter wird. Vorbild ist sein Vorgänger BLAUFRÄNKISCH Klassik aus dem JG 2006, der Mitglied im SALON ÖSTERREICHISCHER WEINE wurde – eine Auszeichnung, die jedes Jahr nur die 260 besten Weine Österreichs nach mehrmaligem Ausleseverfahren erhalten.

Ing. Alois und Traude Schuster / WG Kummer-Schuster, Halbturn

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Herrliche Tage

Dienstag, den 9. Oktober 2007

Darauf haben wir lange gewartet, doch nun meint es der Wettergott gut mit uns. Nach einem durchwachsenen September ist nun ein Tag schöner als der andere, blauer Himmel vom Morgen weg (was gar nicht so selbstverständlich ist, der Nebel kann im Donauraum oft sehr zäh sein) und was ganz wichtig ist, die Nächte sind sehr kühl geworden. Ideale Bedingungen für die fruchtigen Weißweinsorten, jede Menge davon ist noch draußen in den Weingärten.

 Gestern war ein Teil des Riesling angesagt, für den “Klassik” wurde eine jüngere Anlage geerntet sowie unser Top-Weingarten auf den Wagramterrassen ausgelesen, wo nur die allerbesten Trauben noch bis Ende Oktober am Stock bleiben. Mit 18° KMW und optimalem Säurewert von 8,5 g/l ging der Most in den Keller, die kleine Kostprobe verrät schon jetzt ein wenig von der Pikanz die den fertigen Riesling auszeichnen sollte.

Trotz der Ernte steht der aber der restliche Betrieb auch nicht still. In der Füllhalle ist ebenfalls Hochbetrieb,  bereits die 2. Charge unseres Primeurweines muß in die Flasche. Der “Junge Wagramer” aus der Sorte Frühroter Veltliner hat eine große Fangemeinde und wir wollen ja niemand auf seinen Jungweingenuß warten lassen.

Der Nachmittag sieht auch recht turbulent aus, ein Großhändler aus den USA, den wir über unseren Importeur beliefern ist in Europa auf Weinreise und möchte gerne unsere Weingut besuchen. Wann?, das wisse er nicht so genau, im Laufe des Nachmittages wäre schön… Macht nichts, wir sind sowieso da!

 

Franz Leth, Weingut Leth, Fels am Wagram

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“Das Werden des Weines”

Dienstag, den 9. Oktober 2007

Seit gut einer Woche ist die Ernte abgeschlossen; belassen wurde allerdings eine Riede – bepflanzt mit Sauvignon blanc – für Prädikatswein.

Unser Hauptaugenmerk liegt nun in der Kellerarbeit. Hier zeigt sich, ob sich der hohe Arbeitsaufwand in den Rebanlagen aufgrund der extrem heißen Witterung während der Sommermonate und des regnerischen Septemberbeginns gelohnt hat.

Mit großer Sorgfalt werden die Jungweine nun täglich kontrolliert.

Die Weißweine präsentieren sich bereits jetzt mit sehr schöner Fruchtausprägung. Auch mit den Säurewerten sind wir sehr zufrieden – je nach Sorte zwischen 6,5 g/l bis 8,2 g/l. Unsere Möglichkeit, die Rebflächen mittels Tröpfchenberegnung während der heißen Tage mit ausreichend Wasser zu versorgen, dürfte der Grund für die angenehm pikant-reschen Noten der jungen Weißen sein. Sie liegen zwar noch auf der Feinhefe, beim Verkosten zeigen sie aber eine sehr elegante Stilistik – erinnern etwas an den JG 2004 , allerdings schon im Jungwein-Stadium etwas runder.

Viel Aufmerksamkeit verlangen auch die jungen Rotweine; sie befinden sich in ganz unterschiedlichen Stadien: z. T. noch in den Gärtanks, andere Chargen bereits beim biologischen Säureabbau. Jahrelange Erfahrung macht sich hier bezahlt; die verschiedenen Sorten benötigen “individuelle” Behandlung und Verarbeitung. Die Gärsteuerung muß auf das Traubenmaterial abgestimmt werden und unser Ziel ist immer, die mit viel Einsatz erlangte Traubenqualität auch im Wein zu erhalten. Sehr erfreut sind wir – soweit ein Urteil möglich – über die schöne Farbausprägung der jungen Rotweine. Auch zeigen sie sehr tiefe Aromatik, über Tanninreife und Dichte läßt sich noch etwas schwer urteilen.

Unser junges Sortiment kann auch heuer mit edelsüßen Weinen aufwarten; aus den Sorten Chardonnay und Zweigelt wurden bereits Prädikatsweine geerntet. Diese Spätlesen schätzen Liebhaber edelsüßer Weine und ihre Fruchtfülle, Reife und Dichte machen sie zu hervorragenden Speisebegleitern der gutgewürzten, kräftigen asiatischen Küche. Diese Weine verlangen gekühlte Lagerung; eine Nachgärung – und damit eine Reduktion des natürlichen Zuckergehaltes – muß tunlichst verhindert werden.

Es gilt zur Zeit viele natürliche Prozesse wie Gärung, biologischer Säureabbau etc. zu bewältigen; Konzentration und Übersicht sind in hohem Maße erforderlich. Beim “Werden des Weines” allerdings dabei sein zu dürfen ist jedes Jahr einmalig und unvergleichlich!

Ing. Alois und Traude Schuster / WG Kummer – Schuster, Halbturn

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